Warum lebe ich eigentlich?

28. Oktober 2016

Warum lebe ich eigentlich? Diese Frage kann uns jederzeit plötzlich begegnen. Mitten in der Nacht, wenn du nicht schlafen kannst. Auf dem Weg zur Arbeit, wenn du aus dem Fenster schaust. Nach einem Gespräch, das dich irgendwie leer zurückgelassen hat. Hast du eine Antwort auf die Frage? Lies hier, wie Christen sie beantworten.

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Geschätzte Lesezeit: 1:00 Minute – mit Video // „Warum lebe ich eigentlich und wo werde ich sein, 5 Minuten nach meinem Tod?“ An diesen Fragen blieb ich schon als Kind immer wieder hängen. Christian erzählt wie er durch eine Begnung mit Jesus Christus zum Frieden mit Gott gekommen ist.

„Vielleicht hast du diese Frage schon als Kind gestellt – und nie eine wirklich befriedigende Antwort bekommen. Vielleicht stellst du sie dir gerade jetzt. Vielleicht verdrängst du sie meistens – mit Arbeit, Serien, Scrollen, Beschäftigung. Aber sie kommt wieder. Immer wieder.

Du bist damit nicht allein. Diese Frage ist so alt wie die Menschheit selbst. Und sie ist wichtig. Denn wer keine Antwort auf das Warum hat, lebt oft nur noch das Wie – funktioniert, macht, schafft – aber ohne wirklich anzukommen.

Was Menschen normalerweise antworten

Wenn du heute Menschen auf der Straße fragst, warum sie leben, bekommst du viele verschiedene Antworten:

  • „Für meine Familie.“
  • „Für meine Ziele.“
  • „Um glücklich zu sein.“
  • „Keine Ahnung – ich lebe einfach.“

Das sind ehrliche Antworten. Und sie sind nicht falsch. Aber sie tragen oft nur bis zu einem bestimmten Punkt. Was passiert, wenn die Familie zerbricht? Wenn die Ziele erreicht sind und sich trotzdem Leere einstellt? Wenn das Glück nicht bleibt?

Philosophen haben über diese Frage ganze Bücher geschrieben. Albert Camus nannte das Leben „absurd“ – weil der Mensch nach Sinn sucht, das Universum aber schweigt. Sartre sagte, der Mensch sei zur Freiheit „verurteilt“ – er müsse seinen Sinn selbst erfinden. Das klingt mutig. Aber viele Menschen, die das versucht haben, wissen: Ein selbst erfundener Sinn hält nicht wirklich stand. Er bröckelt, wenn es schwer wird.

Die Frage, die Christians Leben veränderte

Christian kannte diese innere Unruhe gut. Schon als Kind stellte er sich immer wieder dieselbe Frage: „Warum lebe ich eigentlich – und wo werde ich sein, 5 Minuten nach meinem Tod?“

Obwohl er fromm erzogen wurde, hatte er keine wirklich befriedigende Antwort. Der Glaube war eher Gewohnheit als Überzeugung. Eher Tradition als lebendige Beziehung.

Dann las er eines Tages ein Buch. Eine einzige Frage darin haute ihn um: „Wo wirst du sein, wenn du tot bist?“

Wie ein Film lief sein Leben vor seinem inneren Auge ab. Und er war ehrlich zu sich selbst: Da war eine Menge Mist dabei. Dinge, auf die er nicht stolz war. Entscheidungen, die er bereute. Momente, in denen er wusste: So sollte das nicht sein.

Und dann hatte er das Gefühl – ein Gefühl, das er bis heute nicht vergessen hat –, dass Jesus Christus neben ihm steht und sagt: „Für deinen Mist bin ich gestorben. Weil ich dich liebe.“

Kein Vorwurf. Keine Verurteilung. Sondern: Liebe.

Christian verstand in diesem Moment etwas, das sein Leben auf den Kopf stellte: Jesus lebt. Und er will eine Beziehung mit ihm – mit Christian, genau so, wie er ist.

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Was Jesus selbst dazu sagt

Das ist kein frommer Spruch. Jesus selbst hat das so gesagt. In der Bibel steht:

„Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.“

Johannes 10,10

Leben in Fülle. Nicht ein mühsames Durchhalten. Nicht ein sinnloses Funktionieren. Sondern echtes, erfülltes Leben – mit Tiefe, mit Richtung, mit Hoffnung.

Aber da ist noch etwas anderes, das Jesus sagt. Etwas, das viele Menschen überrascht – weil es so direkt ist:

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“

Johannes 3,16

Gott liebt dich. Nicht eine ideale Version von dir. Nicht dich, wenn du dich zusammengerissen hast. Sondern dich – jetzt, mit allem, was du mit dir trägst.

Das ist der Kern des christlichen Glaubens. Und es ist gleichzeitig die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens: Du bist nicht zufällig hier. Du bist gewollt. Du bist geliebt. Und du bist eingeladen.

Aber was ist mit dem Tod?

Christians zweite Frage war nicht weniger drängend: „Wo werde ich sein, 5 Minuten nach meinem Tod?“

Das ist vielleicht die unbequemste Frage überhaupt. Wir leben in einer Gesellschaft, die den Tod so weit wie möglich aus dem Alltag verbannt. Wir sprechen nicht gerne darüber. Wir verdrängen ihn – bis er uns durch Krankheit, Verlust oder Unfall plötzlich einholt.

Aber die Frage bleibt. Und sie verdient eine ehrliche Antwort.

Die Bibel sagt dazu etwas Erstaunliches:

„Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt.“

Johannes 11,25

Das ist eine Aussage, die entweder alles verändert – oder gar nichts, je nachdem, ob man ihr glaubt. Jesus behauptet nicht nur, einen Weg zu zeigen. Er sagt: Ich bin der Weg. Er ist nicht eine Antwort unter vielen. Er ist die Antwort.

Und er hat diese Aussage nicht nur gemacht – er hat sie belegt. Die Auferstehung Jesu ist das zentrale Ereignis des christlichen Glaubens. Historiker, auch solche ohne christlichen Hintergrund, bestätigen, dass das leere Grab und die Erscheinungen des Auferstandenen zu den am besten bezeugten Ereignissen der Antike gehören.

Was sich ändert, wenn man eine Antwort findet

„Die Unruhe, die mich oft umgetrieben hatte, verschwand langsam.“ – Christian

Das bedeutet nicht, dass plötzlich alles einfach war. Das Leben blieb das Leben – mit Herausforderungen, Rückschlägen, schwierigen Momenten. Aber etwas Entscheidendes hatte sich verändert: Er war nicht mehr allein damit. Er hatte jemanden, dem er vertrauen konnte. Jemanden, mit dem er über alles sprechen konnte.

Das klingt vielleicht abstrakt. Aber es ist das, was Millionen von Menschen weltweit beschreiben, die diesen Schritt gegangen sind: Ein Friede, der sich nicht vollständig erklären lässt. Eine Gewissheit, die nicht von äußeren Umständen abhängt.

Die Bibel nennt das so:

„Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren.“

Philipper 4,7

Und was ist mit mir?

Vielleicht liest du das und denkst: Das klingt schön. Aber ich bin kein religiöser Typ. Ich glaube nicht einfach so.

Das ist vollkommen in Ordnung. Glaube ist kein Schalter, den man umlegt. Er ist ein Weg, den man beginnt.

Vielleicht fragst du dich auch: Gilt das wirklich für mich? Ich habe Dinge getan, die ich bereue. Bin ich überhaupt der Typ, den Gott meint?

Die Antwort steht oben: So sehr hat Gott die Welt geliebt. Die Welt – das bist auch du. Nicht eine bestimmte Kategorie von Menschen. Nicht nur die Frommen oder die Braven. Sondern du.

Es gibt einen Vers in der Bibel, der das noch einmal anders ausdrückt:

„Doch Gott beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren.“

Römer 5,8

Nicht: wenn du dich geändert hast. Nicht: wenn du es verdient hast. Sondern: jetzt. So wie du bist.

Was bedeutet das praktisch?

Wenn du merkst, dass dich diese Fragen nicht loslassen – dann ist das kein Zufall. Vielleicht ist es eine Einladung.

Du musst nicht sofort alles glauben. Du musst nicht in eine Kirche gehen, wenn das gerade zu viel ist. Aber du kannst einen ersten Schritt machen:

Rede mit Gott. Einfach so. In deinen eigenen Worten. Du könntest zum Beispiel sagen:

„Gott, ich weiß nicht genau, ob du da bist. Aber wenn doch – dann zeig es mir. Ich bin bereit, zuzuhören.“

Das ist kein magisches Gebet. Aber es ist ein ehrlicher Anfang. Und Gott begegnet ehrlichen Menschen.

Du kannst auch anfangen, die Bibel zu lesen – zum Beispiel das Johannesevangelium. Es ist das vielleicht zugänglichste Buch der Bibel und erzählt direkt, wer Jesus ist und was er sagt.

Die Frage bleibt nicht unbeantwortet

„Warum lebe ich eigentlich?“ ist keine Frage, die du für immer verdrängen kannst. Sie kehrt wieder. In stillen Momenten, in Krisen, an Wendepunkten des Lebens.

Aber sie muss dich nicht ängstigen. Sie kann dich führen.

Christian hat eine Antwort gefunden – nicht in einem religiösen System, nicht in einer Leistung, die er erbringen musste. Sondern in einer Begegnung. Mit einem lebendigen Jesus Christus, der ihn beim Namen kennt und liebt.

Diese Begegnung ist auch dir möglich. Heute. Genau so, wie du bist.

„Seht, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm halten und er mit mir.“

Offenbarung 3,20

Die Tür ist auf deiner Seite. Du kannst sie öffnen.

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