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„Vielleicht gibt es einen Gott, aber er hat keine Ahnung – sonst würde er endlich mal die Diktatoren dieser Welt stürzen, den Hungrigen Essen geben und für Frieden sorgen!“ Diese Meinung ist nicht neu. Schon vor 3000 Jahren sagten Agnostiker:
„Gott merkt ja doch nichts! (…) Was weiß der da oben von dem, was hier vorgeht?“ (Die Bibel: Psalm 73,11)
Gottferne Menschen denken, Gott habe keinen Schimmer, er sei abgetaucht. Er sei wie ein gutmütiger alter Mann, den das alles nicht so interessiert. Doch wie ist er wirklich?
Gott hat nicht den Hauch einer Ahnung
Schaut man in die Bibel, kommt man zu einem erstaunlichen Ergebnis: Gott hat tatsächlich keine Ahnung. Denn eine Ahnung ist ein Vorgefühl, eine Vermutung oder vage Vorstellung. Doch Gott ahnt Dinge nicht, er weiß sie! Er kennt unsere Gedanken durch und durch.
Wenn ich mich setze oder aufstehe – du weißt es; meine Absichten erkennst du schon im Voraus. Ob ich gehe oder liege, du siehst es, mit all meinen Wegen bist du vertraut. Ja, noch ehe mir ein Wort über die Lippen kommt, weißt du es schon genau, Herr. (Die Bibel: Psalm 139,2-4)
Gott wird hier deutlich beschrieben als ein wissender Gott. Gott hat keine Ahnung, denn er weiß einfach alles ganz genau. Gott kündigt in der Bibel die Zukunft an, seine Vorhersagen erfüllen sich. Das kann nur, wer allwissend und allmächtig ist. In diesem Sinne hat Gott nicht den Hauch einer Ahnung. Er weiß alles mit letzter Sicherheit.
Allwissenheit ist Gottes Eigenschaft
Gott muss sich nicht informieren.
„Gott ist größer als unser Herz, und er weiß alles.“ (Die Bibel, 1. Johannes 3,20)
Wie wirkt diese Eigenschaft auf uns? Vielleicht weckt es uns auf wie die grelle Morgensonne? Denn wir sollten hellwach sein, wenn es um den Gott der Bibel geht. Der ist so ganz anders, als wir Menschen ihn uns vorstellen. Die Bibel fragt, „mit wem wollt ihr Gott vergleichen?“ (Die Bibel, Jesaja 40,18). Er ist einzigartig und unvergleichlich. Er kennt die exakte Anzahl der Herzschläge, die unser Herz bis zum letzten Atemzug leisten wird. Er kennt die Zahl der Haare auf unserem Kopf. Er weiß Bescheid über den Spatz, der vom Himmel fällt (Die Bibel, Matthäus 10,9). Er ist voll im Bilde über die roten Riesen in den fernen Galaxien und er kennt alle Geheimnisse unseres Universums. Ahnen ist nicht seine Art, Allwissenheit ist seine Eigenschaft. Wir ahnen, was das bedeutet. Er kennt uns, er sieht uns, er versteht uns! Wir können aufwachen aus dem Traum vom lieben Gott, der nur ein bisschen Ahnung hat vom Planeten Erde. Es ist Zeit Abschied zu nehmen vom Bild eines lieben Gottes, der weit entfernt wie ein alter Greis über uns schmunzelt und abwesend seinen Bart streichelt.
Gottes Allwissenheit dient dir zum Besten
Gottes vollkommenes Wissen sollte uns nie ängstigen, sondern beruhigen. Er kennt meine Zukunft und die der ganzen Welt. Er allein weiß, was ich als sein Geschöpf brauche. Es ist wunderbar, dass diese Allwissenheit ganz und gar verwoben ist mit den vielen anderen Eigenschaften Gottes. Weil Gott uns wirklich liebt, kann die Allwissenheit Gottes uns nur zum Besten dienen. Wenn ich diese Liebe Gottes, ja ihn selbst annehme, dann wird Gottes Allwissenheit zu meiner Geborgenheit!