Graues Haar – eine prächtige Krone?

Es fällt ihr schwer, die Stufen zu ihrer Wohnung hinaufzusteigen. Es geht nicht mehr so schnell wie früher. Im Winter traut sie sich nicht gern auf die Straße. Letztes Jahr war sie sogar ausgerutscht und hatte sich den Arm gebrochen. Das Radio in der Küche läuft auf voller Lautstärke. Sie muss sich sonst so sehr anstrengen, um etwas zu verstehen. Es macht sie traurig, von so vielen ihrer Freunde zu hören, dass sie schwach sind. Und von Jahr zu Jahr kommen ihr mehr Namen aus den Todesanzeigen bekannt vor.

Das Alter bringt manche Veränderungen mit sich – nicht immer zum Positiven. Es stellt uns alle, die wir Tag für Tag älter werden, vor neue Herausforderungen. Ist der (oft ersehnte) Ruhestand erreicht, fallen viele in ein Loch: Der Wecker klingelt nicht mehr in aller Frühe und doch wacht man auf. Man kommt abends nicht mehr heim, sondern ist immer zu Hause. Plötzlich fehlt der geregelte Tagesablauf mit klaren Aufgaben und Zielen. Was ist nun der Antrieb, jeden Morgen aufzustehen? Was soll man mit der vielen freien Zeit anfangen?

Doch diese neue Situation muss nicht in eine Lebenskrise oder Depression führen. Im Gegenteil! Der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer ist dafür ein gutes Beispiel: Er trat sein Amt im Alter von 73 Jahren an und übte es 14 Jahre lang aus. Rentner haben die Möglichkeit, sich neue Aufgaben in ihrer Familie, Nachbarschaft und Gemeinde zu suchen. Sie können Zeit, eines der wertvollsten Dinge überhaupt, verschenken. Sie können anderen praktisch helfen und so manch weisen Rat weitergeben. Ohne die älteren Menschen würde unserer Gesellschaft viel fehlen! Der weise König Salomo hat es in den Sprüchen der Weisheitsliteratur auf den Punkt gebracht: Das graue Haar ist eine prächtige Krone, auf dem Weg der Gerechtigkeit findet man sie (Sprüche 16,31). Graues Haar zeigt Lebensjahre an, die auf Lebenserfahrung schließen lassen.

Auch Gott findet Senioren unglaublich wertvoll. Er macht seine Liebe nicht abhängig von dem, was ein Mensch leistet (oder geleistet hat!). Gott schaut auf das Herz: Hat man darin Frieden mit Ihm, unserem Schöpfer, geschlossen? Oder hat man Ihn all die Jahre nicht beachtet? Man kann dies Gott jederzeit sagen. Die Bibel spricht vom Bekennen der Schuld. Durch den stellvertretenden Opfertod Jesu am Kreuz kann Gott vergeben – auch Ihnen! Treffen Sie heute die wichtigste Entscheidung Ihres Lebens und setzen Sie Ihr Vertrauen auf Jesus. Dann werden Sie die Wahrheit der Worte aus dem Buch Jesaja erfahren:

Auch bis in euer Greisenalter bin ich derselbe, und bis zu eurem grauen Haar werde ich selbst euch tragen (Jesaja 46,4).

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