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Nach Erhebungen des Welttourismusverbandes UNWTO geben die Deutschen rund 56 Milliarden Euro im Jahr für Auslandsreisen aus – so viel Geld wie keine andere Nation der Welt. Aber warum ist Urlaub uns eigentlich so wichtig?

Die meisten verbinden mit Urlaub eine ganz bestimmte Vorstellung: Den Alltag hinter sich lassen und ab ins Vergnügen. Die kleinen Reibereien des Alltags vergessen und endlich richtig viel Zeit miteinander, füreinander und natürlich für sich haben. Wir nehmen uns viel vor. Mal richtig ausschlafen, Bücher lesen, ausgiebige Spaziergänge machen, neue Eindrücke gewinnen, die man miteinander teilen kann. Solche oder ähnliche Gedanken kommen uns, wenn wir das Wort Urlaub hören. Aber leider sieht die Realität oft anders aus. Viele Menschen stellen nämlich fest, dass der Urlaub ganz anders verläuft, als sie es sich vorgestellt hatten. Das Hotel ist anders als erwartet, das Wetter auch. Und schlecht geplante Unternehmungen verbreiten Stress. Keine Spur von Harmonie, trauter Zweisamkeit, von Friede, Freude und Entspannung. Stattdessen gereizte Stimmung und gegenseitige Vorwürfe. Schnell wird klar, mit dem Alltag bleiben auch der normale Tagesablauf und die stillschweigenden Abmachungen zu Hause. Dass man so viel Zeit gemeinsam verbringt, ist man gar nicht gewöhnt. Und mit dem Partner reisen auch alle seine Fehler mit. Da sind Spannungen vorprogrammiert – allzu oft mit einem Nachspiel: Jede dritte Scheidung wird unmittelbar nach einem Urlaub eingereicht!

Warum sehnen wir uns so sehr nach Zufriedenheit und Glück? Der französische Naturwissenschaftler und Mathematiker Blaise Pascal hat es so ausgedrückt: „Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann als allein durch Gott, den Schöpfer, wie er sich in Christus offenbart.“ So besteht der Sinn und das Ziel unseres Lebens darin, in der Gemeinschaft mit dem lebendigen Gott zu leben. Doch ein Problem trennt uns von Gott: unsere Schuld. Denn wir wollen Gott nicht in unser Leben lassen. So leben wir im Widerspruch gegen Gott. Das ist Sünde. Und von uns aus können wir das nicht einfach wieder gut machen. Jemand musste die Kluft zwischen uns und Gott überbrücken, damit wir zu Gott zurückkehren können. Jesus Christus ist diese Brücke. Er hat unsere Schuld bezahlt, als er am Kreuz dafür gestorben ist. Der Sohn Gottes, sagt:

„Kommt her alle, ihr Mühseligen und Beladenen. Ich will euch Ruhe geben“ (Matthäus 11,28).

Jesus Christus hält wirkliche Erfüllung und echten Frieden inmitten des Alltags für uns bereit. Mit ihm können wir auch im größten Stress zur Ruhe kommen – und so auch einen schlechten Urlaub trotzdem genießen … Gute Reise!

 

Kommentare

4 Kommentare zu “Schönen Urlaub

  1. Alexander Coursow sagt:

    Ein sehr schöner Text mit einem tiefsinnigen Zitat von Blaise Pascal. Gibt es für uns Christen überhaupt so etwas wie Urlaub in dieser Welt? In einer Predigt hörte ich einmal, dass wir uns in der Nachfolge Christi auf eine lebenslange Reise begeben. Wie es in Matthäus 8, Vers 20 heißt: “Jesus antwortete ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann.” So schön und herrlich ein irdischer Ort für einen Moment auch scheinen mag, es ist noch nicht unsere endgültige Heimat, wobei wir dieser jeden Tag einen Schritt näher kommen, wenn (eine moderne Methapher zum Schluss) unser Navigationssystem auf Gottes Wort eingestellt ist. Seid gesegnet und viele Grüße aus Buenos Aires!

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Alexander,
      danke für Deine Gedanken zu diesem Blogartikel. Als Christen dürfen wir eine echte Hoffnung auf den Himmel haben. Dort wird es mit Sicherheit unvergleichlich besser sein als in jedem noch so schönen Urlaub. Aber auch jetzt haben wir immer mal Erholungsphasen nötig und dürfen diese dankbar genießen. „Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig!“ Denn es waren viele, die gingen und kamen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen, sagte Jesus einmal nach einem anstrengenden Tag zu seinen Jüngern (Markus 6,31). Alles hat seine Zeit, und wie wir im Alltag die Gute Botschaft von Jesus Christus weitergeben können, dazu gibt es etliche Anregungen in unserem Podcast „machbar“.
      Viele Grüße aus dem Missionswerk!

  2. Rainer sagt:

    Im letzten Urlaub hab ich erkannt, dass ein Leben ohne Erlösung leer und sinnlos ist! Familie, Haus, Gesundheit und Spass können die eigene Schuld und Sünde nicht verdrängen-heute bin ich ein glückliches Kind Gottes, JESUS CHRISTUS sei Dank❣️

  3. Gesche sagt:

    Ja, Urlaub kann so ganz anders verlaufen als geplant….. schlechtes Wetter fesselt einen in die 4 Wände und schon ist man mit seinen Gedanken alleine. Die kürzlich ueberstandene Krankheit war doch Schnee vongestern! Oder doch nicht? Viel Zeit zum Grübeln….. Gott sei Dank bin ich beim Surfen hier auf der Seite gelandet. Jeden Tag höre ich nun eine kleine Andacht an und dabei ist so manches direkt ins Herz gefallen!

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