Resilienz: Widerstandskraft für die Seele

Für den Winter ist es wichtig, ein gutes Immunsystem zu haben und jeder hat so seine eigene Strategie dafür: kalt duschen, Sauna, Sport, Vitamine. Doch neben dem äußeren Immunsystem brauchen wir auch ein gutes inneres Immunsystem, denn Krisen bleiben nicht aus. Die Forschung spricht von Resilienz.

Resilienz: Innere Widerstandskraft

Mit Resilienz meinen Wissenschaftler die psychische Widerstandskraft, von der Fähigkeit, schwierige Lebenssituationen zu überstehen, ohne dabei anhaltend beeinträchtigt zu sein. Als resilient bezeichnet man zum Beispiel auch ein Gummi, das nach extremer Anspannung wieder in seine ursprüngliche Form zurückschnellt.

„Ich bin nicht allein!“

Sicher kennst du Menschen, bei denen du bewundernd fragst: „Wie haben die das geschafft?“ Ich habe solche Menschen getroffen und bin nicht selten auf eine Haltung gestoßen, die ich schon bei König David in seinem wohl bekanntesten Psalm finde:

„Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück, denn du bist bei mir.“ (Die Bibel, Psalm 23,4)

Diese Menschen wussten sich nicht allein mit dem, was ihnen passierte. Sie haben sich fest darauf verlassen, dass Gott im Dunkeln dabei ist.

„Er ist mein Hirte“

Es wird die Geschichte von einem Jungen erzählt, der im Kindergottesdienst den Psalm 23 auswendig gelernt hatte. Die Leiterin hatte die erste Zeile erklärt: „Der Herr ist mein Hirte.“ Für jeden Finger der Hand fügte sie ein Wort hinzu. Dabei betonte sie den vierten Finger, den Ringfinger: „Der Herr ist mein Hirte.“ Es sei so wichtig, sein Leben so Gott anzuvertrauen, dass man sagen kann: „Ja, er ist mein Hirte.“ Bald darauf geriet dieses Kind in einen verheerenden Schneesturm und man fand es später erfroren auf. Bis zuletzt hatte es mit seiner Hand den einen Finger, den vierten Finger, festgehalten.

Gott: der Fels in der Brandung

Wird da nicht deutlich, was es heißt: „Herr, du bist bei mir“? Das gibt dem Leben eine tiefe Verankerung. Menschen, denen das bewusst ist, ruhen in Gott und finden so wieder zur Balance in ihrem Leben. Das ist eine verlässliche Grundlage, gibt Resilienz. Wer sein Vertrauen auf Gott setzt, weiß sich in schweren Zeiten geborgen. Durch Schwierigkeiten wird der Glaube an Jesus Christus gestärkt, weil man erfährt: Gott ist der Fels in der Brandung, den nichts erschüttern kann.

„Deshalb jubelt ihr voller Freude, obwohl ihr jetzt für eine Weile den unterschiedlichsten Prüfungen ausgesetzt seid und manches Schwere durchmacht. Doch dadurch soll sich euer Glaube bewähren und es wird sich zeigen, dass er wertvoller ist als das vergängliche Gold, das ja auch durch Feuer geprüft wird. Denn wenn Jesus Christus sich offenbart, wird auch die Echtheit eures Glaubens sichtbar werden und euch Lob, Ehre und Herrlichkeit einbringen.“ (Die Bibel: 1. Petrus 1,6-7)

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