Ich fühle mich einsam – Wie Du Einsamkeit überwinden kannst

8. April 2021

Einsamkeit tut weh - seelisch und körperlich. In der Bibel gibt es jemanden, der Einsamkeit selbst erlebt hat und mit dessen Hilfe wir Einsamkeit zu überwinden können.

Mann, der die Aussicht genießt als Blogbild für Raus aus der Einsamkeit

Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Hast du dich jemals einsam gefühlt? So richtig alleine, selbst wenn Menschen um dich herum sind – in der pulsierenden Großstadt, auf dem ruhigen Land, im Büro, während du dich durch Menschenmengen schiebst, beim Anfeuern deiner Lieblingsmannschaft, auf einer stillen Parkbank, in einem sterilen Krankenhauszimmer oder vielleicht in der Stille deines eigenen Zuhauses? Einsamkeit ist ein Gefühl, das so viele von uns kennen – unabhängig von Alter oder Wohnort. Und es hinterlässt Spuren: Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlafstörungen sind nur einige.
Wir wissen instinktiv, was schon am Anfang der Bibel steht: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei.“ (1. Mose 2,18)

Der Schmerz der Einsamkeit sitzt tief

Doch was tun? Gut gemeinte, aber oft zu oberflächliche, Ratschläge helfen selten weiter: „Geh mal wieder unter Leute, investiere aktiv in Kontakte zu anderen Menschen. Werde kreativ!“ oder „finde deinen Weg, tu, was dir gut tut und liebe dich selbst“
Der Schmerz der zu Einsamkeit führt sitzt meist tiefer. Vielleicht hören wir uns selbst sagen: „Ich fühlte mich einsam, weil sich niemand für mich interessiert. Ich bin wertlos, ungeliebt und unattraktiv. Mit mir kann und will keiner zu tun haben.“ Wenn wir das Gefühl der Einsamkeit überwinden wollen, geht das logischerweise nicht alleine. Wir brauchen ein Gegenüber, der die Leere in uns füllen kann. Jemand, bei dem wir voll und ganz ankommen können und bei dem wir Gemeinschaft, Zugehörigkeit, bedingungslose Annahme erleben können.

Ohne Gott fühlen wir uns einsam

Woher kommt dieses Denken, das zu Einsamkeit führt? Wir sind nicht nur einsam unter Menschen. Was uns fehlt, wenn wir einsam sind, ist Gott in unserem Leben. Auf den ersten Moment wirkt diese Aussage vielleicht etwas abstrakt. Wieso sollte ausgerechnet Gott hier helfen können.
Weil er uns von Anfang an so geschaffen hat, dass es uns nur in Beziehung zu ihm wirklich gut geht. Jedoch wollten bereits die ersten Menschen unabhängig von Gott leben. Sie handelten eigenmächtig. Die Folgen waren Scham und Einsamkeit.


Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach: Wo bist du? Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen!

Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach: Wo bist du? Und er antwortete: Ich hörte deine Stimme im Garten und fürchtete mich, denn ich bin nackt; darum habe ich mich verborgen!

1.Mose 3,9


Doch Gott überlässt den Menschen nicht sich selbst. Er macht sich schon zu Beginn der Menschheitsgeschichte auf … und er tut es bis heute, und ruft: „Adam, Mensch, wo bist du?“ „Wo bist du einsamer Mensch? Ich suche dich. Du brauchst die Gemeinschaft mit mir.“ Kannst du dir das vorstellen? Was wäre, wenn da ein Gott wäre, der sich nach dir sehnt wie ein Vater nach seinem einzigen Kind?

Mit Gottes Hilfe Einsamkeit überwinden

Woher kannst du wissen, dass du diesem Gott nicht egal bist? Nun, Gott beließ es nicht dabei, dass er den Menschen fragt: „Wo bist du?“ Er machte sich auf die Suche. Das wird bei keinem deutlicher als bei Jesus, der den Menschen nahe kam.

Denn der Sohn des Menschen ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.

Lukas 19,10


Er kam einem Kranken nah, der ihm sagte: „Ich habe keinen Menschen. Alle halten Abstand zu mir.“ Er kam dem Zolleinnehmer nah, der zwar reich und doch im Innersten einsam war. Immer und immer wieder signalisierte Jesus dieses Eine: „Du bist Gott, meinem Vater, wichtig. Du bist zwar einsam, aber ich komme dir nahe und will mit dir einen neuen Anfang wagen. Erlaube mir, dass ich dir nahe komme.“

Jesus wurde einsam um unsere Einsamkeit zu bekämpfen

Vielleicht denkst du ja: „Der hat gut reden. Jesus war doch nie einsam. Er hatte einen großen Freundeskreis und war stets von vielen Menschen umgeben.“ Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit. Es gab nicht wenige, die ihn beseitigen wollten, weil er ihnen unbequem wurde. Als ihm der Prozess gemacht wurde, ließen seine Freunde ihn im Stich, einer nach dem anderen. Allein und einsam ging Jesus den letzten Weg. Am Ende spürte er auch nichts mehr von Gottes Nähe und schrie in die Dunkelheit hinein: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wenn jemand Einsamkeit kennt, dann Jesus. Wenn Einsamkeit für Menschen der Horror ist, dann ist er durch diesen Horror gegangen.


„Doch er wurde um unserer Übertretungen willen durchbohrt, wegen unserer Missetaten zerschlagen; die Strafe lag auf ihm, damit wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt worden.“

Jesaja 53,5

Mit Jesus reden hilft gegen die Einsamkeit

Wenn du Einsamkeit erlebst, darfst du wissen: Jesus weiß es. Er sagt denen, die ihr Vertrauen auf ihn setzen: „Komm, bei mir musst du nicht mehr einsam sein. Ich gebe dir mein Versprechen: Ich werde an deiner Seite sein. Mehr noch: Ich habe diesen Fluch der Sünde getragen, der dich von Gott trennt und dich so einsam macht.“ Weil das so ist, gibt es nichts, das du mit Jesus nicht besprechen könntest. Vielleicht fühlt es sich zuerst so an, als wärst du dabei mutterseelenallein. Vielleicht rufst du sogar: „Mein Gott, warum nur hast auch du mich verlassen?“ Es scheint, als würdest du nur gegen die Zimmerdecke beten. Aber dann ganz allmählich dringt etwas anderes durch: eine stille, starke und tröstliche Gewissheit: „Ich bin nicht allein, Jesus hilft mir durch. Er lässt mich nicht im Stich.“ Das Reden mit Gott, das Gebet, kann ein erster Schritt einer Beziehung mit Gott sein. Öffne dich weiter für ihn und erfahre, dass es stimmt, was Jesus sagt: „Alle, die der Vater mir gibt, werden zu mir kommen, und wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausweisen.“ (Die Bibel, Johannes 6,37)

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