Vergängliche Oscars

Am Sonntag feiert Hollywood sich selbst: Die Academy of Motion Pictures and Sciences verleiht die Oscars 2017. Wer wird wohl das Rennen um den besten Film machen? Welches Werk wird die meisten Oscars abstauben können? Zum 89. Mal fiebern Stars und ihre Fans mit, wer das Rennen um den wichtigsten Preis der Filmindustrie machen wird. Dabei sind nicht nur die 34 Zentimeter großen vergoldeten Oscars wichtig. Mindestens genauso interessant ist für das weltweite Publikum welche Kleider und Frisuren die Schönen und Reichen tragen, wer mit wem die Show besucht und welche Bands die passende Musik liefern.

Es ist eine funkelnde, perfekt scheinende Glitzerwelt, die sich den Millionen Fernsehzuschauern bietet. Alles ist streng choreographiert; selbst für die Leute hinter der Bühne und für die Journalisten gibt es einen Dresscode. Die Oscars werden in einer real gewordenen Hollywood-Kulisse vergeben.

 

Salomo: Der perfekte Gast bei den Oscars

Eine biblische Person wäre auch bei der Verleihung der Oscars dabei gewesen, hätte es sie damals schon gegeben: Salomo. Er war König über Israel und der reichste Mann seiner Zeit. Die Reichen und Schönen kamen aus aller Welt, um seinen Wohlstand zu bestaunen. Die Bibel berichtet, dass Silber während Salomos Regierungszeit nichts galt, weil er so viel Gold besaß (1. Könige 10,21). Eigentlich unvorstellbar. Er hatte alles, was ein menschliches Herz für wertvoll erachtet; konnte sich alles leisten: Viele Häuser (natürlich mit tollen Parkanlagen), Bedienstete, die tollsten Fahrzeuge, Designerkleider vom Feinsten, Juwelen…Also der perfekte Gast für die Verleihung der Oscars. Er hätte super in diese Hollywood-Welt gepasst. Und doch hätte er sich nicht wohlgefühlt. Denn ihm war etwas klargeworden:

„Doch als ich alles prüfend betrachtete, was ich mir mit meinen Händen erworben hatte, und die Mühe dagegen hielt, die ich darauf verwendet hatte, merkte ich, dass alles sinnlos war. Es war so unnütz wie der Versuch, den Wind einzufangen. Es gibt keinen bleibenden Gewinn auf dieser Welt.“ (Die Bibel, Prediger 2,11)

Salomo wusste: Diese ganze Glitzer- und Glamourwelt, die bei der Verleihung der Oscars in ihrer Fülle sichtbar wird, ist vergänglich. Sie hält nicht, was sie verspricht, hat keinen Ewigkeitswert. Er kannte die Welt hinter der schönen Kulisse: Neid, Konkurrenzdruck, Einsamkeit, Sehnsucht nach wahrer Anerkennung und die Frage nach dem Lebenssinn. Dem König war bewusst, dass dieses Leben einmal endet.

„Der Mensch geht hin zu seinem ewigen Haus.“ (Die Bibel, Prediger 12,5)

Wo dieses „ewige Haus“ sein wird, muss jeder Mensch hier auf der Erde entscheiden: Entweder im Himmel, wo Gott mit seiner Liebe regiert oder in der Hölle, der ewigen Gottesferne, wo die Auswirkungen der Sünde für immer spürbar sind. Salomo hat sich für die Wohnung bei dem größten König aller Zeiten entschieden. Wo wird dein ewiges Haus sein?

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