LERNEN AUS DER PANDEMIE

29. April 2021

Seit über einem Jahr erleben wir eine Pandemie. Was können wir aus der aktuellen Situation für unser alltägliches Leben lernen?

Hände halten Kerze als Blogbild für Lernen aus der Pandemie

Geschätzte Lesezeit: 2:15 Minuten

Vor kurzem wurden die Bürger Deutschlands aufgefordert, der Corona-Toten zu gedenken. Und tatsächlich stellten zahlreiche Menschen Lichter in die Fenster, um ihre Anteilnahme auszudrücken. Wer einen nahestehenden Menschen durch COVID verloren hat, mag diese Geste als tröstlich empfunden haben. Denn hinter all den Zahlen, Statistiken und Kurven stehen einzelne Menschen. Menschen, die heute fehlen, die schmerzlich vermisst werden – genauso wie jene Menschen, die anderen Krankheiten und Unglücken in den letzten Monaten zum Opfer gefallen sind.

DEMUT GEGENÜBER DEM UNVERFÜGBAREN

In seiner Ansprache sagte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier: „Liebe Landsleute, die Pandemie erinnert uns an etwas, das wir allzu gern verdrängen: dass wir verletzliche und sterbliche Wesen sind. Nicht alles lässt sich planen, berechnen, absichern und beherrschen. Wir haben nicht alles im Griff. Schon gar nicht den Tod. Auch wenn die Medizin immer mehr Krankheiten heilen, immer mehr Leben retten kann: Wir alle stehen dem Tod letztlich ohnmächtig und ratlos gegenüber, und es fällt uns schwer, das hinzunehmen. Die Pandemie lehrt uns Demut gegenüber dem Unverfügbaren.“

UNAUSWEICHLICHE FRAGEN

Wir Menschen verfügen nicht über unser Leben. Daran müssen wir uns immer wieder erinnern. In einem Gebet in den Psalmen heißt es: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden“ (Die Bibel, Psalm 90,12). Offensichtlich reicht es nicht, sich nur schockiert solchen Katastrophen oder Unfällen zu stellen. Wir müssen lernen. Und das beginnt mit einem Nachdenken darüber – und zwar vor Gott, dem wir unser Leben verdanken und von dem wir bei jedem Atemzug abhängig bleiben. Das wird immer dann deutlich, wenn wir in einen Unfall verwickelt werden oder lebensgefährlich erkranken – sei es an COVID-19 oder einer anderen Krankheit. Dann sind die letzten Fragen unausweichlich. Hast du den Mut, dich diesen Fragen zu stellen?

KOMM INS GESPRÄCH MIT GOTT

Tu es jetzt – denn in der akuten Not reichen oft nicht die Kräfte, um darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen. Komm jetzt darüber ins Gespräch – vor allem mit Gott. Und sei es, dass du einige Tage nur diese eine Bitte vor Gott bringst: „Lehre mich bedenken, dass ich sterben muss, damit ich klug werde.“ Gott antwortet auf solch ein ehrliches, existenzielles Gebet. Eines ist sicher, du wirst dadurch nicht verlieren. Nein, du kannst nur gewinnen, nämlich Klugheit. Klugheit, die nicht nur zum Sterben befähigt, sondern gerade zum Leben verhilft. Wer nämlich das Letzte geklärt hat, der kann im Vorletzten leben. Jesus Christus hat eine Antwort gegeben auf diese letzten Fragen. Er sagt: „Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.“(Die Bibel, Johannes 5,24) Wer in diesem Sinne schon den Tod hinter sich hat, der kann sich dem Leben hier und jetzt zuwenden.

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