GOTT IST ANDERS ALS DU DENKST

21. Januar 2021

Wie stellst du dir Gott vor? Welches Gottesbild hast du? Lass dir von Jesus sagen, wie Gott ist.

Betonkonstruktion mit Mann der hochschaut als Blogbild für Gott ist anders als du denkst

Geschätzte Lesezeit: 4:10 Minuten

Wie oft kommt es vor, dass wir Kriegsrat mit uns selber führen? Uns mental auf ein bevorstehendes Gespräch vorbereiten und alle möglichen Szenarien in unserem Kopf durchspielen? Was könnte im ungünstigsten Fall passieren? Was könnte ich vorbringen, um das Gespräch in die gewünschte Richtung zu lenken?

Ich muss dabei an einen jungen Mann denken, von dem Jesus in einem seiner berühmten Beispielgeschichten erzählt. Dieser hatte sich vorzeitig vom Vater seinen Erbanteil auszahlen lassen. Das war bei seinem wohlhabenden Vater, der einen großen Gutshof mit vielen Arbeitern besaß, nicht gerade wenig. In seinem Übermut meinte er, damit würde ihm alle Welt offenstehen. So sah es anfänglich auch aus. Bis er buchstäblich bei den Schweinen landete. Nichts war mehr übriggeblieben.

Er beginnt, seine Lage zu analysieren. Er kommt zu einem ehrlichen Gespräch mit sich selbst und sagt sich: „Wie viele Tagelöhner hat mein Vater, und alle haben mehr als genug zu essen! Ich dagegen komme hier vor Hunger um.“ (Die Bibel, Lukas 15, 17) Jeder andere bei seinem Vater hatte es besser als er. Und er denkt sich: Das will ich auch. Würde der Vater ihm noch eine Chance einräumen?

ICH BIN ES NICHT MEHR WERT

Der entlaufene Sohn gelangt zu der Überzeugung, dass er nicht als Sohn zurückkehren kann. Sein Gespräch mit sich selbst entwickelt sich folgendermaßen: „Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden. Mach mich zu einem deiner Tagelöhner!“ (Die Bibel, Lukas 15, 18-19) Für ihn ist es völlig verständlich, dass der Vater böse auf ihn ist. So denkt er. Und: So denken wir doch zuletzt auch von Gott.

Vielleicht kennst du ähnliche Situationen. Wenn ich als Kind heimlich etwas ausgefressen hatte, dann war das Verhältnis zu meinen Eltern belastet. Das fühlte sich nicht gut an. Ich vermied ihre Nähe und den Blickkontakt. Die Beziehung zu meinen Eltern war nicht deshalb belastet, weil sie mich plötzlich nicht mehr ausstehen konnten oder mich nicht mehr liebhatten. Nein, ich selbst konnte mich nicht mehr leiden! Und das habe ich auf meine Eltern übertragen.

Mit unserem belasteten Gewissen meinen wir genau zu wissen, wie Gott wohl jetzt über uns denkt. Wie er reagieren wird, wenn wir ihm unter die Augen kommen. Nicht selten ziehen wir uns traurig und resigniert zurück: „Wird er überhaupt noch etwas mit mir zu tun haben wollen?“

EINE UNERWARTETE WENDUNG

Diese Frage stellte sich auch der junge Mann auf dem langen Rückweg zu seinem Vater. Doch als er seinem früheren Zuhause näher kommt passiert etwas Unerwartetes: „Der Vater sah ihn schon von weitem kommen; voller Mitleid lief er ihm entgegen, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. ‚Vater’, sagte der Sohn zu ihm, ‚ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt; ich bin es nicht mehr wert, dein Sohn genannt zu werden.’ Doch der Vater befahl seinen Dienern: ‚Schnell, holt das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt ihm einen Ring an den Finger und bringt ihm ein Paar Sandalen! Holt das Mastkalb und schlachtet es; wir wollen ein Fest feiern und fröhlich sein. Denn mein Sohn war tot, und nun lebt er wieder; er war verloren, und nun ist er wiedergefunden.’ Und sie begannen zu feiern.“ (Die Bibel, Lukas 15, 20-24)

Kannst du dir das vorstellen? Der Vater diskutiert keine Sekunde mit seinem Sohn über dessen Vorschlag. Er sieht nur, dass der Sohn, nach dem er täglich Ausschau gehalten hat, zurück ist. Dass am Ende dieser Begegnung ein opulentes Fest stehen würde, das hätte der Sohn nie für möglich gehalten. So unglaublich es auch ist: So ist Gott!

GOTT KOMMT DIR ENTGEGEN

Undenkbar und doch wahr: Gott verachtet uns nicht. Im Gegenteil: Er wartet auf uns. Irgendwann wird uns schmerzlich bewusst, was es bedeutet, Gott den Rücken zugewandt zu haben. Wenn wir je die Sehnsucht empfinden sollten, die Nähe Gottes zu suchen, dann werden wir entdecken, dass Gott sich schon immer nach uns gesehnt hat. In Jesus Christus kommt Gottes Sehnsucht nach uns Menschen am deutlichsten zum Ausdruck. Es ist vergleichbar mit dem Entgegeneilen des Vaters in unserer Geschichte. Gott schickt seinen Sohn Jesus in diese Welt, in der wir uns verloren haben. Er schickt ihn, um uns zu suchen. Jesus bringt das zum Ausdruck, indem er sagt: „Der Menschensohn ist gekommen, um zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Die Bibel: Lukas 19, 10)

GOTT WARTET AUF DICH

Das ist die gute Nachricht für dich. Du brauchst nicht in deinen eigenen Gedanken gefangen bleiben. Auch nicht in deiner Vorstellung darüber, wie Gott ist und wie er zu dir steht. Lass dir von Jesus sagen, wie Gott ist. Er weiß, dass Gott Liebe ist, die uns nicht verloren sehen will.

Solltest du dich dann nicht auf den Weg machen mit der Zuversicht, dass Gott auf dich wartet? Was hindert dich daran, dich heute auf den Weg zu machen und mit Gott ins Gespräch zu kommen? Wie wäre es, wenn dann deine Geschichte auch so ausgeht, wie bei jenem wiedergefundenen Sohn?

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