5 Beispiele, wie Gott Fußball und andere Hobbys gebrauchen kann

Dein Hobby ist Trumpf, weil Gott dich dadurch da gebrauchen kann, wo du bist. David Marzluf von Pro11 erzählt von seinen Erfahrungen und teilt fünf inspirierende Erlebnisse, wie andere Sportler ihr Hobby nutzen, um ihren Glauben zu teilen. Egal ob Fußball, Handball oder ein anderes Hobby – Gott kennt deine Interessen und Begabungen und möchte sie gebrauchen.

Authentisch Gottes Liebe teilen – aber wie?

Sommer 2016. Hilflos laufe ich über einen Sportpark in Stafford, England. Mein Jugendpastor hatte mir den Auftrag gegeben, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und Gottes Liebe weiterzugeben. Doch wo sollte ich anfangen? Englisch war nicht meine Muttersprache, Gespräche mit Fremden fielen mir schwer – und dann auch noch über Jesus reden?

Nach ein paar erzwungenen Unterhaltungen gab ich auf. „Sorry, aber ich kann das einfach nicht.” Stattdessen ging ich zu einem Fußballkäfig und machte das, was ich liebe: Fußball spielen.

Gott gebraucht dein Hobby

Vielleicht geht es dir ähnlich. Du liebst Jesus, aber es fällt dir schwer, im Alltag über ihn zu sprechen. Damit bist du nicht allein. Gott hat uns unterschiedlich geschaffen und mit unterschiedlichen Gaben ausgestattet. Nicht jedem fällt es leicht, auf Menschen zuzugehen oder Gespräche zu beginnen.

Trotzdem bin ich überzeugt: Gottes Liebe verbreitet sich nicht nur durch klassische Evangelisation, sondern oft ganz natürlich – mitten im Alltag und, wie in meinem Fall, auch durch Fußball. Bei dir kann das aber auch ein anderes Hobby sein. Egal ob Fußball, Handball oder ein ganz anderes Hobby: Er weiß um deine Interessen und Begabungen und möchte sie gebrauchen. Nicht trotz deines Hobbys, sondern durch dein Hobby. Die Frage ist also nicht, wie du dabei Gottes Liebe sichtbar machen kannst. Wie kann Gott dein Hobby gebrauchen?

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Erfahre, wie du Menschen in ihrer Lebenswelt verstehst und sie einen Schritt näher zu Jesus führst: authentisch, leidenschaftlich, ohne komisch zu wirken.

Beim Fußball erlebe ich immer wieder, wie er Menschen verbindet, wie kaum ein anderes Freizeitvergnügen. Egal ob auf dem Bolzplatz, im Verein oder beim Public Viewing – überall entstehen Begegnungen und Gespräche. Genau dort kann Gott wirken.

Genauso ging es nämlich damals auch in England weiter. Kurze Zeit später kamen ein Vater und seine beiden Söhne dazu und fragten, ob ich mitspielen wolle. Gesagt, getan. Die Zeit verging wie im Flug. Als wir schließlich eine Pause machten, kamen wir ins Gespräch. Zuerst über unsere Herkunft, unsere Berufe und den Fußball. Später auch über den Glauben.

Stunden später ging ich nach Hause und dachte: „Krass – Gottes Liebe weiterzugeben kann so einfach sein.”

1. Gott gebraucht dein Hobby, weil du dabei deine Gaben für ihn einsetzt

Unser ehrenamtlicher Mitarbeiter Marco aus Erlangen hat erlebt, wie Gott eine einfache Leidenschaft gebrauchen kann.

Als ihm auffiel, dass der Bolzplatz seiner Kindheit immer leerer wurde, begann er zu beten und aktiv zu werden. Mit einigen Helfern organisiert er heute einen wöchentlichen Fußballtreff für Kinder aus seiner Nachbarschaft.

Was mit Gebet, ein paar Plakaten und einem Rucksack voller Bälle begann, ist inzwischen zu einem regelmäßigen Treffpunkt für rund 20 Kinder geworden. Beziehungen wachsen, Vertrauen entsteht und die Kinder erleben Annahme, Gemeinschaft und Ermutigung.

Gottes Liebe wird dort nicht zuerst gepredigt – sie wird erlebt.

Konkret: Erstelle eine Liste mit Gaben, die Gott dir geschenkt hat. Überlege, wie du diese nutzen kannst, um Menschen Gottes Liebe zu teilen.

Ein Beispiel: Du liebst es, Dinge zu organisieren und Menschen zusammenzubringen? Dann veranstalte während der WM ein Public-Viewing-Event bei dir zu Hause oder in deiner Gemeinde und lade Leute dazu ein. Noch mehr Ideen findest du in unserem Blogartikel von Alex Zöller von SRS.

2. Gott gebraucht dein Hobby, weil du dabei Gleichgesinnte im Fokus hast

Unser Mitarbeiter Tobi aus Würzburg beschreibt es so:

„Wenn ich zum Bolzplatz gehe, sehe ich nicht zuerst Tore oder einen Ball. Ich sehe Menschen, die von Gott geliebt sind.”

Deshalb nimmt er sich Zeit für Gespräche, lernt Namen und hört zu. Oft unterschätzen wir, welche Wirkung ehrliches Interesse und echte Wertschätzung haben.

Gottes Liebe wird sichtbar, wenn Menschen merken: Hier interessiert sich jemand wirklich für mich.

Konkret: Gehe zu einem Bolzplatz und frage zunächst einfach, ob du mitspielen darfst. Versuche, regelmäßig zur selben Zeit und am selben Ort hinzugehen, und nimm vielleicht Freunde mit. Merke dir die Namen der anderen und höre aufmerksam zu, wenn sie dir zum Beispiel von einer anstehenden Prüfung erzählen – und gehe beim nächsten Mal darauf ein (z. B.: „Wie lief eigentlich die Matheklausur bei dir?”).

Lebe Gottes Liebe praktisch, indem du dir ihre Namen merkst, ihnen zuhörst und auf sie eingehst. Nutze die Gelegenheit, bei Nachfragen zu erzählen, wie es dir geht und was du so machst (z. B.: „Ich war am Sonntag in der Kirche… “). Wenn du möchtest, kannst du auch eine WhatsApp-Gruppe mit den Leuten gründen und dich mit ihnen im Vorfeld verabreden.

3. Gott gebraucht dein Hobby, weil du dabei leicht Beziehungen pflegen kannst

Silas aus Nürnberg spielt in seiner Freizeit Handball. Durch die Beziehungen im Verein entstanden immer wieder Gespräche über den Glauben.

Gemeinsam mit einem Freund gründete er deshalb eine Kleingruppe. Alle zwei Wochen lesen sie die Bibel, tauschen sich aus und beten miteinander.

Der Ausgangspunkt war nicht ein großes Projekt, sondern echte Beziehungen.

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Für Silas ist Gebet dabei der entscheidende Schlüssel. Denn Gottes Liebe weiterzugeben beginnt oft damit, Menschen bewusst vor Gott zu bringen.

Konkret: Schreibe dir bis zu vier Personen auf, die Jesus noch nicht kennen und die dir am Herzen liegen. Bete für sie und überlege, wer zuletzt offen gegenüber dem Glauben war oder von sich aus Fragen gestellt hat – nimm das als Startpunkt. Baue Beziehung zu diesen Personen auf und teile deinen Alltag mit ihnen (dazu gehört auch dein Erleben mit Gott).

Erzähle ihnen in kurzen Sätzen, was du mit Gott erlebst. Frage sie, ob sie Gebetsanliegen haben und ob du für sie oder mit ihnen beten kannst. Nutze gemeinsame Hobbys (z. B. zusammen joggen gehen) als Anknüpfungspunkt.

Wenn du merkst, dass die Person offen wirkt, kannst du sie konkret fragen: „Könntest du dir vorstellen, mit mir – oder auch ein paar anderen Menschen – in der Bibel zu lesen und gemeinsam zu schauen, was die Bibel zu deinen Fragen sagt?” Lass dich nicht entmutigen, wenn jemand dieses Angebot ablehnt, und überlege dir ein Setting, bei dem die Hemmschwelle möglichst niedrig ist (z. B. bei dir zu Hause, immer nach dem Joggen, mit gemeinsamem Essen, nur ihr zwei oder mit anderen, die sich untereinander kennen). Das Tool „Das Wort gemeinsam lesen” unterstützt dich genau dabei.

4. Gott gebraucht dein Hobby, weil du dabei Gottes Liebe da teilst, wo du bist

Benni arbeitet für Pro11 in Dresden. Besonders am Herzen liegt ihm der Stadtteil Prohlis.

Dort gibt es nicht einmal einen klassischen Bolzplatz. Trotzdem treffen sie sich regelmäßig auf einer Wiese zwischen Wohnhäusern.

Seine Erfahrung: Es braucht keine perfekten Bedingungen. Oft reicht ein Ball und die Bereitschaft, dort präsent zu sein, wo andere Menschen sind.

Praxistipp: Gehe zu den Menschen. Warte nicht darauf, dass Leute zu dir in die Kirchengemeinde kommen, sondern werde proaktiv. Schau dir vor Ort an, welche Angebote es gibt, die dich auch interessieren (z. B. „Ich wollte ohnehin regelmäßig ins Gym” oder einen Tanzkurs besuchen), und baue dadurch Beziehung auf – entweder zu neuen Menschen (z. B. im Verein) oder nutze bestehende Angebote, um bereits vorhandene Beziehungen zu vertiefen.

Du wirst so nicht nur selbst neue Kontakte knüpfen, sondern kannst ganz konkret und mit deinem Herzschlag Gottes Liebe teilen.

5. Gott gebraucht dein Hobby, weil du dabei eine Sprache sprichst, die verstanden wird

Jason durfte während seines Praktikums erleben, dass Fußball eine universelle Sprache spricht.

Ob in Berlin, Nürnberg oder Montenegro – Menschen finden über den Sport schnell zueinander.

Als Christen können wir diese Begegnungen nutzen, um eine Kultur zu prägen, die von Respekt, Liebe und Teamgeist geprägt ist. Nicht durch große Worte, sondern durch unser Vorbild. Wie du feierst und mit Niederlagen, Siegen oder Mitspielern umgehst, hat einen großen Einfluss.

Nicht umsonst spricht die Bibel davon: „Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.” (Johannes 13,35)

Genau darüber haben Simon Printz von Pro11 und Christian Caspari auch in der machbar-Podcastfolge gesprochen – sowie über die Fußball-WM und wie du sie missionarisch nutzen kannst.

Nicht allein, sondern gemeinsam

Deshalb möchten wir dich ermutigen, Mitstreiter zu suchen. Vielleicht gibt es in deinem Sportverein andere Christen, oder du kennst in deiner Gemeinde Menschen, die dasselbe Hobby haben? Tausch dich mit ihnen über eure Erfahrungen aus, betet füreinander und überlegt gemeinsam, wie ihr Gottes Liebe ganz praktisch leben könnt.

Bei Pro11 treffen wir uns in sogenannten GameChanger-Gruppen mit Menschen, die in ihrem Verein oder Umfeld einen Unterschied machen wollen.

Denn gerade Vereine sind Orte, an denen wir viel Zeit verbringen und Werte sichtbar werden.

Gottes Liebe zeigt sich dabei oft in kleinen Dingen:

  • Menschen wahrnehmen, die übersehen werden.
  • Fehler eingestehen.
  • Andere ermutigen.
  • Zuhören.
  • Beziehungen pflegen.
  • Nach Hause einladen.
  • „Nein” sagen.

Praxistipp: Vielleicht kennst du bereits christliche Freunde, die deinen Herzschlag aus Fußball und Glaube teilen. Überlegt gemeinsam, wie ihr dies nutzen könnt, um Licht zu sein. Meldet euch – oder melde dich – bei der GameChanger-Kleingruppe an, um mehr Input zu bekommen. Weitere Infos findest du unter: https://www.pro11.org/gamechanger/

Nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz

Gottes Liebe weiterzugeben bedeutet mehr als Fußball zu spielen.

Vielleicht lädst du Freunde zum gemeinsamen Fußballschauen ein. Vielleicht hörst du jemandem zu, dem es gerade nicht gut geht. Vielleicht bietest du an, für jemanden zu beten.

Oft sind es genau diese kleinen Momente, die Türen öffnen. Auch Videos – zum Beispiel von christlichen Profifußballern – können Gespräche einleiten. Denke dabei daran, dass das für dein Gegenüber fremd sein kann, und verwende eine einfache, verständliche Sprache (besonders beim Gebet). Das senkt die Hemmschwelle für deinen Gesprächspartner, selbst aktiv zu werden.

Menschen müssen nicht zuerst eine Predigt hören. Häufig erleben sie Gottes Liebe zunächst durch Gastfreundschaft, Interesse und echte Gemeinschaft.

Unsere Freunde von Fußball mit einer Vision haben auch tolle Videos, die dir dabei helfen können.

Dein nächster Schritt

Wen könntest du diese Woche bewusst wahrnehmen? Mit wem könntest du Zeit verbringen? Für wen könntest du beten?

Gott möchte dich genau dort gebrauchen, wo du bist – auf und neben dem Platz.

Lasst uns gemeinsam die Bolzplätze zu Orten verwandeln, die für Liebe und Respekt stehen. Lasst uns für unsere Teamkameraden beten, sodass die Kabinen zu Orten der Begegnung und Annahme werden. Lasst uns die WM nutzen, um nicht einfach Fußball zu hypen, sondern Beziehungen zu bauen, gastfreundlich zu sein und Menschen zu lieben.

Pro11

David Marzluf

FSJ-Koordinator bei Campus für Christus

Leitung Marketing & Kommunikation + Turniere bei PRO11

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