Weihnachten: Jesus ist geboren

Der Sinn von Weihnachten

Geschätzte Lesezeit: 3:15 Minuten

Lametta aufhängen, Kerzen anzünden, Geschenke auspacken, Kartoffelsalat mit Würstchen – für viele Menschen sind diese Dinge typisch für Weihnachten. Man spricht vom „Fest der Liebe“ oder vom „Lichterfest“, denn immer weniger Menschen wissen den eigentlichen Grund, warum wir Weihnachten feiern. Dabei geht es bei dem Fest um nichts Geringeres als um dies eine: Gott wird Mensch. Und dafür gibt es nur einen Grund: Es ist die Liebe, die ganz ungewöhnliche Wege geht.

Der dänische Philosoph Sören Kierkegaard hat in einer bewegenden Geschichte versucht, das deutlich zu machen:

Vom König zum Bauern

Ein König verliebte sich in ein Mädchen aus ärmlichen Verhältnissen, ohne adeligen Stammbaum und ohne Bildung. Es wohnte in einer armseligen Hütte und lebte als Bäuerin. Aber der König verliebte sich in diese Frau. Und er konnte nicht aufhören, sie zu lieben. Aber dann machte sich im Herzen des Königs eine Sorge breit: Wie konnte er dieser Frau seine Liebe offenbaren? Wie konnte er die Kluft zwischen ihnen überbrücken?

Seine Ratgeber sagten ihm natürlich, er solle ihr einfach befehlen, seine Frau zu werden. Denn er war ein Mann, der alle Macht dazu besaß. Er hätte ihr befehlen können, in seinen Palast zu kommen, aber Macht kann keine Liebe erzwingen. Er könnte sich ihren Gehorsam sichern, aber erzwungene Unterwerfung war nicht, was er wollte. Er sehnte sich nach Vertrautheit und Liebe. Alle Macht der Welt kann die Tür eines Herzens nicht aufschließen. Sie muss von innen geöffnet werden.

Der König konnte die Frau auch in den Adel erheben, sie mit Geschenken überschütten, sie sogar zur Königin krönen lassen. Wenn sie seinen Reichtum, seine Macht und Größe sähe, wäre sie wahrscheinlich überwältigt. Wie könnte er dann aber jemals wissen, ob sie ihn wirklich liebte, um seiner selbst willen oder nur um all dessen willen, was er hatte und ihr gab? Wäre sie in der Lage, genug Vertrauen aufzubringen, um das zu vergessen, was der König zu vergessen wünschte, nämlich dass er König war und sie ein armes Bauernmädchen?

Es gab nur eine Alternative, wie er sein Ziel erreichen konnte. Der König verließ seinen Thron, setzte seine Krone ab, legte sein Zepter weg und zog seinen Purpurmantel aus. Er wurde selbst zum Bauern. Er nahm nicht nur die äußere Gestalt eines Bauern an, sondern sein ganzes Leben, sein Wesen, seine Last. Auch wenn das ein großes Risiko war, dann würde sich ehrlich und klar zeigen, wie es um die Liebe des Mädchens bestellt sei.

Weihnachten – der heruntergekommene Gott

Genau dieses Risiko ist Gott eingegangen, als er in Jesus Christus Mensch wurde. Er erniedrigte sich selbst, um die Liebe der Menschen zu gewinnen. Er ist heruntergekommen, und machte sich noch viel kleiner, als der König in der Geschichte:

„Er (Jesus), der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus. Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen.“ (Die Bibel, Philipper 2,6-7)

Gott möchte deine Liebe

Daran denken wir an Weihnachten. Ähnlich wie in der obigen Geschichte ging Gott das Risiko ein, verkannt zu werden. Und so gab es nicht nur Menschen, die ihm folgten, sondern auch viele, die ihn bekämpften. So sehr, dass sie am Ende sagten: „Kreuzige ihn! Kreuzige ihn!“ Jesus starb dann tatsächlich am Kreuz. Doch dieser Tod war kein gewöhnlicher. Er, der seit seiner Geburt nichts Schlechtes getan oder gedacht hatte, starb an unserer Stelle. Am Kreuz zeigt Gott seine Liebe zu uns am deutlichsten.  Dort bezahlt er selbst für unsere Schuld. Er erleidet all das, was wir verdient hätten. Er stirbt an unserer Stelle. So macht er den Weg frei, damit wir Menschen wieder in Beziehung zu ihm, unserem Schöpfer, treten können. Wie reagierst du auf diese unglaubliche Liebe? Du kannst es dem auferstandenen Jesus in einem Gebet sagen.

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2 Kommentare zu “Der Sinn von Weihnachten

  1. Peter sagt:

    Endlich eine klare Erklärung was Weihnachten bedeutet.
    Ich wünschebmir, das das in den Kirchen Suchvorgang deutlich rünerkommt, anstatt des jährlichen Gesülze. Vielen Dank.

    • Erich K. sagt:

      Stimmt Peter! Aber wer versteht wirklich was hinter „Fröhliche Weihnachten“ gemeint ist. Dass Jesus HERR und GOTT ist? Dass Er der König der Könige ist? Dass Er das Universum nicht nur erschaffen, sondern auch regiert? Dass die Rückkehr des Königs bevorsteht? Leute lassen wir uns nicht täuschen! Dieses Weihnachten das die Welt feiert, hat nichts mit dem „JESUS der BIBEL“ zu tun, sondern ist nichts anderes, wie eine Weiterführung der römischen Saturnalien. Als Gegenfest hat die Kath. dieses Fest der Geburt Christi eingeführt und viele der heidnischen Bräuche einfach übernommen, aus Angst Anhänger ihrer Kirche zu verlieren. Die Braut Christi gedenkt nicht an die Geburt ihres Bräutigams, sondern an die Wiederkunft Seiner Majestät in Herrlichkeit. Nicht minderes als ein Fest der Anbetung mit begleitender Verkündigung Seiner Königsherrschaft, wäre jedes Jahr im Dezember dem Ewigen angemessen. Alles andere gleiche einem Hohn und Spott, wie damals die Israeliten an Stelle des einen wahren Gottes, sich vor ein goldenes Kalb als Götzen ihrer ungeduldigen Erwartung anbetend und spielend hingaben. Davor warnte uns der HERR selbst, als Er postulierte: Niemand kann zwei Herren gleichzeitig lieben…..hier scheidet „Weihnachten“ eindeutig aus, das Fest des Mammons. (sicher,..die Geburt Christi ist eine wichtige historische Tatsache um das Fleischwerden Gottes in Jesus zu dokumentieren, implizierte aber nie wirklich eine extra Betonung als Folge der Verkündigung des Evangeliums, deshalb scheint mir dieses jetzige Weihnachtsfest als unangebracht und überholt, weil wir demnächst Jesus als König wieder erwarten!)

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