Fasten mit Auswirkungen

5. März 2020

Fasten heißt verzichten. In der Bibel gibt es richtiges und falsches Fasten. Gott ist deine innere Haltung wichtig - und dein äußeres Verhalten.

Zwei Keramik-Schüsseln als Blogbild für Fasten mit Auswirkungen

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Die Passionszeit ist für Christen traditionell auch eine Fastenzeit. Manch einer verzichtet in den Wochen vor Ostern auf Fleisch, Alkohol oder Schokolade. Fasten bedeutet Verzicht – ja! Aber wie befreiend kann Verzicht sein. Jemand hat Fasten einmal als ein „Training der Freiheit“ bezeichnet. Eine treffende Beschreibung. Fasten eröffnet uns einen Raum zu intensivem Erleben des Lebens, auch des Erlebens mit Gott. Richtiges Fasten führt zu weniger Ballast und mehr Zeit, zu innerer Freiheit und heiterer Gelassenheit. In der Bibel gehören fasten und beten zusammen (vgl. Apostelgeschichte 14,23). Der bewusste Verzicht ist ein äußeres Zeichen meines intensiven Gebets und stärkt meine Gottesbeziehung.

Es gibt sinnloses Fasten

Natürlich: Unserem Gott kommt es nicht auf ein äußeres, korrekt eingehaltenes Fasten an. Es geht ihm dabei um unsere innere Haltung. Genau das ist es, was der Prophet Jesaja im Auftrag Gottes dem Volk Israel mitteilen muss. In Jesaja 58 prangert Gott das Fasten an, das zu einer isolierten frommen Praxis verkommen war und nichts mehr mit ihrem Leben zu tun hatte. Ja, sie beteten und fasteten. „Sie suchen mich täglich und begehren, meine Wege zu wissen, […] sie begehren, dass Gott sich nahe“, sagt Gott in Jesaja 58,2. Doch warum? Ihre Logik war: „Gott, wir tun, was du erwartest. Jetzt tu auch du, was wir von dir erwarten.“ Doch auf solchen Handel ließ Gott sich nicht ein. Er schaute tiefer in ihr Herz und in ihr praktisches Leben hinein. Und was sah er? Ein gespaltenes Leben, ein schizophrenes Verhalten: „Siehe, an dem Tag, da ihr fastet, geht ihr doch euren Geschäften nach und bedrückt alle eure Arbeiter. Siehe, wenn ihr fastet, hadert und zankt ihr und schlagt mit gottloser Faust drein“ (58,3-4). Das sind zwei Welten. Eines ist doch völlig klar: Gebetserhörung kann man dann nicht erwarten.

Fasten, über das sich Gott freut

Beten und fasten können wir nicht von dem trennen, was sonst in uns vorgeht. Deshalb mahnt die Bibel immer wieder, das Unrecht zu beseitigen, die Versöhnung zu suchen und den Nächsten zu lieben. In Jesaja 58,6-7 sagt der Herr: „Das aber ist ein Fasten, an dem ich Gefallen habe: Lass los, die du mit Unrecht gebunden hast, lass ledig, auf die du das Joch gelegt hast! Gib frei, die du bedrückst, reiß jedes Joch weg! Brich dem Hungrigen dein Brot, und die im Elend ohne Obdach sind, führe ins Haus! Wenn du einen nackt siehst, so kleide ihn, und entzieh dich nicht deinem Fleisch und Blut!“  Dieses Fasten ist eine Hilfe für andere. Da ziehen sie an unseren Augen vorüber, jene, die wir leicht als die „sozial Schwachen“ bezeichnen. Hier muss sich zeigen, ob wir fasten. Wir müssen uns für die Menschen einsetzen, die Unrecht leiden. Das kann unbequem sein, aber um Bequemlichkeit geht es ja nicht, sondern dass wir tun, was Gott will – oder?

Grundlage: Frieden mit Gott

Sozialer Einsatz kann nicht den Glauben ersetzen. Er kann erst recht nicht ersetzen, was Jesus Christus nur durch seinen Tod am Kreuz für uns erworben hat: Frieden mit Gott. Doch wenn du für dich im Glauben die Erlösung in Jesus Christus angenommen hast, dann soll beten und fasten nicht eine isolierte fromme Übung sein. Dann soll unser Leben von einer Liebe und Zuwendung zu den Menschen geprägt sein, wie wir sie selbst durch Jesus Christus erlebt haben.

Fasten mit Auswirkungen

Wer so fastet, der kommt nicht zu kurz. In Jesaja 58 werden viele Verheißungen Gottes zugesprochen. Nimm deine Bibel zur Hand und du wirst staunen: „Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte, und deine Heilung wird schnell voranschreiten […] Dann wirst du rufen, und der Herr wird dir antworten. Und der Herr wird dich immerdar führen und dich sättigen in der Dürre und dein Gebein stärken. Und du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt …“ (Jesaja 58,8-9.11-12).

Viele Christen fasten in der Passionszeit um sich auf das wichtigste Fest im Kirchenjahr vorzubereiten: Ostern, das Fest der Auferstehung von Jesus Christus. Du fragst dich, wie man überhaupt daran glauben kann, dass Jesus tot war und auferstanden ist? Der Journalist Jonathan Baer ist sich sicher, dass es zahlreiche historische Indizien dafür gibt, dass die Auferstehung wirklich passiert ist. Diese Erkenntnis prägt seit dem sein Leben und gibt ihm Frieden und Hoffnung. Mehr dazu erfährst du auf darumostern.de.


Indizien für die Auferstehung

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