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Was bedeutet Ostern für die Menschen in deinem Umfeld? Wie verbringen sie die Festtage? Viele Menschen verbinden mit Ostern vor allem den Frühlingsanfang und ein paar willkommene freie Tage, die sie mit ihrer Familie verbringen können. Doch was macht das mit dir? Schmerzt es dich zu sehen, dass ihnen Ostern nicht mehr bedeutet als das?
Die wenigsten Menschen verbinden Ostern mit der Auferstehung von Jesus Christus. Dabei ist dieses Ereignis der Dreh- und Angelpunkt des christlichen Glaubens und der entscheidende Grund, warum du selbst Ostern feierst. „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden;”, schreibt Paulus in 1. Korinther 15,17. Ostern ohne Auferstehungsglauben macht für dich keinen Sinn.
Aber wie lässt sich diese heutzutage unpopuläre Überzeugung auf eine Weise an Freunde und Nachbarn weitergeben, die zum Glauben einlädt, statt zu vergraulen? Wie kannst du diese besondere Zeit nutzen, um diese gute Botschaft weiterzugeben – ohne aufdringlich zu wirken, sondern positiv, authentisch und ansteckend?
Hier sind 9 praktische Wege und Ideen, wie du an Ostern auf entspannte Weise einen kleinen Impuls weitergeben und den guten Samen des Evangeliums in deiner Nachbarschaft und Freizeit säen kannst.
1.Friends for Dinner – Lade an Ostern internationale Studenten zum Essen ein

Ostern wie auch Weihnachten sind Feiertage, an denen viele Menschen ohne Familie allein sind. Besonders Studenten aus dem Ausland sind an diesen Tagen oft allein – und haben vielleicht noch nie gehört, warum wir Ostern feiern. Wäre es nicht schön, diesen Menschen die Chance zu geben, einen deutschen christlichen Haushalt kennenzulernen und Ostern zu feiern?
Hier knüpft die Initiative „Friends for Dinner” an. Sie vermittelt Kontakte zu internationalen Studenten und unterstützt dich dabei, diese nach Hause einzuladen. Das ist eine großartige Möglichkeit, Gottes Liebe zu zeigen und neue Freundschaften zu knüpfen. „Friends for Dinner” ist eine christliche Initiative, die lokal von Ehrenamtlichen aus Kirchen und Gemeinden organisiert wird.
Anni erzählt: „Ich habe bei der letzten Friends for Dinner Weihnachtsaktion mitgemacht. Unter anderem war ein Hindu aus Pakistan zum Abendessen da. Es hat sich ein richtig gutes Gespräch über das Evangelium ergeben – er hat sehr viele Fragen gestellt und zum ersten Mal das Evangelium gehört. Ich habe bei meinen Gästen gespürt, dass sie sich sehr gefreut haben, eingeladen worden zu sein, und es richtig schön fanden, die deutsche Kultur etwas näher kennenzulernen. ‚Friends for Dinner’ ist eine tolle Gelegenheit, Gastfreundschaft zu leben, und bietet eine riesige Chance, Menschen, die noch nie das Evangelium gehört haben, von Jesus zu erzählen. Ich kann es nur jedem Christen ans Herz legen, seine WG, Wohnung oder sein Haus dafür zu öffnen.”
Du möchtest mitmachen? Dann melde dich hier bei der Aktion „Friends for Dinner” an.
2. Verschenke evangelistische Literatur zu Ostern
Evangelistische Osterliteratur ist ein bewährter Weg, um die Osterbotschaft weiterzugeben. Wenn du zum Beispiel deinem Nachbarn das nächste Mal im Treppenhaus begegnest, frage ihn doch, ob er Ostern feiert oder wie er die Osterfeiertage verbringt. Knüpfe daran an und erzähle, was Ostern für dich persönlich bedeutet. Am Ende kannst du fragen, ob du eine Osterkarte oder ein Magazin weitergeben darfst.
Im DarumOstern-Shop findest du Ostermagazine und Osterkarten, die du weitergeben kannst: darumostern.de/shop. Die Materialien sind ansprechend gestaltet, leicht verständlich und greifen die Fragen auf, die Menschen wirklich bewegen.
Marie erzählt, wie sie auf ihrer Arbeit Gespräche über Feiertage wie Ostern oder Weihnachten führt: „Ich rede gerne auf der Arbeit über meinen Glauben und nutze Feiertage wie Ostern und Weihnachten, um meinen Kollegen das Evangelium näherzubringen. Einmal standen wir zur Mittagszeit in der Küche und ein paar englischsprachige Kollegen unterhielten sich über Ostern. Ich fragte sie dann, ob sie wissen, warum der Freitag ‚Good Friday’ heißt, wenn Jesus doch an diesem Tag gestorben ist. Sie wussten es nicht und ich konnte ihnen von der Vergebung der Sünden und der Hoffnung der Auferstehung erzählen.”
Solche Gesprächsmöglichkeiten und Gesprächsöffner können sich auch mit deinen Nachbarn, im Pferdestall oder beim Sport ergeben.

3.Teile die DarumOstern-Website
„Ist die Auferstehung glaubwürdig?” – Diese Frage kann an Ostern aufkommen. Vielleicht im Gespräch mit Nachbarn, beim Sport, beim Osterbrunch mit Freunden oder in der Diskussion mit skeptischen Familienmitgliedern. Genau hier setzt die DarumOstern-Kampagne an. Die Website darumostern.de liefert auf interaktive Weise Antworten und zeigt, warum es auch heute Sinn macht, an die Auferstehung zu glauben – mit Argumenten, die auch Skeptiker ins Nachdenken bringen. Lade deinen Nachbarn ein, sich die Website einmal anzuschauen. Die Seite bietet auch viele digitale Inhalte zum Teilen an. Perfekt für deine Story, deinen WhatsApp-Status oder deinen Feed.
4. Lade Nachbarskinder ein, einen christlichen Film anzuschauen

© SDG Entertainment Pictures & Salvation Poem Project
Seit dem 12. März 2026 läuft „Johannes und das Licht der Welt” im Kino – ein Animationsfilm über das Leben Jesu aus der Perspektive des Jüngers Johannes. Kindgerecht aufbereitet, bewegend erzählt. Wir haben ihn uns angeschaut. In einem ausführlicheren Blogartikel findest du unser Fazit und noch mehr Ideen, wie du diesen evangelistischen Film nutzen kannst.
Das ist deine Chance: Lade Nachbarskinder ein, den Film gemeinsam anzusehen. Vielleicht fragst du ihre Eltern: „Ich gehe mit meinen Kindern ins Kino – hätten eure Lust mitzukommen?” Oder du organisierst einen kleinen Ausflug mit mehreren Familien. Bereite vor allem die Kinder auch schon im Voraus darauf vor, worum es in dem Film geht, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Denn die Verhaftung, Verurteilung und Kreuzigung Jesu werden deutlich gezeigt. Diese intensiven Bilder können besonders für kleinere Kinder aufwühlend sein.
Plane auch Zeit ein, um die Kinder nach dem Film gut begleiten zu können, und knüpfe in Gesprächen an den Film an. Du könntest nach dem Film noch zu dir nach Hause auf ein Eis einladen oder das Thema bei einem gemeinsamen Oster-Bastelnachmittag vertiefen. Während die Kinder Osterdeko basteln, kannst du an den Film anknüpfen und nochmal auf die Ostergeschichte zu sprechen kommen.
Hinweis: Der Film „Johannes und das Licht der Welt” ist ein evangelistisches Projekt und weicht in Details von der biblischen Vorlage ab. Das schmälert weder die Botschaft noch den Leidensweg Jesu.
Mehr Infos zum Film findest du auf: https://johannes-und-das-licht-der-welt.de
5. Besuche evangelistische Osteraktionen

Du musst das Rad nicht neu erfinden. In vielen Städten gibt es evangelistische Osteraktionen, die du besuchen kannst – zusammen mit Freunden, Familie oder Nachbarn. Lade jemanden ein und biete an, gemeinsam hinzufahren.
Ein Beispiel ist der Ostergarten Stuttgart: ein begehbarer Erlebnisparcours, der die letzten Tage Jesu nacherzählt. Besucher können hier auf bewegende und eindrückliche Weise die Ostergeschichte mit allen Sinnen erleben. Die Vision des Ostergartens ist es, einen neuen Zugang zur Ostergeschichte zu schaffen und die befreiende Botschaft der Ostergeschichte für Menschen erlebbar zu machen und Herzen neu zu berühren. Auch hier ist es wichtig, die Person schon darauf vorzubereiten, was sie bei dem Event erwartet. Und nach der Aktion? Frag nach: „Was hat dich am meisten berührt? Was fandest du spannend?” Hör zu. Lade zum Kaffee ein und bleib im Gespräch. Solche Erlebnisse können Herzen öffnen und Gespräche über den Glauben starten.
Mehr Infos: https://ostergarten-stuttgart.de/
6. Lade zum gemeinsamen Bibellesen ein
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, die Bibel als Alltagsmissions-Tool zu nutzen und für sich selbst sprechen zu lassen? Evangelistisches Bibellesen ist oft keine naheliegende Option in der Alltagsmission und für viele Christen mit einer Hemmschwelle verbunden. In der Osterzeit sind Menschen möglicherweise offener für das Evangelium. Ostern bietet daher einen guten Anknüpfungspunkt, die Bibel für sich sprechen zu lassen.
Wie wäre es, wenn du deinen Nachbarn oder Freund im Verein beim nächsten Gespräch über Ostern und deinen Glauben einfach fragst, ob er oder sie Interesse hat, gemeinsam im Johannesevangelium zu lesen? Die Einladung sollte dabei möglichst einfach und ohne Hemmschwelle formuliert sein. Du kannst zum Beispiel fragen: „Hast du als Erwachsener schon mal in der Bibel gelesen?” oder „Möchtest du einmal mit mir 18 Sätze in der Bibel lesen? Wir könnten uns 30 Minuten zusammensetzen und gemeinsam lesen, was es mit Jesus auf sich hat.”
Das Tool für missionarisches Bibellesen „Das Wort gemeinsam lesen” unterstützt dich genau dabei. Es ist eine Hilfe, mit einem Freund den Text des Johannesevangeliums zu entdecken, und ist speziell dafür entwickelt worden, um einfach, strukturiert und ohne Vorkenntnisse gemeinsam mit einem andersgläubigen Freund zu lesen. Ihr lest gemeinsam kurze Abschnitte, sprecht darüber und entdeckt, was Jesus sagt.

7. Kreativ werden mit Kreide-Mal-Aktionen
Für das Evangelium kreativ werden kannst du auch, indem du zu Ostern Kreidebotschaften oder Bilder auf öffentliche Wege, Plätze oder Kreuzungen malst. Mit Kreide (gibt’s auch als Kreide-Spraydosen) kannst du zum Beispiel Botschaften wie „Jesus lebt”, „Der Herr ist auferstanden” oder auch Bibelverse auf den Boden schreiben.
8. Überrasche deine Nachbarn mit Oster-Geschenkpäckchen
Durch eine kleine Aufmerksamkeit kannst du deinen Nachbarn – seien es Kinder oder Erwachsene – eine große Freude machen. Wie wäre es, wenn du zum Beispiel ein Osterlamm backst und es deinen Nachbarn als Überraschung bringst? Oder du stellst kleine Osterkörbchen zusammen und verteilst sie in deiner Nachbarschaft – mit einer Osterkarte und einem persönlichen Gruß. Ideen für den Inhalt findest du hier.
9. Starte eine Oster-Back-Aktion mit Nachbarskindern

Kinder lieben es zu backen – und Ostern ist die perfekte Gelegenheit, mit Nachbarskindern gemeinsam Osterlämmer zu backen. Statt nur Osterhasen und Schokolade steht dabei ein altes christliches Symbol im Mittelpunkt: das Lamm.
Das Lamm ist ein kraftvolles biblisches Bild für Jesus Christus. Johannes der Täufer sagte über Jesus: „Am folgenden Tag sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!” (Johannes 1,29). Schon im Alten Testament wurden Lämmer geopfert – Jesus ist das vollkommene Opferlamm, das ein für alle Mal für unsere Schuld starb.
Beim gemeinsamen Backen kannst du Kindern (und ihren Eltern!) auf kindgerechte Weise erklären, worum es an Ostern wirklich geht – und bietest gleichzeitig eine schöne Alternative zum kommerziellen Osterhasen.
10. Lade zum Oster-Spaziergang mit Nachbarn ein
Die Osterfeiertage bieten oft ruhige Momente, die sich perfekt für gemeinsame Aktivitäten eignen. Ein Oster-Spaziergang ist eine wunderbare Gelegenheit, Zeit mit Nachbarn oder Freunden zu verbringen und dabei ganz natürlich über den Glauben ins Gespräch zu kommen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Spaziergang an Ostersonntag zum Sonnenaufgang?
Das Schöne ist: Beim Gehen entsteht eine besondere Atmosphäre. Die Bewegung lockert auf, der Blick geht nach vorne, statt sich gegenüberzusitzen, und Gespräche entwickeln sich oft tiefer und ehrlicher. Jesus selbst ging mit seinen Jüngern spazieren – denk nur an die Emmaus-Jünger, denen er auf dem Weg begegnete und die Schriften erklärte (vgl. Lukas 24,13–35).
So kannst du den Spaziergang evangelistisch nutzen:
Sprich deine Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunde an: „Ich gehe am Ostermontag spazieren – hast du Lust mitzukommen?” Oder: „Wir wollen als Familie eine kleine Oster-Wanderung machen. Möchtet ihr mitkommen?” Die Einladung ist niedrigschwellig und unverbindlich.
Nutze die entspannte Atmosphäre, um Fragen zu stellen: „Was bedeutet Ostern für dich?” oder „Hast du schon mal darüber nachgedacht, ob es nach dem Tod weitergeht?” Höre aufmerksam zu und erzähle dann deine eigene Geschichte: „Für mich bedeutet Ostern …”
11. Bete gezielt für deine Nachbarn und Freunde
Ostern ist ein guter Anknüpfungspunkt, um von Jesus zu erzählen und sich darüber zu unterhalten, warum wir Ostern eigentlich feiern. Vielleicht haben dich einige der Ideen angesprochen und ermutigt, etwas davon umzusetzen, oder sie haben dich auf weitere Ideen gebracht. Doch bevor du startest, bete dafür. Alle Ideen und Aktionen sind wichtig – aber das Fundament deiner Alltagsmission sollte das Gebet sein. In unserem Gebetsjournal kannst du deine Gebetsanliegen eintragen und dich durch Impulse ermutigen lassen.
Und vergiss nicht: Gott geht mit dir. Er öffnet Türen, schenkt Worte und wirkt in Herzen. Deine Aufgabe ist es nur, treu zu sein – den Rest macht er.
Wir wünschen dir frohe Ostern – und, dass dieses Ostern das Leben deiner Freunde und Nachbarn verändern darf. Viel Freude in deiner Alltagsmission!
© Titelbild: unsplash.com/Victoria Romulo