Weihnachten als Wendezeit

Schon wieder Weihnachten

Geschätzte Lesezeit: 3:30 Minuten

Bei dem Blick auf den Kalender denke ich: „Schon wieder Weihnachten? Hatten wir nicht gerade erst Weihnachten?“ Es ist, als ob die Zeit immer schneller rasen würde. Bald ist der 1. Januar und wir müssen uns wieder an eine neue Jahreszahl gewöhnen. Und doch sollten wir etwas Wichtiges festhalten: Dieses neue Jahr ist ein weiteres Jahr „nach Christus“. Wir zählen die Jahre nach diesem Ereignis: nach Christus, nach der Geburt des Jesus von Nazareth. Wir sagen damit: Das war ein entscheidendes Ereignis, ja, das war eine Zeitenwende. Bis heute scheint die Geburt Jesu relevant zu sein. Immerhin feiern Christen sowie Nicht-Christen Weihnachten mit nicht nachlassendem Eifer. Überzeugte und Suchende, Skeptiker und Gleichgültige, Junge und Alte, im Westen wie im Osten. Das ist schon erstaunlich. Doch worum geht es bei Weihnachten?

Geburt von Jesus

Rückblick: Vor etwa 2.000 herrschte Kaiser Augustus in Rom. Am Rande des Reiches gab es die Provinz Judäa. Was sich dort abspielte, lag nicht im allgemeinen Interesse. Erst recht nicht, was in einem Dorf wie Bethlehem passierte.

Doch dort geschah genau das, was bis heute der eigentliche Anlass für das Weihnachtfest ist. Die junge Frau Maria bringt in einem Viehstall unter unvorstellbar schlechten hygienischen Bedingungen ihr erstes Kind zur Welt. Mit ihrem Mann Josef nennt sie das Kind „Jesus“. Das heißt zu Deutsch „Gott rettet“. Etwa um die gleiche Zeit hatten Hirten auf dem Feld eine Begegnung besonderer Art, die sie erschreckte. Ein Engel war am Himmel zu sehen, der ihnen eine Botschaft ausrichtete:

„Ihr braucht euch nicht zu fürchten! Ich bringe euch eine gute Nachricht, über die im ganzen Volk große Freude sein wird. Heute ist euch in der Stadt Davids ein Retter geboren worden; es ist der Messias, der Herr.“ (Die Bibel, Lukas 2,10-11)

Und so viel verstanden sie: Wenn das wahr ist, dann beginnt jetzt eine neue Zeit.

Geboren um zu sterben

Wahrscheinlich wäre diese Geburt wie viele andere Geburten in Vergessenheit geraten. Hätte dieses Kind als Erwachsener nicht genau das gesagt und getan, was er sagte und tat. Er heilte Kranke. Er machte die Liebe Gottes in einer Weise deutlich, dass Menschen Hoffnung schöpften. Er schenkte denen einen Neuanfang, die sich in Schuld verstrickt hatten. Er legte sich mit denen an, die ohne Erbarmen über andere urteilten. Genau das brach ihm – vordergründig betrachtet – das Genick. Man beseitigte ihn und ließ ihn am Kreuz elend verrecken. Doch nach drei Tagen hieß es: Er lebt! Der Tod konnte ihn nicht halten. Er war auferstanden. Was dieser Mann tat und verkündigte, hat sich bis heute fortgesetzt. Weltweit ist von ihm die Rede, Menschen handeln in seinem Namen und tragen seine Botschaft von einer neuen Zeit weiter. Sie tun es, weil es das Evangelium ist, die gute Botschaft.

Jesus kommt zu dir

Alles begann damit, dass eine junge jüdische Frau in einem armseligen Stall ein Kind zur Welt brachte. Was dort begann, hat mit uns heute zu tun. Gott macht sich auf den Weg zu uns. In Jesus Christus bleibt er nicht im Himmel, sondern kommt zu uns auf diese Erde. Und sicher nicht ohne Grund an solch einen armseligen Ort. Er will uns unmissverständlich zeigen, dass es keinen noch so erbärmlichen Ort gibt, an dem er uns nicht begegnen könnte. Genau das kennzeichnet das Auftreten und die Botschaft von Jesus. Er sucht die Menschen dort auf, wo sie sind. Er zeigt nicht mit dem Finger auf sie und meint: „Gebt euch mehr Mühe! Ihr müsst anständiger werden, netter, hilfsbereiter!“ Nein, er streckt ihnen die Hand entgegen, die sie ergreifen dürfen. Und er sagt ihnen: „Ihr dürft heimkommen. Ihr werdet erwartet. Ihr werdet nicht verurteilt. Ihr dürft neu anfangen.“

Weihnachten als Wendezeit

Wie wäre es, wenn du dieses Weihnachten als das erlebst, was es ist: als Wendezeit. Es wird dein Leben so sehr verändern, dass du von einer Zeitenwende, ja von einer Lebenswende sprechen kannst. Nichts anderes ist gemeint, wenn die Bibel von Umkehr spricht. Diese Umkehr ist die Rückkehr zu Gott. Zu dem Gott, der auf dich  wartet. Du darfst mit Gott ins Gespräch kommen. Du kannst ihm danken für sein Entgegenkommen in Jesus, dem Retter. Sag ihm alles, was dich belastet und bitte ihn um Vergebung. Dann wird Weihnachten für dich zu einem Tag, an dem du reich beschenkt wirst.

Ein Kommentar zu “Schon wieder Weihnachten

  1. Michael sagt:

    Aber man kann sich doch an jedem Tag zu Jesus bekehren, nicht nur zu Weihnachten. Und wer verstockt ist, der bekehrt sich auch an Weihnachten nicht, sondern begibt sich in den Weihnachtsstress mit Geschenken usw. Bei Wirtschaftsleuten wird ja offiziell vom „Weihnachtsgeschäft“ gesprochen. Da geht es nur ums Kies verdienen. Von Jahr zu Jahr mehr. Und Jesus, der Heilsbringer wurde durch das Christkind oder alternativ den Weihnachtsmann als Geschenkebringer ausgetauscht. Dabei bringt uns Jesus das wichtigste Geschenk: Die Eintrittskarte für den Himmel. Wir müssen sie nur mit Reue für unser bisheriges Leben bei ihm abholen und den guten Willen an den Tag legen sich zukünftig besser zu verhalten, damit er mit uns zufrieden ist.

    Besonders bei den hohen, geldgierigen Wirtschaftleuten (u.a. Apfel) muss ich immer an das Gleichnis aus Lukas 16, 19-31 denken:
    https://www.bibleserver.com/text/GNB.EU.HFA.NeÜ/Lukas16,19-31

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