Jesus hilft aus der Einsamkeit heraus

Raus aus der Einsamkeit

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten

Großbritannien hat seit kurzem eine Ministerin für Einsamkeit. Nun diskutieren Verantwortliche aus Politik und Gesellschaft, ob auch Deutschland mehr gegen soziale Isolation tun muss. Denn dass Einsamkeit die Entwicklung von Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Demenz ungünstig beeinflusst, ist wissenschaftlich nachgewiesen. Davon sind vor allem ältere Menschen betroffen, die sozial isoliert sind. Doch Einsamkeit fragt nicht nach dem Alter. Forscher weisen darauf hin, dass auch immer mehr junge Erwachsene sich häufig allein fühlen.

Alleinsein kann gut tun

Natürlich spricht nichts gegen ein zeitweises Zurückziehen. Das kann sehr wohl gut sein. Wenn aber aus Alleinsein das schmerzhafte Gefühl der Einsamkeit und der Isolation erwächst, ist es nicht gut. Wir wissen instinktiv das, was schon am Anfang der Bibel steht:

„Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ (1. Mose 2,18)

Der Schmerz der Einsamkeit sitzt tief

Es wäre fatal, sich in der Einsamkeit einzurichten und sich so selbst zum Opfer zu machen. Und so sind alle Ratschläge gut gemeint: „Halten Sie mal einen Plausch mit dem Nachbarn. Gehen Sie mal wieder zur Gymnastik. Laden Sie doch einen guten alten Freund mal wieder ein.“ Ja, finde deinen Weg und tu, was dir gut tut. Doch übersehe dabei nicht, dass der Schmerz der Einsamkeit tiefer sitzt. Vielleicht hören wir uns selbst sagen: „Ich störe und bin wertlos, ungeliebt und unattraktiv. Mit mir kann und will keiner zu tun haben.“

Flucht vor Gott

Woher kommt dieses Denken? Kommt es nicht daher, dass wir nicht nur einsam unter Menschen sind, sondern auch auf der Flucht und im Versteck vor Gott? Auf den ersten Seiten der Bibel ist genau das schon zu finden. Indem der Mensch wie Gott sein wollte – eben unabhängig und eigenmächtig – wurde er einsam. Und er spürte das. Die Welt war einfach nicht mehr in Ordnung wie zuvor. Und er wusste, dass er einen schweren Fehler begangen hat.

„Wo bist du?“

Doch Gott überlässt den Menschen nicht sich selbst. Er macht sich schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte auf … und er tut es bis heute, und ruft: „Adam, Mensch, wo bist du?“ „Wo bist du einsamer Mensch? Ich suche dich. Du brauchst die Gemeinschaft mit mir.“ Kannst du dir das vorstellen? Was wäre, wenn da ein Gott wäre, der sich nach dir sehnt wie ein Vater nach seinem einzigen Kind?

Gott kommt dir nahe

Woher kannst du wissen, dass du diesem Gott nicht egal bist? Nun, Gott beließ es nicht dabei, dass er den Menschen fragt: „Wo bist du?“ Er machte sich auf die Suche. Das wird bei keinem deutlicher als bei Jesus, der den Menschen nahe kam. Er kam einem Kranken nah, der ihm sagte: „Ich habe keinen Menschen.“ Er kam dem Zolleinnehmer nah, der zwar reich und doch im Innersten einsam war. Immer und immer wieder signalisierte Jesus dieses Eine: „Du bist Gott, meinem Vater, wichtig. Du bist zwar einsam, aber ich komme dir nahe und will mit dir einen neuen Anfang wagen. Erlaube mir, dass ich dir näher komme.“

Jesus kennt Einsamkeit

Vielleicht denkst du ja: „Der hat gut reden. Jesus war doch nie einsam. Er hatte einen großen Freundeskreis, Männer und Frauen, die durch dick und dünn mit ihm gingen.“ Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Es gab nicht wenige, die ihn beseitigen wollten, weil er ihnen unbequem wurde. Als ihm der Prozess gemacht wurde, ließen seine Freunde ihn im Stich, einer nach dem anderen. Allein und einsam ging Jesus den letzten Weg. Am Ende spürte er auch nichts mehr von Gottes Nähe und schrie in die Dunkelheit hinein: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wenn jemand Einsamkeit kennt, dann Jesus. Wenn Einsamkeit für Menschen der Horror ist, dann ist er durch diesen Horror gegangen.

Mit Jesus reden

Wenn du Einsamkeit erlebst, darfst du wissen: Jesus weiß es. Er sagt denen, die ihr Vertrauen auf ihn setzen: „Komm, bei mir musst du nicht mehr einsam sein. Ich gebe dir mein Versprechen: Ich werde an deiner Seite sein. Mehr noch: Ich habe diesen Fluch der Sünde getragen, der dich von Gott trennt und dich so einsam macht.“ Weil das so ist, gibt es nichts, das du mit Jesus nicht besprechen könntest. Vielleicht fühlt es sich zuerst so an, als wärst du dabei mutterseelenallein. Vielleicht rufst du sogar: „Mein Gott, warum nur hast auch du mich verlassen?“ Es scheint, als würdest du nur gegen die Zimmerdecke beten. Aber dann ganz allmählich dringt etwas anderes durch: eine stille, starke und tröstliche Gewissheit: „Ich bin nicht allein, Jesus hilft mir durch. Er lässt mich nicht im Stich.“ Das Reden mit Gott, das Gebet, kann ein erster Schritt einer Beziehung mit Gott sein. Öffne dich weiter für ihn und erfahre, dass es stimmt, was Jesus sagt:

„Alle, die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausweisen.“ (Die Bibel, Johannes 6,37)

7 Kommentare zu “Raus aus der Einsamkeit

  1. Caro sagt:

    Ja da hsst du recht.. Wer viel erlebt und durchgemacht hat bekommt wenig Vetständniss.. Ihnen fehlt es an Liebe im Herzen.. Sie haben Augen aber können dsmit nicht sehen.. Alles gute bleib stark.. Der Herr segne dich..

  2. Claus F. Dieterle sagt:

    Zwei Bibelaussagen in diesem Zusammenhang:
    Mehr als auf alles andere achte auf deine Gedanken, denn sie entscheiden über dein Leben.
    Sprichwörter 4,23

    Einige haben sich angewöhnt, den Gemeindeversammlungen fernzubleiben. Das ist nicht gut; vielmehr müsst ihr einander Mut machen…
    Hebräer 10,25

    Claus F. Dieterle

    • Sylvia sagt:

      Ich selbst war auch lange in keiner Gemeinde. Ich höre von vielen das sie nicht hingehen, da sie enttäuscht worden sind.
      Nach der Wiedergeburt kommen Sprüche wie: Du bist bekehrt, du gehörst zu Jesus.
      Das stimmt auch. Jedoch, wenn man aus der Vergangenheit viel schlimmes erlebt hat, dann sind noch Dinge aufzuarbeiten. Ich war in Gemeinden, bekam keine Hilfe. Ich wurde ausgefragt und dann lachte man über mich und meine Vergangenheit. Vertrauen? Wem? Das es keine fehlerlosen, bekehrten Christen gibt, das weiss ich inzwischen. Manche erheben sich jedoch als ob sie der Herr persönlich wären. Ich gebe meinen Müll lieber dem Herrn weiter ab und er wird es langsam wegnehmen, wie er denkt. Ihm kann ich auf jeden Fall vertrauen. Tut mir leid, das ich es schreibe. Ich muss es jedoch auch einmal loswerden.

      • Paul Berkowski sagt:

        Ich verstehe dich ganz gut. Ich habe auch einige Gemeinden besucht, bis ich „meine“ gefunden habe. Es gibt heutzutage in jedem Umkreis viele Gemeinden. Bitte, schau dich noch weiter um. Besuche nicht nur große, sondern auch kleinere, die von Menschen als „fanatisch“ oder „sektiererisch“ bezeichnet werden. Gerade solche Gemeinden erweisen sich in Wirklichkeit als bibeltreu und aufrichtig. Aus meiner Erfahrung sage ich, dass dort die Menschen das Verständnis für deine Vergangenheit haben werden. „Selbstgerechte Pharisäer“ können jedoch überall plötzlich auftauchen. Jeder von uns neigt zur Hochmut, wenn er mal nicht wachsam bleibt. Bete, dass der Herr dich in eine gute Gemeinde führt, wo Jesus der Haupt und das Zentrum ist. Ich werde für dich beten. Mit Sicherheit werden das auch andere Leser, weil DU unsere Schwester in dem Herrn bist. Gott segne Dich.

  3. Sylvia sagt:

    Die Menschen leben in Einsamkeit, da sie von Menschen tief enttäuscht worden sind, kein Vertrauen haben, nicht einmal zu ihrem Schöpfer. Stattdessen haben viele auch Tiere als Maskottchen. Jeder Mensch geht seine eigenen Wege. Auch Familienangehörige leben für sich allein. Hast du was, bist du was. Traurige Welt, isolierte Welt. Ich selbst liebe es auch allein zu sein. Ich kann in der Bibel lesen mit Gott sprechen…

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