„Johannes und das Licht der Welt”
Ist der evangelistische Kinderfilm empfehlenswert?

17. März 2026

Seit dem 12. März 2026 läuft der Animationsfilm Johannes und das Licht der Welt in den deutschen Kinos. Hier erfährst du mehr über den Film, für welches Alter er geeignet ist und wie du ihn für deine Alltagsmission mit Kindern nutzen kannst.

Kindern von Jesus zu erzählen, ist das eine, sie wirklich für ihn zu begeistern jedoch etwas ganz anderes. Wie kannst du die Kinder in deiner Jungschar oder Nachbarschaft neugierig auf Gott und sein Wort machen?

Ein gut gemachter christlicher Kinderfilm ist eine Möglichkeit, mit dem du Inhalte vermitteln kannst, auf die du mit den Kindern weiter aufbauen kannst. Im März 2026 kam der ursprünglich amerikanische Kinderfilm „Johannes und das Licht der Welt” in die deutschen Kinos. Doch ist er wirklich gut und empfehlenswert?

Wir haben uns den handgezeichneten 2D-Animationsfilm direkt angeschaut und uns ein eigenes Bild gemacht. Tatsächlich macht der Film den Kindern Jesus auf eine schöne und ganz persönliche Art bekannt. Dadurch lässt er sich wunderbar evangelistisch nutzen. Beachte aber, dass der Film vielleicht nicht für jedes Kind uneingeschränkt geeignet ist.

Im Folgenden findest du alle wesentlichen Informationen zum Film sowie Dinge, die du beachten solltest, wenn du ihn mit deinen Kindern schauen möchtest.

Die Eckdaten zum Film

Der christliche Kinderfilm ist eine Produktion des Salvation Poem Project, einem Team aus Filmemachern, Spieleentwicklern und Storytellern, die ein evangelistisches Anliegen verfolgen. Der Film wurde erstmals am 5. September 2025 in den USA unter dem Titel „Light of the World“ ausgestrahlt. Seitdem wurde er international in über 25 Ländern veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt. In das Projekt flossen etwa 20 Millionen US-Dollar. Am 12. März feierte der Film seine Kinopremiere im deutschsprachigen Raum.

Dauer: 91 Minuten

FSK: ab 6 Jahren freigegeben

Hörspiel-Abenteuer

Die Doppeldecker Crew für 6-9 Jährige

Zusammen mit Marie, Philipp, Toni und Sammy reisen Kinder im evangelistischen Kinderhörspiel Die Doppeldecker Crew in ferne Länder, erleben allerhand Abenteuer und lernen dabei Jesus Christus kennen.

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Worum geht es in „Johannes und das Licht der Welt“?

In diesem christlichen Kinderfilm wird das Publikum direkt in das Leben Jesu hineingenommen – und zwar aus der Perspektive des jungen Apostels Johannes. Der 13-Jährige lernt Jesus kennen, als der Nahe Osten und Jerusalem vom römischen Imperium besetzt sind. Jesus bezeichnet sich als der verheißene Retter, auf den das jüdische Volk sehnsüchtig wartet. Viele haben ihn sich anders vorgestellt, doch Johannes ist fasziniert vom Messias. In der Hoffnung, Jesus könne seine Familie aus der römischen Unterdrückung befreien, folgt Johannes dem besonderen Mann. Dies ist nicht nur der Beginn einer Freundschaft. Auf seinem Weg lernt Johannes Jesus immer besser kennen und erfährt so auch von seiner eigentlichen Mission.

© SDG Entertainment Pictures & Salvation Poem Project

Rezension – Ist der „Johannes und das Licht der Welt“ ein empfehlenswerter christlicher Kinderfilm?

Der Film ist für Kinder nahbar und ansprechend

Die Figur des 13-jährigen Johannes macht die Geschichte insbesondere für Kinder sehr nahbar. Er ist das Auge des Publikums. Anstatt Jesus aus der Distanz kennenzulernen, stürzt er sich mitten ins Geschehen, stellt Fragen und wächst an den Herausforderungen. Damit verkörpert er viele Merkmale eines typischen jungen Menschen. Neugierig, draufgängerisch, kindlich naiv – aber gerade dadurch ehrlich und ungefiltert. Seine Perspektive ermöglicht einen glaubwürdigen, statt belehrenden Zugang zu Jesus und seiner Person.

Der Film „Johannes und das Licht der Welt“ ist etwas für die ganzen Familie

Obwohl es sich um einen Kinderfilm handelt, richtet sich „Johannes und das Licht der Welt” nicht nur an Familien und Kindergruppen, sondern an ein breites, kulturinteressiertes Publikum. Der Film ist sowohl für Christen als auch für Nichtchristen einen Kinobesuch wert. Letztere werden durch den tiefgreifenden Inhalt eingeladen, den Sohn Gottes kennenzulernen. Indem Jesus als mitfühlender, nahbarer Freund dargestellt wird, werden Mauern eingerissen: Mauern der Skepsis, der Voreingenommenheit, womöglich sogar der Abneigung. Die Macher des christlichen Kinderfilms glauben laut eigener Aussage von Herzen daran, dass Gott durch „Johannes und das Licht der Welt” das Leben von Menschen verändern kann. Wenn diese anfangen, sich für Jesus Christus zu interessieren, machen sie einen – wenn auch zaghaften – Schritt auf ihn zu. Die Hoffnung ist, dass vor allem Kinder „in diesem Film die Wahrheit des Evangeliums erfahren und erkennen, dass es einen realen Gott im Himmel gibt, der sie liebt, und dass sie das zu einer Beziehung mit Jesus antreibt.“

© KI generiert

Das Filmdesign „erweckt“ Figuren zum Leben

Johannes und das Licht der Welt ist wie ein lebendig gewordenes Kinderbuch. Die Figuren werden als klare grafische Formen in warmen Farben in Szene gesetzt. Besonders die Figur von Jesus wurde mit viel Liebe gestaltet: Die Macher des Films wollten den Sohn Gottes nicht nur als Mann nahöstlicher Herkunft, sondern vor allem als mitfühlenden, freundlichen Charakter darstellen. Dabei waren seine Augen besonders wichtig, denn: „Die Augen sind das Fenster zur Seele. Wenn es uns nicht gelingt, den liebevollen Blick Jesu einzufangen, machen wir unseren Job nicht richtig. Können wir immer genau diese Liebe sehen, können wir erkennen, dass er genau das meint, was er sagt? Wir glauben, das ist uns gelungen.“

© SDG Entertainment Pictures & Salvation Poem Project

Empfehlenswert ja, aber mit Einschränkungen

Da es sich bei dem Film „Johannes und das Licht der Welt“ in erster Linie um ein evangelistisches Projekt handelt, erhebt er nicht den Anspruch, theologisch unanfechtbar zu sein. So weichen manche Szenen in Details von ihrer biblischen Grundlage ab. Dadurch werden weder die Botschaft noch der Leidensweg Jesu geschmälert.

Im Gegenteil: Die Verhaftung, Verurteilung und Kreuzigung Jesu werden deutlich gezeigt. Diese intensiven Bilder können insbesondere für kleinere Kinder aufwühlend sein. Deshalb sollte man sich nicht nur auf die Altersfreigabe ab 6 Jahren verlassen. Es ist daher sinnvoll, im Vorfeld abzuwägen, ob der Film für die jeweilige Gruppe schon geeignet ist, und gegebenenfalls Eltern zu befragen, die ihn bereits mit ihren Kindern gesehen haben.

Es kann auch helfen, den Kindern vor dem Kinobesuch zu erklären, was inhaltlich auf sie zukommt, damit sie innerlich vorbereitet sind und es keine „bösen Überraschungen“ gibt. Plane zudem Zeit ein, um die Kinder im Anschluss an den Film gut begleiten zu können.

Wie du den Film „Johannes und das Licht der Welt“ evangelistisch nutzen kannst

Wenn du um die Besonderheiten des Films weißt, kannst du ihn wunderbar evangelistisch nutzen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Filmenachmittag mit deiner Jungschargruppe? Das wäre eine prima Gelegenheit für Gemeindekinder, ihre glaubensfernen Freunde einzuladen und mitzubringen.

Vielleicht wäre „Johannes und das Licht der Welt” auch eine gute Unterhaltung, wenn du das nächste Mal auf die Nachbarskinder aufpasst. Und danach? Kommt ins Gespräch! Der Film regt zum Nachdenken an. Sprich mit den Kindern darüber, wie Jesus nicht nur Johannes, sondern auch ihr Freund werden kann – hier und heute! Beantworte ihre Fragen, damit sie das Gesehene verarbeiten und verstehen können, dass es tatsächlich einen Gott gibt, der einen Weg geschaffen hat, um die Zerbrochenheit in dieser Welt zu heilen.

Und was meinst du? Gelingt es dem Film, seine Zuschauer neugierig auf Jesus zu machen? Sieh dir „Johannes und das Licht der Welt” an und finde es heraus – zusammen mit Kindern in deinem Umfeld. Vielleicht verspürst du nach anderthalb Stunden Filmmaterial auch neue Begeisterung für Christus und sein Evangelium – und die Kinder haben eine Menge Gesprächsstoff!

Titelbild: © KI generiert

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Lisa-Marie Thönes

Kinderredakteurin für die Doppeldecker Crew

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