Hat jeder Mensch zwei Gesichter?

Der Mensch: gut oder böse?

Geschätzte Lesezeit: 2:20 Minuten

Vor über 2200 Jahren formulierte der römische Dichter Titus Maccius Plautus (ca. 254–184 v.Chr.) in seiner Komödie „Eseleien“: „Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.“

2000 Jahre später behauptete der Philosoph Jean-Jacques Rousseau (1712–1778): „Der Mensch ist von Natur aus gut“. Er verteufelte deshalb die Umwelt und die Gesellschaft. Am Bösen, an den Verbrechen und den Kriegen, am Neid und am Hass, an der Missgunst und der Gehässigkeit – daran seien die nur äußeren Einflüsse Schuld.

Zwei Menschen – zwei Meinungen. Wer hat Recht? Der Dichter oder der Philosoph? Ist der Mensch von Natur aus gut oder böse?

Die Bibel bringt Klarheit

Gottes Wort bestätigt die Meinung des römischen Dichters und sagt:

„Das Trachten des menschlichen Herzens böse ist von seiner Jugend an.“ (Die Bibel, 1. Mose 8,21)

Das sind harte Worte. Erschütternd und scharf. Aber sie treffen den Nagel auf den Kopf. Nicht die Umwelt ist am Bösen schuld. Jeder von uns ist von klein auf egoistisch. Die Selbstsucht fließt durch alle Adern unseres menschlichen Lebens. Deshalb gibt es Mord und Totschlag, Lug und Betrug, Lieblosigkeit und Hass. Jeden Tag. Überall. Die Zeitungen berichten davon und wir erleben es viel zu oft hautnah.

Wir selbst können nicht aus unserem Egoismus herauskommen. Egal, wie oft wir versuchen, freundlicher, geduldiger und großzügiger zu sein – wir schaffen es nicht. Wir brauchen ein neues Herz.

Jesus Christus erneuert Menschen

Weil jedes Herz böse ist, kann kein Mensch mit dem heiligen Gott Gemeinschaft haben. Doch Gott liebt jeden Einzelnen so sehr, dass er unser Problem des bösen Herzens löst. Er selbst wurde in seinem Sohn Jesus Christus Mensch. Er hatte ein gutes Herz, ein Herz voller Liebe. Jesus zeigte, wie Gott ist. Er starb unschuldig an der Stelle von schuldbeladenen Menschen. Drei Tage nach seinem grausamen Tod erweckte Gott Jesus von den Toten. Wer Jesus Christus um Vergebung bittet, erfährt volle Vergebung seiner Schuld und bekommt ein neues Herz.

Die Bibel kommentiert diese Umgestaltung so:

„Wenn jemand zu Christus gehört, ist er eine neue Schöpfung. Das Alte ist vergangen; etwas ganz Neues hat begonnen! “ (Die Bibel, 2. Korinther 5,17).

Alles neu

Mit Jesus Christus beginnt ein neues Leben mit neuen Gedanken, Gefühlen und Handlungen. Eine Art „Beweis“ dafür ist der Heilige Geist, den jeder bekommt, der Jesus vertraut. Der Apostel Paulus schreibt:

„…der Heilige Geist ist das Siegel, das Gott euch im Hinblick auf den Tag der Erlösung aufgedrückt hat, um damit zu bestätigen, dass ihr sein Eigentum geworden seid. Bitterkeit, Aufbrausen, Zorn, wütendes Geschrei und verleumderisches Reden haben bei euch nichts verloren, genauso wenig wie irgendeine andere Form von Bosheit. Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und vergebt einander, so wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.“ (Die Bibel: Epheser 4,30-32)

Das bleibt nicht unbemerkt. Ein Bauer kommentierte seine Umkehr zu Jesus Christus folgendermaßen: „Als ich mich bekehrte, merkten das die Kühe im Stall!“

Hast du schon ein solch neues Herz von Gott bekommen? Was hindert dich daran, sein Geschenk anzunehmen?

2 Kommentare zu “Der Mensch: gut oder böse?

  1. Brigitte R sagt:

    Wir sind alle verdorbene Sünder.
    Auch die Humanisten. Was soll da gut sein? Sie machen doch selbst das Böse und es gibt keinen Jesus Christus, der frei macht.

  2. Werner Hermeling sagt:

    Die Frage ist von besonderer Brisanz. Die kommunistische Lehre, geht ähnlich wie Rousseau davon aus, dass der Mensch gut ist, nur die Umwelt zwingt ihn zum Schlechten. In der kommunistischen Lehre geht man fast von den gleichen Ansätzen aus. Das ist falsch. Es ist naturwissenschaftlich bewiesen, dass der Mensch gute wie schlechte Erbanlagen (Gene) in sich trägt. Damit ist nicht die Umwelt das Schlechte, sondern der Mensch selbst. Wie weise ist die Bibel!!!
    Nur durch Christus können wir von der Sünde, dem Bösen befreit werden. Das ist das Tröstliche,

    Alles Gute

    Werner Hermeling

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