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Warum Sport ein Weg ist, Menschen zu erreichen
Für Nelson Mandela, den südafrikanischen Bürgerrechtler und ehemaligen Präsidenten, war klar, dass Sport eine besondere Kraft besitzt. Richtig eingesetzt kann er helfen, eine zerrissene Gesellschaft zu heilen. Diese Überzeugung zog er aus seinen Erfahrungen in den 1990er Jahren – insbesondere bei der Rugby-WM 1995 im eigenen Land.
Sport verbindet Menschen, schafft Gesprächsanlässe und erreicht Millionen. Doch nur das Evangelium hat die Kraft, die Welt wirklich zu verändern. Beim Sport bieten sich viele Möglichkeiten und Anknüpfungspunkte, um Menschen beziehungsorientiert mit dem Evangelium zu erreichen, das wirklich die Kraft hat, Leben zu verändern.
„Nur das Evangelium hat die Kraft, die Welt wirklich zu verändern.”
Aber beim Sport bieten sich dafür viele Möglichkeiten und Anknüpfungspunkte. Wir wünschen uns, dass Menschen bei Sport-Events durch die Kraft des Glaubens verändert werden.
Die Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko steht vor der Tür. Bei aller Begeisterung für Sport – achte darauf, dass dein Herz nicht von der WM gefangen genommen wird. Deine Hoffnung und Freude liegen in Christus, nicht im Fußball. Nutze die WM als Werkzeug, aber mache sie nicht zum Götzen.
Wie können wir den Fußball in den nächsten eineinhalb Monaten – und auch darüber hinaus – als Werkzeug und Anknüpfungspunkt missionarisch nutzen, um Menschen beziehungsorientiert mit dem Evangelium zu erreichen, das wirklich die Kraft hat, Leben zu verändern?
Mission ist unser Auftrag – keine Option

Jeder Nachfolger Jesu hat von seinem Herrn den Auftrag erhalten, loszugehen und Menschen zu Jüngern zu machen. Dieser Auftrag wird nicht als Möglichkeit oder Empfehlung formuliert, sondern als klare Sendung. Diesem Auftrag nachzukommen, kostet immer wieder Überwindung. Gleichzeitig darfst du wissen: Du gehst diesen Weg nicht allein.
„Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.“
Matthäus 28,18–20
Du siehst: Der Unterstützung deines Herrn kannst du dir gewiss sein. Mission st kein Solo-Projekt – Jesus ist dabei. Gleichzeitig sollte auch deine Gemeinde ein klares Ja zur Mission haben. So bist du mit deinem Engagement nicht allein gestellt. Menschen, denen du begegnest und die Jesus näher kennenlernen möchten, finden dort ein geistliches Zuhause und eine Gemeinschaft, die sie auf ihrem Glaubensweg begleitet. Mission braucht die Gemeinde. Sie ist der Ort, an dem Menschen im Glauben wachsen, Beziehungen entstehen und Nachfolge konkret gelebt wird.
In der Alltagsmission gibt es auch Heim- und Auswärtsspiele
Nutze die nächsten 1,5 Monate und ein sportliches Muster, um deinen konkreten missionarischen Plan zu erstellen. Jede Saison hat genauso viele Heimspiele wie Auswärtsspiele. Dieses Gleichgewicht kannst du auf deine Mission übertragen. Die Hälfte deiner Aktivitäten könnten „Heimspiele” sein, zu denen du Menschen aus deiner Umgebung einlädst. Die andere Hälfte sollte außerhalb deiner Komfortzone stattfinden – Auswärtsspiele: Initiativen, bei denen du zu den Menschen gehst.

Ein „Heimspiel” ist ein missionarisches Event, das du bei dir zu Hause oder in den Gemeinderäumen veranstaltest. Du bist Gastgeber: Du organisierst alles und hoffst, dass viele deiner Einladung folgen.
Diese „Heimspiele“ haben viele Vorteile:
- Du kennst dich aus und bist sozusagen in Sicherheit.
- Du bestimmst die Regeln und weißt, was kommt.
Es sind aber auch Nachteile damit verbunden:
- Die Kosten liegen bei dir oder der Gemeinde.
- Der Aufwand ebenfalls.
- Das Risiko auch.
Heimspiele bedeuten „selber machen“ – du schaffst den Rahmen.
Gewöhnlich ist bei einem Heimspiel alles zum Wohle der Heimmannschaft organisiert. Die Auswärtsmannschaft hat in der Regel die kleinere Kabine und ist auch sonst benachteiligt. Fangesänge richten sich gegen sie, und manche Schiedsrichterentscheidung kann so beeinflusst werden.
Im missionarischen Fall ist es genau andersherum. Stelle dir während der Vorbereitung die Frage: „Was kann ich tun, damit sich die Auswärtsmannschaft wertgeschätzt fühlt?” Orientiere dich, wenn du von Jesus erzählst, an der Lebenswelt deiner Gäste – nicht nur an deiner eigenen Perspektive. Es geht um Beziehungsaufbau auf Augenhöhe, nicht darum, sofort mit der Tür ins Haus zu fallen. Lass deinen Gästen Zeit zum Ankommen. Gastfreundschaft ist erst einmal selbstlos – ganz dem Auftrag Jesu folgend.
„Wenn du Gäste einladen willst, ob zu einer einfachen Mahlzeit oder zu einem großen Essen, dann lade dazu nicht ´nur` deine Freunde, deine Brüder, sonstige Verwandte oder reiche Nachbarn ein. Sie würden dich wieder einladen, und das wäre dann deine ganze Belohnung. Nein, lade Arme, Behinderte, Gelähmte und Blinde ein, wenn du ein Essen gibst. Dann bist du glücklich zu preisen. Denn sie können es dir nicht vergelten; dafür wird es dir bei der Auferstehung der Gerechten vergolten werden.“
Lukas 14.12-14
5 Ideen für missionarische “Heimspiele” während der WM
Veranstalte Vater-Sohn-Tischkickerturnier
Viele Jugendgruppen verfügen über hochwertige Tischkicker. Frage bei benachbarten Gemeinden nach, ob du deren Kicker für einen Nachmittag nutzen kannst. Vielleicht steigen diese Gemeinden sogar mit ein. Mit drei Tischkickern kann ein größeres Turnier veranstaltet werden. Führe das Turnier im Gottesdienstraum durch. So senkst du für Nichtchristen die sakrale Hemmschwelle für einen zukünftigen Gottesdienstbesuch.
Die Hemschwelle daran teilzunehmen könnt ihr zudem senken, indem ihr etwas unkonventionelle Teams bildet z.B. Mama und Tochter, Opa und Enkel, Experte und Anfänger – und besonders gut: Vater und Sohn. So stehen Spaß, Gemeinschaft und Beziehung im Vordergrund und eine lockere Atmosphäre entsteht.

Biete Getränke und Snacks an. Schaffe immer einen WM-Bezug. Benenne die Tischkicker nach den Veranstalterländern USA, Kanada und Mexiko. Die Teams müssen eine Nation wählen, die bei der WM teilnimmt. Der Pokal kann der WM-Trophäe ähneln. Spiele die Hymnen kurz ab, bevor die Spiele starten, usw. Das Ganze kannst du natürlich auch als kleineres Event bei dir zu Hause organisieren.
Als erster Impuls reicht eine fünfminütige, nahbare Siegerehrung, um im ersten Schritt auf das Evangelium hinzuweisen. Bei einem Vater-Sohn-Turnier liegt ein Gedanke nahe: Was macht eigentlich einen guten Vater aus? Erzähle kurz und ehrlich, was dich prägt, und dass du an einen Gott glaubst, der sich Vater nennt.
Stell eine Mini-WM auf die Beine
Organisiere ein Integrationsturnier, bei dem die Mannschaften aus verschiedensten Nationen zusammengestellt werden und dabei unter einer Flagge spielen. Kinder aus Syrien, Deutschland, Serbien, der Türkei, Afghanistan, Albanien etc. spielen das Turnier beispielsweise als Spanien. Diese neue Identität verbindet. Sprachbarrieren werden durch bekannte Regeln und Fußballbegriffe überwunden. Unterstützt wird der verbindende Effekt durch T-Shirts mit den jeweiligen Nationalflaggen und einem verbindenden Slogan wie „Better Together”.
Wenn möglich, sollte ein Betreuer pro Mannschaft den Teambuilding-Prozess begleiten, motivieren und den wertschätzenden Umgang in Sieg und Niederlage fördern. Für ein solches Veranstaltungsformat wird ein Fußballfeld benötigt. Eine Kooperation mit einem Fußballverein ist sinnvoll. Du triffst mit diesem Angebot oft auf offene Türen bei Städten und Kommunen, die dich auch finanziell unterstützen können. Lokale Medien werden darüber berichten. Auch hier solltest du versuchen, möglichst viel WM-Bezug herzustellen.
Gerade weil wir hier mit vielen muslimischen Kontakten rechnen können, gilt: Beziehung und Vertrauen stehen an erster Stelle. Nutze die WM 2026 als Startpunkt. Ein kurzer Gedanke zur Vielfalt der Kulturen und zur Tatsache, dass Gott jeden Einzelnen liebt, setzt ein starkes Zeichen. Zum Abschied kannst du eine Bibel oder das Tool „Das Wort gemeinsam lesen” denjenigen anbieten, die von sich aus mehr Interesse signalisieren.
Eröffne Panini-Aufkleber-Tauschbörse
Organisiere eine Aufkleber-Tauschbörse als niederschwelliges Angebot. Kinder, Jugendliche und Erwachsene können Bilder tauschen und ihr Album so weiter füllen. Wenn 20 bis 30 Sammler mit ihren „Doppelten” zusammenkommen, sind viele Bilder im Umlauf. Sobald neue Bilder eingeklebt werden, entsteht eine freudige Atmosphäre.
Für Eltern ist dieses Angebot eine Möglichkeit, Kosten zu sparen, da zunächst keine neuen Päckchen gekauft werden müssen. Eine Kurzandacht zum Thema „Ebenbildlichkeit Gottes” könntest du gezielt platzieren. Es entstehen kaum Kosten. Snacks, Getränke und Fußballmusik sorgen für einen passenden Rahmen.
Trage ein PlayStation-Turnier aus
Nicht jeder steht selbst auf dem Fußballplatz – aber fast jeder hat schon einmal FIFA auf der Konsole gespielt. Mit einem PlayStation-Turnier erreichst du besonders Jugendliche und junge Erwachsene in ihrer Lebenswelt.
Es lässt sich mit geringem Aufwand umsetzen und bietet gleichzeitig viel Raum für Begegnung. Alles, was du brauchst, ist eine Konsole, ein Bildschirm oder Beamer sowie motivierte Teilnehmer. Gespielt wird im Turniermodus – jeder wählt eine Nationalmannschaft, passend zur WM.
Gestalte auch diese Veranstaltung bewusst im WM-Stil: Spielplan mit Gruppenphase und K.-o.-Runde, Siegerehrung, Musik und Hymnen. So entsteht schnell eine mitreißende Atmosphäre.
Biete Public Viewing an
Die Spielzeiten bei der diesjährigen WM sind zwar etwas ungünstig. Public Viewings und Watchpartys können missionarisch dennoch eine Rolle spielen.
Das erste Gruppenspiel findet zur Primetime um 19:00 Uhr deutscher Zeit statt. Die beiden anderen Spiele gegen die Elfenbeinküste und Ecuador um 22:00 Uhr. Das ist für deutsche Zuschauer relativ angenehm, da kein Gruppenspiel nachts um 1:00 oder 4:00 Uhr stattfindet. Wenn Deutschland weiterkommt, werden die Anstoßzeiten in der K.-o.-Phase voraussichtlich gemischter sein – dort sind je nach Spielort auch Termine nach Mitternacht deutscher Zeit möglich.
Lade deine Freunde, Nachbarn oder Kollegen zu dir nach Hause ein und schaut die Spiele gemeinsam. Dabei könnt ihr Pizza bestellen oder im Garten grillen. Du hast die Chance, ihnen einen Einblick in dein Leben zu geben und Beziehungen aufzubauen – indem du dich zeigst, wie du bist und wie der Glaube im Alltag präsent ist, z. B. durch das Gebet vor dem Essen. Wenn die Chemie stimmt und es passt, kannst du einen Impuls teilen, ohne Druck aufzubauen. Eine weitere Idee ist, Christen und Nichtchristen einzuladen und so neue Verbindungen zu schaffen und Freundeskreise zu vermischen.

Um die Beziehungen über den Fußballabend hinaus zu vertiefen, gibt es exzellente Materialien verschiedener Organisationen. In der Halbzeitpause oder danach kannst du ganz entspannt ein kurzes Video mit dem Lebensbericht eines Profifußballers laufen lassen. Der Schweizer Profifußballer Joel Kiassumbua erzählt in diesem Zeugnisvideo, was im Leben wirklich von Bedeutung ist. Bei „Fußball mit Vision” findest du außerdem starke Clips – unter anderem vom deutschen Nationalspieler Felix Nmecha. Auch die Stiftung Marburger Medien bietet Materialien zur WM an. Wer Lesestoff mag, freut sich über das Buch „Mehr als 90 Minuten” (Brunnen Verlag), die Kickerbibel von Bible for the Nations oder das Verteilevangelium „Mini-MORE” von SRS e. V. Im machbar-Podcast mit Simon Printz von Pro11 gibt es weitere Inspirationen.
5 Ideen für Auswärtsspiele: Hingehen statt Warten
Wenn du dich auf ein „Auswärtsspiel” einlässt, begibst du dich auf unbekanntes Terrain. Du folgst einer Einladung und bist gespannt, was auf dich zukommt.
Diese Auswärtsspiele haben Nachteile:
- Du weißt nicht, was auf dich zukommt, und musst spontan reagieren.
- Die Regeln bestimmt jemand anderes, und du musst dich danach richten.
Aber es gibt auch viele Vorteile:
- Du hast geringere Kosten.
- Der Organisationsaufwand ist niedriger.
- Das Risiko liegt beim Veranstalter.
Auswärtsspiele bedeuten „mitmachen“ – du gehst in die Welt der anderen.
Im Auswärtsspiel könnte es unangenehm werden. Hier bist du als Christ womöglich nicht willkommen. Achte darauf, bei Menschen, die ausgelassen feiern, kein unnötiges schlechtes Gewissen zu erzeugen.
Auf dich wird keine Rücksicht genommen. Im Gegenteil – es ist möglich, dass du dir den ein oder anderen Spruch anhören musst. Du könntest kritischen Fragen ausgesetzt sein. Trotzdem gehen wir – so wie Jesus es getan hat – bewusst zu den Menschen. Wir folgen seiner Aufforderung:
„Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen, die Behinderten, die Blinden und die Gelähmten herein!‹ (…) ›Geh auf die Feldwege und an die Zäune und dränge „alle, die du dort findest“, zu kommen, damit mein Haus voll wird!”
Lukas 14,21–23
Ganz wichtig für unsere Motivation: Unser Hingehen ist absolut selbstlos. Wir gehen nicht dorthin, um sie für unsere „Heimspiele” zu gewinnen. Wir gehen hin, um zu dienen, zuzuhören und zu lieben – ganz ohne Erwartung. Wenn du am Ende viele „Auswärtsspiele” spielst und niemand zu deinem „Heimspiel” kommen möchte, war dein Weg trotzdem goldrichtig und wertvoll!
Nimm mit anderen Christen an einem Fußballturnier teil
Viele Sportvereine organisieren Hobbyturniere. Hier bietet sich die Möglichkeit, eine eigene Mannschaft zu melden. Deine Mannschaft kann sich aus Christen zusammensetzen und sich durch besonders faires Verhalten, ein hohes Maß an Wertschätzung und natürlich auch durch gute Leistung zur Ehre Gottes auszeichnen.
Dein Team kann aber auch aus Christen und Nichtchristen bestehen. Beim Sport lernt ihr euch besser kennen. Die Spielpausen eignen sich gut, um nicht nur über Fußball ins Gespräch zu kommen. Bei einer solchen Turnierteilnahme kommst du schnell in den Austausch mit den gegnerischen Mannschaften.
Im Laufe des Turniertages passiert viel – besonders, wenn ihr weit kommt oder trotz frühzeitigem Ausscheiden bis zum Ende bleibt und beim Aufräumen helft. Auch die sportmissionarische Organisation Pro11 veranstaltet regelmäßig Fußballturniere an verschiedenen Standorten in Deutschland – auch während der Fußball-WM.

Schließe dich dem Torjubel anderer Christen an
Bei einer Turnierteilnahme kannst du den „JesusMyGoal”-Torjubel praktizieren. Dieser visualisiert den Vers Joh 3,16 durch eine besondere Bewegungsabfolge. Christliche Fußballprofis haben sich auf diesen Jubel geeinigt und laden Amateure und Hobbyspieler – also auch dich – ein, es ihnen gleichzutun. So wirst du Teil dieser Torjubel-Community. Mehr unter jesusmygoal.com.
Es ist durchaus möglich, dass du auf deinen Torjubel angesprochen wirst. Vielleicht wird man sich auch darüber amüsieren. In beiden Fällen hast du die Möglichkeit, darauf zu reagieren. Dieser Torjubel funktioniert auch als Fan. Während andere den Ronaldo-„Siuuu” oder die verschränkten Arme von Mbappé imitieren, zeigst du allen, wem die Ehre gebührt.
Hilf ehrenamtlich bei der Durchführung von Events mit
Bei Veranstaltungen, die von Vereinen organisiert werden, kannst du auch neben dem Platz unterstützen. Du bist ein starkes Zeugnis, wenn du dich beim Bonverkauf oder bei der Ausgabe von Getränken oder Speisen engagierst. Auch beim Grillen, beim Tragen von Getränkekästen oder beim Aufräumen sind helfende Hände willkommen.
Nutze die Panini-Aufkleberaktion um Beziehung aufzubauen
Ein Panini-Aufkleberpäckchen enthält in diesem Jahr sieben Aufkleber von Spielern, die bei der WM zum Einsatz kommen. Hol dir ein solches Päckchen und öffne es. Keine Vorauswahl: Der Spieler, den du als Erstes ziehst, ist die Person, über die du dich besonders informierst und für die du betest.
Fragen nach dem Lieblingsspieler, der favorisierten Mannschaft oder dem Geheimfavoriten gehören zum WM-Alltag. Mit deinem Sticker-Spieler hast du einen interessanten Gesprächsbeitrag, der über bloßen sportlichen Erfolg hinausgeht. Du sprichst nicht nur über Tore, Scorerpunkte oder Marktwert, sondern über den Menschen hinter dem Sportler.
Du kannst von Verletzungen, Comebacks, Herausforderungen, Familie und persönlicher Geschichte erzählen. Oft lässt sich ein solches Gespräch auf ein wertschätzendes oder auch geistliches Niveau heben.
Geh selbst zum Public Viewing

Auch wenn die Spiele spätabends oder nachts stattfinden: Fußball gemeinsam zu schauen verbindet. Nimm bewusst Einladungen von nichtchristlichen Kollegen, Freunden oder Nachbarn an. Gerade beim gemeinsamen Mitfiebern entstehen ganz natürliche Gespräche. Emotionen, Spannung, Jubel und Enttäuschung bringen Menschen schnell auf eine persönliche Ebene.
Es geht dabei nicht darum, „auffällig missionarisch” zu sein, sondern darum, durch dein Verhalten, deine Wortwahl und deine Haltung einen Unterschied zu machen. Menschen nehmen wahr, wie du dich verhältst – gerade in emotionalen Momenten.
So wird ein einfacher Fußballabend zu einer echten Gelegenheit, Beziehungen aufzubauen, Vertrauen zu gewinnen und deinen Glauben ganz natürlich im Alltag sichtbar werden zu lassen.
50 / 50 – EIN PRINZIP MIT GROSSER WIRKUNG
Wenn du eine 50/50-Verteilung der missionarischen Möglichkeiten anstrebst, entsteht eine hohe Wirksamkeit. Durch die Auswärtsspiele lernst du die Lebensrealität der Menschen kennen, die du später vielleicht zu einem „Heimspiel” einladen kannst.
Dabei begegnest du genau den Menschen, die Jesus in seinem Gleichnis in Lk 14 beschreibt: den Armen, Verkrüppelten, Blinden und Lahmen – Menschen in unterschiedlichen Formen von Not.
So wächst die Wahrscheinlichkeit, dass genau solche Personen auch bei deinen „Heimspielen” auftauchen. Dort können sie echte Wertschätzung erfahren – vielleicht zum ersten Mal in ihrem Leben.
NACH DER WM – BEZIEHUNG IST TRUMPF
Die WM verbindet und birgt herausragende Möglichkeiten, die du ganz persönlich zur Ehre Gottes nutzen kannst. So entsteht ein Netzwerk neuer Kontakte, aus denen bei umsichtiger Pflege tragfähige Freundschaften wachsen. Auf der Basis solcher Beziehungen können tiefgehende Glaubensfragen besprochen werden.

Bleib dran
Es ist keine Option, sich nach dem Finale am 19. Juli in die eigene Gemeinde zurückzuziehen. Wer die entstandenen Beziehungen vernachlässigt, wirft ein schlechtes Licht auf Christen und bestätigt mögliche Vorurteile. Die Heim- und Auswärtsspiele während der WM sollten der Auftakt für mehr Begegnungen im Alltag sein.
Sei langfristig Teil eines Fußballvereins
Was spricht dagegen, dich als Christ im Sportverein zu engagieren? Nichts – im Gegenteil, aus missionarischer Sicht spricht vieles dafür. Es besteht jederzeit die Möglichkeit, dich als Betreuer, Spieler, Trainer oder Fan mit der ortsansässigen Mannschaft zu identifizieren. Durch verbindliche Mitarbeit kannst du hier sehr schnell ein authentisches Zeugnis für Jesus sein.
Als Teil einer Mannschaft – sei es als Trainer, Betreuer oder Spieler – verbringst du viel Zeit mit Menschen im selben Trikot. Sieg und Niederlage, aber auch Fahrgemeinschaften verbinden. So wirst du schnell ein anerkannter Teil der Mannschaft – eines der pulsierendsten Bereiche der Dorfgemeinschaft.
In dieser machbar-Podcastfolge erzählt Joel Hildebrand von seinen Erfahrungen der Alltagsmission im Fußballverein – und ermutigt dazu, den eigenen Verein als Ort missionarischer Möglichkeiten zu entdecken und zu nutzen.
Sei gastfreundlich, nachdem zu selbst zu Gast warst
Wenn du dich für solche Auswärtsspiele entscheidest und den Schritt in die Welt des Sports wagst, überraschst du die Menschen in diesem Umfeld. Zu häufig sondern sich Christen ab, kennen weder Tabellenstand noch Kapitän, Trainer oder Vorstand – und hoffen dennoch darauf, dass sich das sportliche Umfeld für ihre Gemeindeangebote interessiert. Die Energie, die du in die Ausgestaltung der „Heimspiele” steckst, verpufft. Nur wenige Externe lassen sich einladen. Das führt dazu, dass solche Events infrage gestellt werden.
Deine Beziehungen, die durch regelmäßige „Auswärtsspiele” entstehen, führen dazu, dass Menschen gerne kommen. Menschen, die dich als Christ im Sportverein erleben, interessieren sich für die Quelle deiner Freundlichkeit, Verbindlichkeit und Ausgeglichenheit. Möglicherweise kommen sie einmalig oder sogar regelmäßig zu einem Hauskreis für Sportler oder einem Gottesdienst. Dort werden sie Jesus Christus begegnen. Wie wunderbar wäre es, wenn sie ihn als Herrn in ihrem Leben annehmen und ein Leben aus Vergebung und Gnade führen würden.
Nach der WM ist vor der WM – Pflege die Beziehung auch in den 4 Jahren dazwischen

In vier Jahren findet wieder eine Fußball-Weltmeisterschaft statt. Wenn du dieses Jahr die Fußball WM nutzt, um Auswärtsspiele zu besuchen und Heimspiele zu organisieren – und dies in einem ausgewogenen Verhältnis –, und wenn du die dabei entstehenden Beziehungen über vier Jahre hinweg authentisch pflegst: Wie würde deine Gemeinde dann aussehen? Und wie würdest du die nächste Fußball WM missionarisch nutzen?
Zusammenfassung: Die Fußball WM missionarisch nutzen
Die WM wird Millionen begeistern – und neue Stars werden geboren. Aber für dich geht es um mehr als nur Fußball. Du kennst Jesus. Du bist nicht nur Zuschauer. Du bist von ihm nominiert. Nutze die WM 2026 in dem Sinne missionarisch, dass du Mission zu einem ganz natürlichen, treuen Teil deines Lebens- und Vereinsalltags machst. Nutze die nächsten vier Jahre bis zur WM 2030.
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- „Auswärtsspiele“ bringen Christen als Salz und Licht zurück in die Gesellschaft.
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- „Heimspiele“ schaffen Heimat für Menschen, die auf der Suche sind.
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- Ohne Auswärtsspiele bleiben Einladungen oft theoretisch – echte Begegnungen fehlen.
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- Ohne Heimspiele fehlt ein Ort, an dem Beziehungen vertieft werden können.
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- Erst das Zusammenspiel von beidem entfaltet seine volle missionarische Kraft.