Das Ziel vor Augen

16. Februar 2018

Das Siegertreppchen: Dort wollen die Olympiateilnehmer stehen. Diesem Ziel haben sie in den letzten Monaten alles untergeordnet. Das bringt ins Nachdenken: Gibt es auch in deinem Leben ein großes Ziel? Ein Lebensziel, das sich zu erreichen lohnt?

Mann Gewicht heben, Fitness als Blogbild für Das Ziel vor Augen

Geschätzte Lesezeit: 3:50 Minuten

Monatelanges Training, Verzicht auf Familie, Hobbys, Freizeit und Süßigkeiten und ein enormer Erwartungsdruck – das ist der Alltag der Olympiateilnehmer aus 91 Ländern. Sie kämpfen in diesen Tagen in Pyeongchang in winterlichen Disziplinen wie Biathlon, Eishockey, Eiskunstlauf und Skispringen um Gold. Oder zumindest um Silber oder Bronze. Das Siegertreppchen ist das Ziel. Schließlich haben sie alles gegeben, um bei den Olympischen Spielen starten zu dürfen. Diesem Wunsch haben sie alles untergeordnet – ganz bewusst.

Zielgerichtet leben

Darin sind die Sportler ein Vorbild. Sie leben zielgerichtet und lassen sich von Schwierigkeiten nicht entmutigen. Das bringt ins Nachdenken: Welches Ziel für mein Leben habe ich? Gibt es da etwas Übergeordnetes, das sich auf alle Bereiche des Lebens auswirkt? Dem ich alles unterordne? Wenn ja, müsste es ein Ziel sein, von dem ich sicher bin: Es lohnt sich! Einer, der lange Zeit in eine falsche Richtung gelaufen ist, und dann von Gott gestoppt wurde, war Paulus. Für ihn stand danach fest:

„Ich lasse das, was hinter mir liegt, bewusst zurück, konzentriere mich völlig auf das, was vor mir liegt, und laufe mit ganzer Kraft dem Ziel entgegen, um den Siegespreis zu bekommen – den Preis, der in der Teilhabe an der himmlischen Welt besteht, zu der uns Gott durch Jesus Christus berufen hat.“ (Die Bibel: Philipper 3,13-14)

Das ist es. Gott hatte ihn gerufen und ihm ein lohnendes Ziel vor Augen gestellt: ein Leben in der liebevollen Gegenwart Gottes. Damit meinte Paulus nicht, dass ihn diese Welt nichts mehr angehe. Im Gegenteil: Weil er wusste, wohin es geht, konnte er sein Leben richtig ausrichten. Er fragte nicht mehr nur nach Teilzielen oder was er materiell erreichen konnte. Ihm war viel wichtiger, was für immer und ewig Bestand haben würde.

Wir haben das Ziel verfehlt

Nicht auf der Strecke bleiben, sondern ankommen, das wär‘s. Doch immer wieder merken wir, dass wir festhängen, dass es Hindernisse gibt. Oft erreichen wir selbst Teilziele nicht. Das kommt nicht von ungefähr. Es gibt in der Bibel ein Wort, das in seiner Ursprungssprache, dem Griechischen, soviel bedeutet wie „Zielverfehlung“. Es ist das Wort „Sünde“. Wir denken dabei oft an eine moralische Verfehlung. Doch das sind die Symptome eines tieferliegendes Problems: Wir haben das Ziel verfehlt, Menschen zur Ehre Gottes zu sein (vgl. Römer 3,23). Im Vergleich zu anderen Menschen mögen wir vielleicht gut wegkommen. Aber im Vergleich zu Gott sind wir völlig gescheitert. Wir haben unser Lebensziel verfehlt.

Jesus hat das Ziel erreicht

Wie ist es, wenn du dir vorstellst, am Ende des Lebens feststellen zu müssen: Da wollte ich doch gar nicht hin! Ich habe zwar viele – oder wenigstens manche – meiner Ziele erreicht, aber habe darüber gar nicht in den Blick genommen, das so wichtig gewesen wäre: das Ziel Gottes mit mir.

Dieses Ziel kannst du gar nicht allein erreichen. Gott setzt alles ein, um sein Ziel mit dir zu erreichen. Er setzt seinen Sohn ein, Jesus Christus, der Mensch geworden ist. Nicht nur, damit er uns über das “Wohin” informiert und uns praktische Hinweise gibt, wie wir es erreichen können. Jesus Christus ging seinen Weg unbeirrt, und dieser Weg endete am Kreuz. Nach Stunden der Qual rief er aus: „Tetelestai“. In diesem Ausruf steckt das Wort „telos“. Die Griechen gebrauchten dieses Wort für „Ziel“. Jesus ruft also: „Das Ziel ist erreicht. Ich bin angekommen. Ich habe den Zweck erfüllt. Es ist vollendet. Es ist vollbracht.“ Es ist die Antwort auf unsere Sünde, auf unser „verfehltes Ziel“.

Ein Lebensziel über das Leben hinaus

So paradox es klingt: Als Jesus am Kreuz starb, hat Gott sein Ziel erreicht. Jesus starb am Kreuz, um das hinweg zu nehmen, was uns von Gott trennte, was diese Beziehung so zerstörte. Wenn Gott auf diesem Wege sein Ziel erreicht hat, die Beziehung zu uns wieder anzuknüpfen, sollten wir dann nicht darauf regieren? Noch einmal Paulus:

„Mit (Jesus) Christus ist das Ziel erreicht, um das es im Gesetz geht: Jeder, der an ihn glaubt, wird für gerecht erklärt.“ (Die Bibel, Römer 10,4)

Mancher zögert. Und nicht selten, weil es ihnen zu billig vorkommt, „einfach“ zu glauben, dass Jesus an seiner Stelle gestorben und auferstanden ist. Sie möchten etwas dazu beitragen, damit sie dieses Ziel erreichen. So verständlich das ist, es ist nicht nötig. Mehr noch, es ist einfach unmöglich. Jesus Christus hat die Forderungen Gottes erfüllt. Jesus Christus hat sein Leben gegeben, damit wir das Ziel, ein Leben zu Gottes Ehre, erreichen können. Es ist das einzige Lebensziel, das über den Tod hinaus lohnenswert ist. Ist es auch dein Ziel?

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