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In meinem Leben gibt es immer wieder Situationen, die mich innehalten lassen. Immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich denke: So geht es nicht weiter. Du bist auf einem falschen Weg und musst dich ändern. Doch das ist nicht so leicht. Bei kleineren Gewohnheiten geht es noch, aber was ist mit Charakterzügen? Wenn man ernsthaft versucht, ein besserer Mensch zu werden, hat man sich auf einen mühevollen Weg gemacht. Es erfordert viel Disziplin, viel Ausdauer und viel Frustrationstoleranz. Und jeder, der ehrlich mit sich selbst ist, stellt irgendwann fest: Ich kann mich bemühen und bemühen, aber irgendwo in mir drin gibt es etwas Böses. Und dieses Etwas kann sich verkleiden und verstecken, aber es geht nicht weg. Ich kann mich gut verhalten, ich kann mich sogar bessern – aber ich kann nicht wirklich immer von Herzen gut sein.
DER KERN IST NICHT GUT
Dieses Etwas nennt die Bibel unsere sündige Natur. Manche Menschen lassen dieser Natur freien Lauf und sind sofort erkennbar als ewige Klagegeister, als Egozentriker oder als Narzissten. Andere versuchen ernsthaft, ein gutes Leben zu führen – doch scheitern immer wieder. Im Grunde wissen alle nur zu gut, dass wir ganz tief drinnen etwas Böses haben. Die Bibel beschreibt uns deswegen als Sünder. Und das schlimme ist: Damit haben wir den Tod verdient. Jeder von uns. Die Bibel sagt:
„Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ (Die Bibel, Römer 6, 23)
SÜNDE FÜHRT ZUM TOD
Ich bin also nicht wirklich gut, kann mich auch nicht gänzlich in der Tiefe verändern und alles das macht mich schuldig vor Gott und führt zum Tod? Der Vers in Römer 6, 23 geht allerdings weiter:
„Der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.“
JESUS LIEBT MICH MEHR ALS SEIN LEBEN
Die Sünde trennt uns von Gott. Doch Gott liebt jeden einzelnen Menschen und will mit ihm zusammen sein. Mit dir und mit mir. Deswegen ist Jesus Christus am Kreuz gestorben. In seinem ganzen Leben hat er nicht eine einzige Sünde getan. In ihm ist nichts Böses; er ist vollkommen gut. Ich hätte sterben müssen. Du hättest sterben müssen. Doch Jesus hat dieses große Opfer gebracht. Er hat einen Weg geschaffen, auf dem wir wieder in Kontakt mit Gott kommen können: durch den Glauben an die stellvertretende Zahlung von Jesus. Jedem von uns steht es nun frei, dieses Opfer anzunehmen und schuldfrei zu werden: „Glaube an den Herrn Jesus Christus, so wirst du gerettet werden!“ (Apostelgeschichte 16, 31)
EIN NEUES LEBEN BEKOMMEN
Zurück zum Anfang: Kann ich mich ändern? Kann ich ein gutes Leben führen? Ja und nein. Ich kann mich bemühen, aber ich kann nicht wirklich in der Tiefe gut sein. Was ich allerdings tun kann: die stellvertretende Zahlung von Jesus für mich im Glauben annehmen, eine Umkehr erleben und, wie die Bibel das so schön ausdrückt, „in Neuheit des Lebens wandeln“ (vgl. Römer 6, 4). Ich muss nicht bleiben, wie ich bin: Im täglichen Umgang mit Jesus verändere ich mich und werde immer mehr zu dem Menschen, den Gott sich eigentlich vorgestellt hat. Der Mensch, der ich eigentlich schon immer gern sein wollte. Wie das geht, ist ein Geheimnis.