Es gibt den Personal Jesus wirklich

Personal Jesus – oder Jesus (ganz) persönlich?

Geschätzte Lesezeit: 3:00 Minuten

Depeche Mode ist auf Welttournee. Die Band hat sich noch immer nicht zur Ruhe gesetzt – sie tourt weiter, füllt Stadien und begeistert mit ihrer Musik unzählige Fans. Die Texte sind dabei nachdenklich, die Musik hat etwas Psychedelisches. Eines ihrer bedeutendsten Lieder veröffentlichte Depeche Mode 1989. Es heißt Personal Jesus:

Your own personal Jesus
Someone to hear your prayers
Someone who cares.
Your own personal Jesus
Someone to hear your prayers
Someone who is there.

(Dein eigener, persönlicher Jesus
Jemand, der deine Gebete hört
Jemand, der Anteil nimmt
Dein eigener, persönlicher Jesus
Jemand, der deine Gebete hört
Jemand, der da ist.)

Es ist einer der wenigen Songs, zu denen sich Martin Gore selbst äußerte, der es sonst für gewöhnlich ablehnte, seine Texte öffentlich zu kommentieren. In dem Song gehe es darum, dass jeder Mensch einen persönlichen Jesus braucht, eine Person, die ihm Hoffnung und Sicherheit gibt, sagte der Songwriter.

Sehnsucht nach Vertrauen

Diese Sehnsucht des Menschen nach einem tragfähigen Gegenüber kann man fast überall beobachten. Menschen, die einsam sind, werden krank oder setzen ihrem Leben ein Ende. Wo Beziehungen zerbrechen, zerbrechen auch Menschen. Vertrauen und Vertrautes sind ein Grundbedürfnis jedes Menschen.

Das kommt nicht von ungefähr: Am Anfang der Weltgeschichte hatte Gott gesagt: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei“ (Die Bibel, 1. Mose 2,18). So hatte Gott nach dem Mann Adam auch die Frau Eva erschaffen. Nicht verwunderlich also, dass Martin Gore zu der Beobachtung kommt, viele Menschen versuchten die Sehnsucht nach einem Personal Jesus in der Beziehung zu einem Partner zu stillen.

Doch welcher Mensch kann dieser Personal Jesus sein? Muss er dazu nicht perfekt sein? Immer ansprechbar, stets gewillt, selbst das kleinste Problem ernst zu nehmen und eine gute Lösung zu finden? Wer kommt dann noch in Frage als Personal Jesus?

Menschen kommen und gehen. Sie verlassen unser Leben, wie sie es betreten haben. Manche Beziehungen schlafen einfach ein, werden durch andere ersetzt oder auch einfach beendet. Manche Beziehungen beendet der Tod.

Jesus persönlich finden

Vielleicht kennst du diese Erfahrung: Du bist mit einem Menschen zusammen, mit dem du über alles reden kannst, der sogar dein Schweigen versteht. Und irgendwann stirbt dieser Mensch, und keiner ist mehr da, mit dem du diese schmerzhafteste aller Erfahrungen verarbeiten kannst. Dann ist dein Personal Jesus gestorben. Und das traurige ist: Da es nicht der echte Jesus war, ist sein Tod endgültig. Er kommt nicht zurück.

Ja, es stimmt, was Depeche Mode da behauptet: Jeder braucht seinen eigenen persönlichen Jesus. Und gleichzeitig ist es wahr, dass Jesus Christus selbst persönlich wird, und zwar für jeden Menschen.

Das klingt zunächst vielleicht fremd, weil über Jesus viel behauptet wird und kaum einer so richtig zu wissen scheint, wer das eigentlich war. Er hat gute Dinge getan, das räumt fast jeder ein – aber was hat das mit mir, mit meinem Leben zu tun? Und vor allem mit meinen Sorgen und mit den Dingen, die mir Angst machen? Eine ganze Menge! Finde es heraus und lerne Jesus Christus persönlich kennen. Gott verspricht:

„Sucht ihr mich, so werdet ihr mich finden, ja, fragt ihr mit eurem ganzen Herzen nach mir, so werde ich mich von euch finden lassen.“ (Die Bibel, Jeremia 29,13–14)

Dieses Suchen kann ganz unterschiedlich aussehen. Vielleicht sagst du Jesus „Ich will dich ganz persönlich kennenlernen. Bitte zeig mir, dass du real bist.“ Oder du beginnst, in der Bibel zu lesen. So erfährst du, wie Jesus ist. Wie er Gebete erhört. Wie er Anteil nimmt. Wie er da ist. Ganz persönlich – für dich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.