Hinter den Kulissen: Die Entstehung des Seniorenmagazins LebenPlus

30. Januar 2026

Am Anfang stand das Ziel, ein neues evangelistisches Medienangebot für Senioren schaffen. Wie dieses Vorhaben Schritt für Schritt Realität wurde, welche Hürden zu nehmen waren, wie Gott gesegnet hat und wie die Arbeit am Magazin heute weitergeht, verrät die LebenPlus Redakteurin Stefanie Helzel

Im November 2021 war mein erster Arbeitstag beim Missionswerk Werner Heukelbach (jetzt Stiftung Heukelbach). „Du wirst Teil des Seniorenteams sein“, hieß es. Ein Team, dass es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht gab. Aber eine Vision: Statt wie bisher nur einen Redakteur für jede Sparte zu haben, soll für jede Zielgruppe ein eigenes multiprofessionelles Team entstehen. Die Teams bekommen die Aufgabe, quasi von Null auf neu zu denken. Welche evangelistisch-medialen Angebote können wir für die jeweilige Zielgruppe anbieten? Nahezu eigenständige Untermarken sollten entstehen.

Bisher stand das Missionswerk Heukelbache vor allem für Kalender und kleinere Schriften, wie Traktate und Broschüren. Diese wurden vom jeweiligen Zielgruppenredakteur entworfen, geschrieben und verantwortet. Von diesen Produkten wollte man sich zwar nicht lossagen – unsere Kalender werden zum Beispiel auch heute noch Jahr für Jahr neu mit Inhalt gefüllt, frisch gestaltet und kostenfrei zum Bestellen angeboten.

Doch wollte die Leitung des Werks neue Wege gehen, um zum einen neuen Medien gerecht zu werden. Zum anderen – und das war viel entscheidender – um auch weiterhin alltags- und ewigkeitsrelevante Angebote zu machen. Menschen sollen in ihrem Herzen angesprochen werden, sodass sie eine lebensverändernde Beziehung zu Jesus Christus beginnen, so die Vision.

Menschen beginnen eine lebensverändernde Beziehung mit Jesus Christus.

Unsere Vision

Kickoff – der Startschuss ist gefallen

Also startete das neu gegründete Seniorenteam, bestehend aus einem pensionierten Pastor, einem Evangelisten aus der Schweiz, einer Texterin, einer Grafikerin in Ausbildung und mir in ein Abenteuer, von dem nur Gott schon wusste, wohin es führen würde.

Ein Abenteuer war es schon allein deshalb, weil vieles neu für uns als Team war. Nicht nur, dass wir uns untereinander noch praktisch gar nicht kannten. Ich selbst hatte ja gerade erst bei Heukelbach angefangen. Neu war auch, das sogenannte agile Arbeiten. Anders als beim klassischen Projektmanagement, bei dem das Endprodukt schon klar definiert ist und linear darauf hingearbeitet wird, verläuft das agile Arbeiten zirkulär in sogenannten Sprints.

Dabei dauert ein Sprint nur wenige Wochen. Zu Beginn eines Sprints werden Ziele festgelegt, die in diesem Zeitraum erreicht werden sollen. Die Schritte, die nötig sind, um dieses Ziel zu erreichen. Aufgaben werden verteilt und Meetings geplant. Dann wird abgearbeitet, was wir uns sich vorgenommen haben. Die Arbeitsergebnisse werden in einer sogenannten „Review“ der Leitung und ausgewählten Kollegen aus anderen Bereichen vorgestellt, um eine Rückmeldung zu erhalten. Auf deren Grundlage wird schließlich im darauffolgenden Sprint auf die beschriebene Weise weitergearbeitet.

Phase 1: Recherche zur Lebenswelt der Zielgruppe

Während wir also durchaus intensiv damit beschäftigt waren, uns als Team zu finden und uns mit der noch ungewohnten Arbeitsweise vertraut zu machen, starteten wir gleichzeitig in eine sehr grundlegende Recherchephase. Natürlich hatten wir alle bereits eine gewisse Vorstellung vom Alter – zwei von uns gehörten dieser Generation ja durchaus schon selbst an. Doch war es uns wichtig, die Zielgruppe nicht nur subjektiv in den Blick zu nehmen. Wir haben uns also beispielsweise gefragt:

• Welche Orte suchen Senioren immer wieder auf?
• Welche Themen bestimmen ihren Alltag?
• Welche Rolle spielen bisherige Erfahrungen für Senioren?
• Welchen Chancen und Herausforderungen begegnen Sie?
• Welche Sehnsüchte und Bedürfnisse, welche Nöte haben Senioren?
• Welche Freizeitangebote, Dienstleitungen und Medien nutzen sie gerne?
• Welche natürlichen Anknüpfungspunkte für das Evangelium gibt es?
• Wie müssen sich Christen ihnen gegenüber verhalten und wie muss das Evangelium transportiert werden, damit es wirklich einladend wirkt?

Diese Fragen haben wir nicht nur uns selbst gestellt. Wir haben mit Menschen gesprochen, die bereits selbst über 60 sind, genauso mit Personen, die beruflich oft mit Senioren zu tun haben. Allein dieser Schritt hat bereits ein paar Wochen in Anspruch genommen und er mündete in einen nächsten ganz wesentlichen: Das Erstellen sogenannter Personas.

Ki generiert

Auf der Grundlage unserer Recherche haben wir dabei 3 – 4 fiktive Personen entwickelt, die dieser Zielgruppe angehören könnten. Jede für sich repräsentiert eine ganz konkrete Lebenssituation, während alle Personas gemeinsam eine möglichst gute Schnittmenge dieser Lebensphase darstellen. Darunter also Mann Anfang 60, der gerade erst in den Ruhestand eingetreten ist und sich nun fragt, was er mit der neugewonnenen Zeit anfängt. Eine Person, deren Kräfte langsam nachlassen und die mit so manchem Verlust klarkommen muss. Bis hin zu „Helmut“, wie wir ihn liebevoll getauft hatten, der im Heim rund um die Uhr auf Pflege angewiesen ist.

Auf den Personas aufbauend ist dann im nächsten Schritt die sogenannte Produktvision entstanden, eine Art Leitsatz, der unser Vorhaben klar und motivierend in Worte fasst. Eine Art Motto, auf dem alles weitere fußen sollte und der auch als Kontrollebene dienen sollte, um im weiteren Erarbeiten das Ziel nicht aus dem Blick zu verlieren.

© Heukelbach

Phase 2: Wozu das Ganze?

Diese sehr grundlegende Arbeit der ersten Wochen diente dem klaren Ziel, ein neues mediales Angebot für Senioren aus unserem Haus entstehen zu lassen. Deshalb galt es nun, weitere wesentliche Fragen zu klären:

Welche Art von Produkt wäre für Senioren ansprechend? Wie kann dadurch das Evangelium transportiert werden? Welche Ressourcen haben wir? Was ist daher umsetzbar und was nicht?

Bei all dem war uns der ständige Kontakt zu unserem himmlischen Auftraggeber entscheidend wichtig. Wir starteten unsere Zusammenkünfte nicht nur konsequent mit Gebet. Auch im Verlauf haben wir uns immer wieder bewusst Zeit genommen, um Gott um Weisheit uns Führung zu bitten.

Phase 3: Die Grundidee stand fest

Nach wochenlanger intensiver Arbeit lag das Ergebnis unserer Überlegungen schließlich auf der Hand: Gott hatte wirklich Gnade geschenkt und uns Schritt für Schritt dahin geführt, ein evangelistisches Magazin für Senioren zu entwickeln. Vielfältig, lebensnah, modern, hochwertig und einladend sollte es werden. Ein Magazin, das man zum Beispiel im Wartezimmer gerne in die Hand nimmt oder dass man gerne an Freunde, Verwandte und Nachbarn verschenkt.

Wenn ich heute auf diese Zeit zurückschaue, merke ich: Das war ein ambitioniertes Ziel. Denn keiner im Team hatte damals Erfahrung in der redaktionellen Arbeit eines Magazins. Ein Magazin von der Peake auf entwickelt, hatte erst recht noch keiner von uns. Doch ich kann mich nicht erinnern, dass wir uns mit diesem „kleinen“ Detail lange aufgehalten hätten. Vielmehr staunten wir darüber, wie Gott die einzelnen Puzzleteile unserer Recherche zu einem großen Bild zusammengeführt hatte. Die Frage, die uns wochenlang so intensiv beschäftigt hatte, war nun klar beantwortet: Was für ein Produkt wird Heukelbach in den nächsten Jahren für Senioren anbieten? Ein Seniorenmagazin. Und nun war es an uns, dieses kühne Vorhaben in die Tat umzusetzen – mit Gottes Hilfe!

Phase 4: Das Konzept und die erste Ausgabe entstehen parallel

Wann immer eine wesentliche Frage endlich beantwortet war, brachte sie schlagartig unzählige neue mit sich. Ein Magazin soll es werden. Aber…

  • … wie nennen wir das Magazin?
  • … wie viele Seiten soll es haben? Welches Format und welches Papier? Wie lässt sich das Magazin später möglichst kostengünstig an Besteller verschicken?
  • … wie strukturieren wir es? Gibt es ein Leitthema? Einen Leitartikel? Wird es Rubriken geben?
  • … wie sprechen wir den Leser an? Wie schaffen wir eine gute Mischung aus unterhaltsamen Beiträgen und tiefergehenden Artikeln? Wie gelingt es uns, das Evangelium ansprechend, einladend und zugleich klar zu vermitteln?
  • … wie soll das Design des Magazins aussehen? Was spricht Senioren an? Wie können die unterschiedlichen Geschmäcker der erstellten Personas auch hier wieder Anwendung finden?
  • … welche Arbeitsweise in der Redaktionsplanung ist die beste? Wer übernimmt welche Aufgabe? Wie planen und füllen wir das Magazin mit Inhalt?

Als wären diese Fragen alleine nicht schon herausfordernd genug gewesen – insbesondere für ein Team, dass diese Aufgaben zum ersten Mal bewältigt – haben wir uns zeitgleich weitere Dinge vorgenommen.

Zum einen sollte parallel zur grundsätzlichen Konzeption des Magazins, bereits die erste Ausgabe entstehen. So würden wir effektiv arbeiten und direkt etwas entwickeln, dass bestellt und missionarisch genutzt werden kann. Gleichzeitig könnten wir auf diese Weise das erstellte Konzept unter realen Bedingungen testen.

Und dann war da noch das Marketing. Das Magazin sollte schließlich bekannt werden, sodass es bestellt und weitergegeben werden kann. Also brauchten wir eine Internetseite. Dann könnten wir das Magazin dort auch direkt als digitale Ausgabe zur Verfügung stellen, so die Überlegung. Gepaart mit einem neuen Blog mit weiterführenden Inhalten, ein rundes Konzept – und eine Mammutaufgabe für uns als Team.

Der Rückblick auf die Entstehung von LebenPlus macht dankbar

Während ich die einzelnen Schritte dieser Phase Revue passieren lasse, stelle ich fest: Unser Herr hat in vielerlei Hinsicht Gnade geschenkt. Während wir die erste Ausgabe parallel zum Konzept entstehen ließen, hätte viel schief gehen können. Was, wenn das Konzept zwar für die erste Ausgabe funktioniert hätte, aber nicht für alle weiteren? Wir fühlten uns oft wie Petrus, der gerade dabei war mit Jesus auf dem Wasser zu laufen. Jesus war es, der letztlich gelingen geschenkt hat und auch heute dafür sorgt, dass LebenPlus tatsächlich Menschenherzen anspricht.

© Heukelbach

Inzwischen arbeiten wir schon an der 8. Ausgabe. Die Arbeitsabläufe sind eingespielt und die Rückmeldungen, die wir zu LebenPlus bekommen, sind überwältigend. Seniorennachmittage werden mithilfe von LebenPlus vorbereitet. Im Besuchsdienst im Krankenhaus kommt es zum Einsatz. Viele Christen geben es im Alltag an Nachbarn, Freunde und Bekannte weiter und berichten, dass LebenPlus gerne angenommen und gelesen wird.

LebenPlus

Das evangelistische Seniorenmagazin,

das Hoffnung schenkt und Türen für Gespräche öffnet. Jetzt kostenfrei bestellen und weitergeben.

LebenPlus bestellen

Dieser Rückblick macht mich dankbar, wie Gott Segen geschenkt hat. Er erinnert daran, dass es weiterhin sein Projekt ist. Ich darf mitarbeiten, aber es liegt an ihm, dass unsere Arbeit gelingt und Früchte trägt. Das ist unser Ziel, unser Wunsch und unser Gebet, dass Gott durch LebenPlus Menschen ab 60 im Herzen berührt und erkennen lässt, wer er für sie sein möchte und ist.

Du bist dran

Teilst du dieses Anliegen, Senioren das Evangelium von Jesus Christus nahezubringen? Dann lass dich einladen, dies mithilfe von LebenPlus zu tun. Es gibt viele Möglichkeiten, wie du das Magazin einsetzen kannst. Wir unterscheiden hier vor allem zwei Wege.

In erster Linie ist LebenPlus für die persönliche Weitergabe gedacht. Wirf es also nicht einfach anonym in Briefkästen, sondern nutze LebenPlus gezielt im persönlichen Kontakt zu Senioren. Dies ist ein Grund, warum jede Ausgabe von LebenPlus einen thematischen Schwerpunkt hat. Kennst du jemanden, der gerade erst in den Ruhestand eingetreten ist und sich nun mit der neuen Situation auseinandersetzen muss? Hier bietet die erste Ausgabe von LebenPlus Veränderung die besten Anknüpfungspunkte. Ist es dran, über die häusliche Situation nachzudenken und sich gegebenenfalls zu verkleinern, passt die Ausgabe Heimat sehr gut. Durchlebt ein Senior schwere Zeiten z.B. durch Krankheit oder Verluste, bietet sich die Ausgabe „Hoffnung“ zur Weitergabe an.

LebenPlus soll dabei keinesfalls die Begegnung mit der beschenkten Person abschließen. Du kannst es vielmehr nutzen, um über die Inhalte ins Gespräch zu kommen. Vielleicht kannst Du sogar ein Stück daraus vorlesen, falls der Person, die du vor Augen hast, das Lesen schon schwerfällt. Schenke Zeit, so kannst du auch Einsamkeit lindern. Investiere in Beziehung, mit dem ehrlichen Ziel deinem Nächsten zu dienen und ihn so die Liebe Jesu spüren zu lassen, die du bereits täglich als Christ erlebst.

LebenPlus eignet sich aber auch zur Auslage in Geschäften und anderen Einrichtungen des täglichen Lebens, die von Senioren häufig aufgesucht werden. Dazu zählen zum Beispiel Praxen, Friseursalons oder auch Cafés. Um LebenPlus dort ansprechend zu präsentieren, haben wir das Starterset für Auslagestellen entwickelt.

Das Starterset für Auslagestellen

Es enthält einen Aufsteller, der bis zu 7 Magazine fasst und platzsparend im Wartezimmer und auf einer Ladentheke aufgestellt werden kann.

Kostenfrei bestellen

Wichtig: Lege es nur an Orten aus, bei denen die Betreiber ihre Zustimmung erteilt haben, sofern du es nicht selbst bist. Sorge außerdem regelmäßig für Nachschub, damit der Aufsteller nicht verwaist.

Mit dir zusammen wollen wir, Senioren die Hoffnung vermitteln, die Du und ich in der Beziehung zu Jesus Christus haben. Gott segne dich in deiner Alltagsmission.

Titelbild: KI generiert

Stefanie Helzel

Koordinatorin Seniorenmedien und Online Redaktion

Erzieherin, Theologin und zweifache Mutter

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