Das Vaterunser ist eine Anleitung zum Gebet

Beten lernen mit dem Vaterunser

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Das Vaterunser ist das bekannteste Gebet weltweit. Obwohl viele es auswendig gelernt haben, wissen die wenigsten, wie wertvoll es ist. Dabei gibt Jesus Christus selbst hier eine Anleitung zum Gebet, denn er möchte, dass wir Kontakt zu ihm haben.

„Darum sollt ihr so beten: Unser Vater im Himmel! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.“ (Die Bibel, Matthäus 6,9-13)

Sieben Dinge legt uns Jesus ans Herz:

Gottes Heiligkeit: „Dein Name werde geheiligt.“

Was heißt das, Gottes Name zu heiligen? Es meint, ihn ehren, bewundern, Gutes von Gott reden. Ich lasse nichts Schlechtes auf meinen guten Gott kommen. Er ist der ewige Fels! Gott ist hoch, herrlich und erhaben, er hat das Recht auf unser Lob.

Gottes Plan: „Dein Reich komme.“

Der himmlische Vater kommt ans Ziel. Er wird sein Friedensreich hier auf dieser Erde aufrichten. Wir Menschen schaffen keine heile Welt, das schafft nur der Heiland selbst. Wer nach Gottes Reich trachtet, steht trotzdem mit beiden Beinen im Leben. Weil Christen sich für Gottes Plan interessieren, gehen sie betend und mit offenen Augen durchs Leben.

Gottes Wille: „Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auch auf Erden.“

Der Wille Gottes ist kein unlösbares Kreuzworträtsel. „Gott will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“ (Die Bibel, 1.Timotheus 2,4) Das Heilsamste, was uns Menschen widerfahren kann, ist, dass Gottes Wille in unserem Leben Realität wird. Sein Wille ist die Rettung der Menschen aus der Macht der Sünde.

Meine Bedürfnisse: „Unser tägliches Brot gib uns heute.“

Gemeint ist damit „Gib uns täglich unser nötiges Brot“. Die allermeisten Menschen in der westlichen Welt haben ihr tägliches Brot und mehr als das. Die allerwenigsten haben jedoch den Vater im Himmel darum gebeten – daran sehen wir, wie gütig und großzügig Gott ist. Vertrau dich diesem gütigen Gott an. Sag ihm deinen Kummer, deine Sorgen und Probleme. Probiere es einfach mal aus. Wenn du noch nie gebetet hast, fang heute damit an!

Meine Beziehungen: „Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.“

Wie viele Beziehungen sind zerbrochen, weil man nicht vergeben wollte? Jesus Christus hat viel über Vergebung gesprochen. Wir finden allein bei ihm Vergebung unserer Schuld. Er hat am Kreuz unsere Strafe auf sich genommen hat, darum können wir loskommen von der Strafe und dem Fluch der Sünde. Er vergibt uns unsere Ignoranz und Arroganz ihm gegenüber. Wer die Vergebung angenommen hat, der soll anderen genauso großzügig vergeben. Das befreit und heilt Beziehungen.

Meine Bedrohungen: „Und führe uns nicht in Versuchung.“

Wer das von Herzen betet, geht den Versuchungen aus dem Weg. Unser Leben steckt voller Gefahren für unsere Seele. Erprobungen und Prüfungen kommen ins Leben wie Wind und Wetter. Darum brauchen wir den Schutzschirm Gottes. Hör nicht auf die Stimmen der zarten Versuchungen, sondern auf die Stimme Jesu Christi. Er ist der gute Hirte und stärker als alle Wölfe im Schafspelz!

Meine Berufung: „…sondern erlöse uns von dem Bösen“

Die siebte Bitte bringt eine Sehnsucht und Berufung zum Ausdruck. Jesus Christus will, dass seine Kinder aus dem Machtbereich des Bösen frei kommen. Es ist populär, mit dem Bösen und finsteren Mächten zu spielen. Das wird verharmlost und verniedlicht. Die Bibel hält dagegen und sagt: „Die Sünde ist der Leute verderben.“ (Die Bibel, Sprüche 14, 34)

Jesus Christus lädt uns ein. Du darfst mit Gott persönlich reden. Respektvoll, ehrlich, vertrauensvoll. Er liebt dich, er vergibt dir. Mit dem Vaterunser beten lernen, das geht. Gott sagt: Wir müssen miteinander reden. Antworte ihm jetzt!

11 Kommentare zu “Beten lernen mit dem Vaterunser

  1. Samuel sagt:

    Hebräer 10:
    10 In diesem Willen sind wir geheiligt durch das ein für allemal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi.
    11 Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer dar, die niemals Sünden hinwegnehmen können.
    12 Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes.

    Warum bitte beten Sie dieses Gebet – eine leere Worthülse für einen wiedergeborenen Christen? Das passt doch nicht! Er hat EIN FÜR ALLEMAL sein Opfer gebracht und damit auch ein für allemal bei meiner Bekehrung und damit verbundenem Sündenbekenntnis alle meine Sünden vergeben.
    Vers 14, 17, 18 und 29 (Hebräer 10) zeigen das ganz klar! Stellen Sie bitte das Opfer nicht immer wieder als „nicht geschehen“ in Abrede. Glaubt an das Opfer Jesu zur Errettung und nehmt es dankbar an. Empfangt den Heiligen Geist und lasst euch von ihm führen und zu sündlosen Menschen machen (1. Johannes 3, 3-10)
    Auch führt Gott niemanden in Versuchung und straft niemanden mit Krankheit und Leid. Das ist alles TEUFELSWERK!! Jesus hat geheilt, warum sollte sein Vater zerstören?
    So, ich möchte aber hier nicht mit Erkenntnis angeben, sondern Menschen dazu bringen, alles zu prüfen (1.Thess5,21) und nur das Gute zu behalten.
    Es hält doch auch kein Christ mehr die Gebote aus den Mosebüchern, oder? Wer schlachtet Tiere zum Sühnopfer? Also, nicht plappern, sondern im Kämmerchen freie Gebete sprechen und Gott und Jesus loben und preisen. Danken für das Opfer – nicht betteln um Vergebung… die ist schon geschehen vor über 2000 Jahren!

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Sie haben völlig Recht, wenn Sie schreiben, dass wir ein für alle Mal von DER Sünde befreit und gereinigt wurden. Jeder, der ein von Gott wiedergeborener Mensch ist, dem wurden alle seine Sünden vergeben. Vergangene – gegenwärtige – zukünftige. Die Rechtfertigung des Sünders ist ein einmaliger Akt der freien Gnade Gottes. Da ist die Bibel völlig klar.
      Heißt das denn dann jetzt, dass ich leben und machen (sündigen) kann, wie und was ich will? Auf keinen Fall. Jeder, der so denkt, hat Christus nicht erkannt und liebt ihn nicht. Daher stellt sich die Frage, was ist hier gemeint?
      Dieses „vergib uns“ bezieht sich auf die väterliche Vergebung, die notwendig ist, damit die Beziehung mit unserem Vater aufrechterhalten wird. Jeder an Christus Gläubige ist immer noch täglich in der Lage zu sündigen und lebt leider auch so. Diese Sünden (selbst wenn schon vergeben) zerstören Beziehungen und bedürfen der Buße und der Bitte um Reinigung. (1. Johannes 1,9) Wenn die Gläubigen selbst nicht vergeben wollen, die ihnen Unrecht tun, und Vergebung suchen, bei denen sie schuldig geworden sind, wie können sie dann erwarten, mit ihrem Vater Gemeinschaft zu haben, der ihnen großzügig ihre eigenen Sünden vergeben hat? Siehe Matthäus 18,23-35.

  2. Hansjürgen sagt:

    und wie ist das Vater unser im Vers 12 und 13 zu sehen in Bezug auf Jakobus 1, Vers 13.
    Gott unser himmlischer Vater errette uns also aus den Versuchungen und führt uns dann wieder hineien?
    Ich glaube dass hier ein Übersetzungsfehler im Vater unser vorliegt.
    Denn ein Vater der seien Kinder leibt führt sie nicht in Versuchung!
    Er wird sie mit all seinen Mitteln davor bewahren!

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Ja, man hat den Luthertext öfters falsch gedeutet. Im Zusammenhang der ganzen Bibel und in Verbindung mit Jakobus 1,13 wird deutlich, dass Gott kein Versucher zum Bösen ist. Versuchung geschieht vom Versucher her, dem Teufel. Dabei hat die Versuchung das Ziel, den Menschen von Gott weg und auf den Teufel zu orientieren. Das NT lässt erkennen, dass die Versuchungen ebenso wie die Verfolgungen im Lauf der Geschichte zunehmen ( vgl. Mt 24,4 ff.; 2.Thess 2,3 ff.; Off 12 ff. ).

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Das Gebet ist eine Anleitung Jesu für seine Jünger. Deshalb lehrt er sie, Gott mit Vater anzusprechen. Johannes 1,12 sagt klar: „All denen jedoch, die ihn [Jesus] aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden. „

      • Angelique sagt:

        Joh.14,6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, denn durch mich.
        Wo ist das Verlorensein durch die Sünde, Buße Umkehr, dann ein Kind Gottes?
        Andere Glaubensgemeinschaften beten dasselbe und glauben an einen Jesus und sind trotzdem verloren.
        Danke .

        • Manuela sagt:

          Den HERRN JESUS CHRISTUS im 💓aufnehmen führt zu Sündenerkenntnis, Buße, Umkehr ! Beten wir für die Herunterleierer dieses schönen Gebetes , denn an JESUS kommt niemand vorbei, da gebe ich Dir Recht .

  3. Markus sagt:

    „Der himmlische Vater kommt ans Ziel. Er wird sein Friedensreich hier auf dieser Erde aufrichten.“
    Wann und wie wird das geschehen?

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Markus,
      deine Frage geht sehr weit und betrifft das komplexe Thema der Zukunftsvorhersagen der Bibel. Deswegen nur zwei Ansätze einer Antwort: 1. Das Reich Gottes ist derzeit ein Reich des Himmels, wie es in der Bibel auch genannt wird, d.h. ein Reich, dessen König im Himmel ist (Jesus Christus) und dessen Untertanen Menschen aller Nationen überall auf der Welt sind, die den als ihren Herrn bekennen, der einst sein Leben für sie gelassen hat. 2. Ja, es wird nach der Bibel eine tausendjährige irdische Herrschaft von Jesus Christus geben. Ein Reich nicht der Gewalt, sondern des Friedens. Dieses Reich kann nicht von Menschen errichtet werden und alles, was wir derzeit sehen, läuft diesem entgegen. Aber Gott wird eingreifen, da kannst du sicher sein.

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