Ich habe meinen Glauben verloren

Bist du von Christen enttäuscht worden? Steckst du gerade in einer Krise oder kennst du jemanden, der sich bewusst von Gott abgewendet hat? In diesen Situationen stellen sich viele Fragen. Leichte Antworten gibt es nicht – aber Hoffnung.
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Geschätzte Lesezeit: 2:30 Minuten

„Ich habe meinen Glauben verloren“, sagt mancher und meint dabei womöglich wirklich den Glauben an Gott. Einige Menschen wenden sich bewusst von Gott ab, andere sagen, sie hätten ihren Kinderglauben verloren. Manche von ihnen sind von ihren Eltern unter Druck gesetzt worden, andere haben vielleicht schlechte Erfahrungen mit Kirche und Christentum gemacht. Nun wird es keine einfachen Antworten auf schwierige und komplexe Fragen geben. Doch so wahr es ist, dass man den Glauben verlieren kann, so wahr ist auch das andere: Gott gibt uns Menschen nicht verloren. Gott sucht, was verloren ist. Er sucht die Menschen, die er verloren hat, weil sie ihm den Rücken zugekehrt haben. Das setzt Gott ungemein zu. So sehr, dass er alles daran setzt, damit er uns wieder findet.

Jesus sucht die Verlorenen

Deshalb wundert es nicht, dass Jesus einige Male von Verlorenem spricht, das wieder gefunden wurde und eine unbändige Freude bei allen Beteiligten auslöste. Sogar der ganze Himmel freut sich. Und so fasst Jesus seine Mission zusammen: „Der Sohn des Menschen ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist.“ (Die Bibel: Lukas 19,10) Jesus ist nicht gekommen, um uns das Leben ein bisschen erträglicher zu machen. Er ist gekommen, um am Kreuz zu sterben. Für unsere Sünden zu sterben. Denn die Sünde ist der Grund, warum wir Gott aus den Augen verloren haben.

Schau nicht auf Menschen – schau auf Jesus

Wenn du den Glauben verloren hast, weil dir niemand mehr glaubwürdig erscheint, dann schaue dir den Gekreuzigten an. Als er starb, dachte Gott dabei nicht an sich, sondern an uns. Er dachte an dich. Wenn es einer wert ist, dass du ihm dein absolutes Vertrauen schenkst, dann ist es Jesus, der für dich Gekreuzigte. Er hat mit der Sünde nie etwas zu tun gehabt. Und doch nahm er dort alle Schuld – auch deine und meine Schuld – auf sich. Woher du das wissen kannst? Nun, Jesus Christus ist auferstanden und hat damit bestätigt, was er am Kreuz getan hat. In der Bibel steht: „Wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch.“ (Die Bibel: 1. Korinther 15,17)

Gründe zu glauben

Dann hättest du tatsächlich allen Grund, jeglichen Glauben über Bord zu werfen. Doch Jesu Auferstehung ändert alles! Nur: Wie kommt man nun zu diesem Glauben? Wie lässt sich Glaube, vielleicht verlorengegangener Glaube, finden? Nun, weil Gott dich nicht aufgibt, verschafft er sich bei dir Gehör. Paulus schreibt einmal: „Also ist der Glaube aus der Verkündigung – oder „aus dem Hören, aus dem Gehörten“ – die Verkündigung aber durch das Wort Christi.“ (Die Bibel: Römer 10,17)

Gott findet dich

Es gibt viele Wege, auf denen du Gottes Einladung zum Glauben hören kannst. Einen dieser Wege geht er gerade jetzt. Indem du diese Worte liest, ergreift Gott die Initiative, dich zu erreichen. Lass es zu. Komm zu Jesus und vertraue ihm. Er meint, was er sagt: „…wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Die Bibel: Johannes 6,37) Schlicht kommen, das ist Glaube. Gott findet dich – und du findest den Glauben.

 

Kommentare

23 Kommentare zu “Ich habe meinen Glauben verloren

  1. Conni sagt:

    Ich habe meinen Glauben verloren seitdem ich hörte, dass Babys von der Hamas im Backofen gegrillt wurden. Ich kann nicht an einen Gott glauben ,der den KZ und so einem.Leid tatenlos zuschaut

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Liebe Conni,
      Dein Entsetzen über die Verbrechen der Hamas ist berechtigt. Man fragt sich, warum Menschen anderen Menschen solche Dinge antun. Die Untaten sind unbestreitbar, auch wenn wir nicht nachprüfen können, ob jedes grausame Detail, das jetzt verbreitet wird, den Tatsachen entspricht. Und ja, diese Ereignisse werfen wieder erneut die Frage auf, warum Gott dies zulässt, nicht eingreift. In unserem Blog „Was uns die Theodizee-Frage lehrt“ (https://heukelbach.org/was-uns-die-theodiezee-frage-lehrt/b) schreiben wir etwas darüber. Lies es bitte mal und schreibe uns dann, wenn Du möchtest, erneut.

  2. Franziskus sagt:

    Hallo liebes Team,

    stecke auch in einer ordentlichen Glaubeskrise aktuell, wo ich in allen Bereichen nicht mehr weiter weiß.
    Beruflich und Privat.

    Meine Partnerin ist frei evangelisch und ich bin römisch katholisch groß geworden. Viele meiner Freude sind im spirituellen Bereich und haben sich vom herkömmlichen Glauben und der Institution abgewandt.
    Ich habe nun das große Problem, nicht zu wissen, wo ich dazu gehöre. Meine Partnerin verurteilt viele Glaubensanschauungen, Meditation, Yoga als schlechter Geist und ich fange mich nun selber an, von diesen Freundschaften zu distanzieren, weil ich selber nicht mehr weiter weiß. Auf der anderen Seite mag ich das Urteilen und besser wissen über andere Glaubesrichtungen auch nicht… Möchte meinen eigenen Glauben stärken und sehe mich aktuell als freier Christ…-

    Finde die Bibel da absolut wichtig, allerdings bin ich überzeugt, dass auch Gott durch die Menschen spricht.

    Wünsche einfach meinen Glauben stärken zu können, da meine Partnerin halt immer alles so strikt und verurteilend sieht und ich spüre, Gott ist größer und Lacht drüber.

    Geschenk/Problem ist, dass meine Freundin schwanger ist und das Baby auch einen guten Glauben mitbekommen soll…-

    Aber da fällt mir die Karikatur ein. Kreis, Dreieck oder Quadrat als Mensch veranschaulicht. Alle sind aus einem Holz (Gott).

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Franziskus,

      danke für deine Offenheit. Schade, dass du momentan das Gefühl hast, nirgendwo geistlich daheim zu sein, bzw. dazuzugehören.
      Entscheidend ist natürlich zunächst ob man durch den Glauben zur Christus gehört. Wenn du deinen Glauben stärken möchtest, ist es gut, sich mit diesem Gedanken zu beschäftigen, nicht zuletzt durch das Lesen in der Bibel und durch Gebet.
      Der Glaube lässt sich aber selbstverständlich auch in Gemeinschaft mit anderen Christen stärken. Daher ist die Zugehörigkeit zu einer Gemeinde von unschätzbarem Wert.

      Gerne kannst du dich bei uns melden unter https://heukelbach.org/service/kontakt. Gerne unterstützen wir dich darin, eine Gemeinde in deiner Nähe zu finden.

      Herzliche Grüße aus dem Missionswerk

  3. Joel sagt:

    Erst einmal muss ich sage, dass ich eure Sache hier super finde und ich es sehr wertzuschätzen weiß, was ihr hier leistet.
    Ich habe ein wahrscheinlich sehr ungewöhnliches Problem mit dem Glauben und bin verzweifelt auf der Suche nach Antworten.

    Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und habe so ziemlich mein Leben lang geglaubt, Gott hat mich schon immer in meinem Leben begleitet, ich konnte ihn so stark spüren, dass ich das Gefühl hatte, tatsächliche Gespräche zu führen. Im Prinzip hat sich mein ganzes Leben um Gott gedreht und ich war so glücklich, dass ich fast Angst hatte meine Lachmuskeln würden verkrampfen wenn es so weiter geht.
    Komischerweise war mein Glaube und mein Vertrauen eines Tages einfach verschwunden, ohne jeglichen offensichtlichen Grund. Während ich Gott mein Leben lang so stark gespürt habe, als wäre er ein Teil von mir und würde jederzeit persönlich neben mir stehen, war dieses Gefühl über Nacht verschwunden.
    Es ist nicht so, als hätte ich meinen Glauben aufgegeben, aber mein Kopf versucht, alles was je in meinem Leben passiert ist, oder alle ungewöhnlichen Ereignisse, welche mit Gott zu tun haben könnten, rational zu erklären und alle Verbindungen zu Gott zu kappen.
    Das ist nichts, was ich je wollte und ich hasse jeden Moment, in dem ich Gott hinterfrage, leider ist das inzwischen fast Alltag geworden und ich habe immense Angst, dass ich meinen Glauben vollständig verlieren könnte.
    Ich bin mir darüber bewusst, wie super Gott ist und dass er mich unendlich lieb hat, da ich dies ja auch mein Leben lang erfahren habe, und nichts tut mir so weh wie diese unterbewussten Gedanken, dass all das eine Lüge gewesen sei.
    Ich versuche mein Bestes, den Glauben nicht aufzugeben und daran festzuhalten, bin inzwischen aber extrem ratlos was ich tun soll, da seit bald 3 Monaten keine Besserung in Sicht ist.

    Ich hoffe ihr könnt mir in irgendeiner Weise helfen, und wenn es nur ein paar nette Worte sind.

    Lieb Grüße,

    Joel (17)

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Joel,

      vielen Dank für deinen offenen und ehrlichen Kommentar und dein Vertrauen uns von deinem Glaubensleben zu erzählen. Gerne möchte ich dir ein paar Gedanken zu dem was zu geschrieben hast weiter geben.

      1. Mit deiner Erfahrung bist du nicht allein. Viele Christen, die den Glauben quasi mit der Muttermilch aufgesogen haben, erleben auf dem Weg zum Erwachsenwerden, dass sie den Glauben irgendwann hinterfragen. Im Grunde ist das ein ganz normaler Prozess, auf dem Weg zum Erwachsen werden. Man löst sich von den Eltern und hinterfragt dabei nicht nur in Glaubensfragen all das, was einem vom Elternhaus vermittelt wurde. Und das ist auch gut so! Dieser Prozess ist wichtig, um zu eigenen Überzeugungen zu kommen und in Bezug auf den Glauben, zu lernen selbstständig den Glauben zu leben.
      Daher kann ich dir nur Mut machen, diesen Prozess aktiv zu leben und ihn nicht zu verdrängen. Es ist richtig klasse, dass du den Wunsch hast, im Glauben zu bleiben und ihn nicht aufgeben willst. Daher möchte ich dir drei Tipps weitergeben, die dir in diesem Prozess hoffentlich helfen können:

      1. Setze sich mit den Fragen auseinander, die dir dein Kopf im Moment stellt. Verdänge sie nicht, aus Angst, deinen Glauben verlieren zu können. Es ist nicht grundsätzlich schlecht oder gar “verboten” sich mit Gott und mit seinem Wort auf intellektueller Ebene auseinanderzusetzen. Vielleicht wäre in diesem Zusammenhang ein Glaubenskurs etwas für dich. Schau dir doch z.B. mal den Aufbaukurs unserer Emmaus Fernbibelkurse an. Dieser ist für Menschen gedacht, die schon länger mit Gott unterwegs sind, ihren Glauben aber vertiefen wollen.

      2. Begleite diesen Prozess im Gebet! Bitte Gott, dass er dir neue Erkenntnisse schenkt und dass er dir hilft, deinen Glauben wieder zu festigen.

      3. Es ist toll, dass du Gott in der Vergangenheit oft gespührt und dich das Gefühl begleitet hat, dass er dir nah ist. Wenn das Gefühl aber mal ausbleibt, heißt das nicht, dass Gott nicht mehr da ist. Gefühle können trügerisch sein. Verlass dich daher nicht auf sie, sondern vertraue z.B. auf Gottes Wort und seine Zusagen:

      “Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
      weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.”
      (Römer 8, 38 – 39)

      4. Such dir Christen, die dir in diesem Prozess helfen! Zum Beispiel einen Mentor – einen Christen, mit der du offen über alles reden kannst und die dich in diesem Prozess begleiten kann, durch ein offenes Ohr und durch Gebet.

      Soweit erstmal ein paar Gedanken. Für den Fall, dass du Interesse an persönlichen Gesprächen zum Thema hast, habe ich dir eben eine Mail mit entsprechenden Kontaktdaten geschrieben.

      Ich hoffe ich konnte dir schon etwas weiterhelfen.

      Herzliche Grüße aus dem Missionswerk von Steffi

      • Katja sagt:

        Hallo,
        Ich habe auch Ähnliches erlebt, beziehungsweise erlebe es noch. Erst habe ich durch meine Taufe eine unglaublich erlösende und errettende Heilung erfahren und wurde aus psychischer und emotionaler Not geheilt, habe den heiligen Geist erhalten und unendlich viel Liebe und Heilung meines Herzens dazu. Außerdem ganz viel Nähe durch Christus, in Zwiesprache/ im Stillhinsetzen und zuhören und ganz viel Anleitung vom heiligen Geist im Alltag, auch mit Vermittlung, was er mir gerade beibringt, und mit Übung ihm zu Vertrauen für kleine Handlungen. Jemanden Ansprechen, oder geleitet an einen Ort in der Natur fahren… ich habe plötzlich Lebensfreude ohne Grund gehabt, habe Konflikte mit einem Frieden der höher ist als jede Vernunft klären können und habe einfach unglaubliche Hilfe und Demut und Erfüllung und Freude erfahren. Dazu Gottes Wort, das er mich „mein Kind“ nennt und die Aufnahme in die Ahnenlinie seines Volkes..
        ….und dann kamen die Schwierigkeiten, bis ich diesen tief vertrauensvollen freudigen Kontakt in mir „verloren“ habe: Erst waren es noch leichtere schwierige Reaktionen von meinem Umfeld: Bekannte oder Freunde, die statt sich über meine Heilung (nach 7Jahren Psychokrise!!!) zu freuen, mit mir Diskussionen über Kirche, Holzwege oder ihre eigene Ablehnung von Gott anfingen. Dazu nicht so leichter Anschluss in der Gemeinde (keine Gleichaltrigen, kaum jemand der auch ein Zeugnis berichtet von Heilung oder Gebetserhörung) Bis hin zu meinem christlichen Partner, der dem Wunder meiner Taufe nicht richtig Glauben konnte, es verrückt anzuhören fand, das der Heilige Geist mich auch beruflich zu Bewerbungsterminen leitet, der schließlich sich von mir getrennt hat, mit einer biblischen Begründung. Das war dann zuviel für mich.
        Ich glaube ich habe eigentlich nichts von Gottes Segnungen verloren, aber ich bin unter dem sozialen Druck/der Anfechtung und wegen dem Verhalten meines christlichen Partners in den Strudel geraten, das Gott sich von mir getrennt haben muss. Das ich falsch irgendwo liegen muss und ich irgendwas ganz schrecklich falsch gemacht habe und nun „Gottes Strafe“ verdient hätte, das er nicht mehr bei mir ist. Ich habe Rotz und Wasser geheult.

        Inzwischen (2Wochen später, immer noch gelegentliche Heulattacken) würde ich sagen, das ich einfach noch nicht genug Verständnis hatte
        – von Gottes Stabilität,
        – über falsche Frömmigkeit,
        – über geistige Anfechtung,
        – über Christus Umgang und seine verzeihende Liebe zu seinen Jüngern, wenn die auch Dinge nicht verstanden haben
        – über die Entwicklung der Jünger, , das die sich erst entwickeln müssen, (also ich auch)
        – über Gottes vorbereitenden Umgang für spätere Herausforderungen und Aufgaben…
        – darüber wie sich eine Gemeinde anfühlt, die verwirklichter und visionärer ist (habe jetzt eine modernere Gemeinde zusätzlich gefunden, mit Gleichaltrigen, die mehr schon realisiert hat, wie Gemeinde sein kann)

        ..also das hab ich einfach alles in meiner Glückseligkeit durch die Heilung noch nicht als festes stabiles Fundament gehabt. Sowohl ein tieferes Verständnis muss sich erst festigen, und auch Gemeinde als Support und kongruente Glaubende haben mir gefehlt. Also Menschen die von Segnung selbstverständlich ausgehen, und das mit mir feiern und auch selber sowas teilen. Aber die sich auch mit Anfechtung auskennen. Ohne das konnte mich der Satan leicht mit meinen Schwächen kriegen: Bei meinen Selbstzweifeln. Mit Schuldübernahme. In Wehrlosigkeit wegen zu hohen Ansprüchen an mich selber… im Trennungsschmerz…beziehungsweise habe ich mich selbst aus der Verbindung rausgestraft .

        Ich begegne Gott zur Zeit häufig weinend und frustriert, und ängstlich, und orientierungslos, auch panisch dadrin alles gleich richtig zu machen… es ist schwer, nachdem ich so geführt war, und so vertrauensvoll, mich jetzt so strudelnd zu erleben. Und teilweise versage ich mir selbst, Gott zu hören!

        Ich habe soviel Mitfühlen, das es anderen hier auch so geht mit einem „Kontaktverlust“ gefühlt!
        Ich glaube Er möchte auch mit diesen (schwierigen) Seiten mit mir in Kontakt kommen. ER möchte mich vollständig erreichen und zu sich holen und mir vollständig begegnen, auch mit meinen Unzulänglichkeiten und den Seiten, die mir selber etwas verwehren. Das geht ja nicht, wenn ich in Glückseligkeit wandle. Ein Teil meiner Krise war auch eine Projektion der menschlichen Verletzungen auf Ihn: ER hat mich nicht verurteilt und beschuldigt und sich nicht von mir getrennt und mich oder meine Erfahrung nicht angezweifelt oder musste sie abwehren. Das habe ich übertragen.

        Ich hoffe alle, die wir das Erleben, die an Ihm festhalten, werden mitfühlende und Ermutigende, für die, die nach uns mit einer Glaubenskrise konfrontiert sind.
        Danke Christus und Heiliger Geist, das du mich vorbereitest und ausbildest, geduldig, und unbeirrt, und sei mir gnädig, wie wenig ich doch bisher von Deinem Sehnen nach mir verstanden habe, das soviel mehr mit mir vorhat, als ich ahnen kann!
        Amen

        • Missionswerk Heukelbach sagt:

          Liebe Katja,

          Danke für deine Offenheit und dass du deine Geschichte und Gedanken mit uns teilst.
          Es tut uns wirklich leid, was du bereits alles erlebt hast. Aber es ist auch ermutigend zu lesen, dass du immer wieder Gott erlebst und er dir Dinge über sich selbst aufzeigt. Und dass du auch den Wunsch hast, andere damit zu ermutigen! Vielleicht möchte Gott dich genau dort gerade gebrauchen.

          Besonders in solchen Zeiten ist es auch umso wichtiger, eine Gemeinde zu haben und Kontakt zu anderen Christen, die dir in dem Prozess helfen und dich im Glauben stärken.

          Und bei allem du darfst darauf vertrauen, dass Gott immer bei dir ist. Auch jetzt in dieser Situation. Und er wünscht sich, dass du zu ihm kommst und ihm sagst, was dich bewegt.

          Hier darf Psalm 23 für dich eine persönliche Bedeutung bekommen, besonders der Vers 4: “Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.”

          Schreibe uns gerne auch eine Email an unsere Seelsorge, wenn du noch näheren und intensiveren Gesprächsaustausch wünscht: seelsorge@heukelbach.org.
          Gottes Segen dir! Liebe Grüße aus dem Missionswerk

  4. Matthias sagt:

    Ich habe meinen Glauben verloren, weil ich sehr krank war. Ich hatte eine schwere Depression und einige Menschen, die ich am meisten geliebt habe, haben mich verlassen. Das hat tief in mir eine Art Grundsicherheit, ein grundlegendes Vertrauen zerstört, das ich nur teilweise wiedergefunden habe. Ich fühle, dass mir etwas fehlt, von dem ich lange nicht sagen konnte, was es ist. Mittlerweile glaube ich aber, dass ich es herausgefunden habe: Der Glauben.
    Ich gebe zu, dass ich nie ein sehr gläubiger Mensch war. Aber ich bin im Vertrauen erzogen worden und aufgewachsen, dass wir nicht alleine sind mit unseren Sorgen und Ängsten. Dennoch habe ich an einem gewissen Punkt der Depression gemerkt, dass ich nicht mehr auf Gott vertrauen kann. Nicht, weil er mich verlassen hätte, sondern weil mich Menschen so bitterlich enttäuscht haben. Als es mir sehr schlecht ging, hat mich meine damalige Partnerin verlassen. Ich bin nicht naiv! Ich weiß sehr wohl, dass meine Erkrankung für sie auch eine riesige Herausforderung war. Aber meine Enttäuschung und der Schmerz, den ich deshalb bis heute spüre, hat mich innerlich zerrüttet. Ich glaube, dass ich deshalb nicht mehr leicht vertrauen kann. Und ich denke, dass ich deshalb auch nicht mehr an Gott glaube.

    Was kann ich tun, um meinen Glauben wiederzufinden?

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Matthias,

      vielen Dank für deine Offenheit! Schön, dass du auf der Suche nach Glauben bist.
      Gerne unterstützen wir dich dabei und werden uns per Mail bei dir melden.

      Herzliche Grüße aus dem Missionshaus von Steffi

  5. Gast sagt:

    Ich hatte dasselbe Problem.
    Was mir geholfen hatte war das lesen in der Bibel, um falsche von der richtigen Lehre unterscheiden zu können.
    Es gibt Heutzutage zu viele Menschen die sich Christen nennen, andere zur Sünde verführen, und das wahre Evangelium vom Kreuz (von der Liebe und der Versöhnung mit Gott), sowie der Nachfolge im Heiligen Geist kaum noch verkündigen.
    Ein anderes was mir aufgefallen ist, sind Christen denen es scheinbar nur noch ums Geld geht.
    Die ersten Christen lebten komplett anders.
    (Ich möchte nicht alle Kinder Gottes über einen Kamm scheren, denn ich habe zum Glück auch andere kennengelernt, jedoch waren es relativ wenige.)

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Gast,

      schön, dass du so gerne in der Bibel liest und dich in deinem Handeln an der Bibel orientierst. Natürlich kann man nur jedem Christen bzw. letztlich jedem Menschen ans Herz legen, es genauso zu machen.
      Was andere Christen anbelangt, ist es doch gut zu wissen, dass es letztlich nicht unsere Aufgabe ist, über unsere Mitmenschen bzw. Mitchristen zu urteilen. Gerade wer Kind Gottes ist, lebt ja selbst aus der Gnade des Herrn. Diese Tatsache lehrt uns Demut. Umso schöner, wenn du selbst versuchst, aus der Gnade heraus, mit gutem Vorbild voranzugehen.

      Herzliche Grüße aus dem Missionswerk von Steffi

      • Gast sagt:

        Aus der Vergebung.
        Ja, da ist richtig, jedoch sollte niemand diese Gnade Gottes missbrauchen für ein zügelloses Leben, indem er Jesus mit Füßen tritt.

  6. Carsten Hellemann sagt:

    Ich habe meinen Glauben verloren, weil ich realistisch bin. Nach dem Tod bin ich einfach nicht mehr da und schaue nicht von einer Wolke auf die Erde herab. Tut mir leid. Ich wünschte sehr ich könnte was anderes glauben, ich bewundere und belächele Leute gleichzeitig, die das können. Zur Zeit bin ich noch in der Kirche, aber es fühlt sich für mich einfach nicht mehr richtig an. Ich glaube, ich werde dieses Jahr audtreten.

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Carsten,
      vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar.
      Wir wissen, dass Gott real ist, weil Er sich uns auf dreierlei Weise offenbart hat: in der Schöpfung, in Seinem Wort und durch Seinen Sohn, Jesus Christus.
      Der einfachste Beweis für die Existenz Gottes ist Seine Schöpfung. “Denn Gottes unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit, wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine Entschuldigung haben.” (Römer 1,20). “Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste verkündigt seiner Hände Werk.” (Psalm 19,2).
      Die Bibel erzählt uns, dass es nicht nur ein Leben nach dem Tod gibt, sondern ewiges Leben, das so herrlich ist: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.” (1.Korinther 2,9). Jesus Christus, Gott der Mensch wurde, ist auf die Erde gekommen, um uns dieses Geschenk des ewigen Lebens zu überreichen.
      Wenn du noch mehr darüber reden möchtest, kannst du uns gerne an fragen@heukelbach.org anschreiben. Wir wünschen dir, dass du Gott und seine reale Liebe in deinem Leben erfahren darfst.
      Liebe Grüße und Gottes Segen,
      Anna-Lena

  7. Micha sagt:

    Ich suche Gott.
    Aber Sätze wie “Einen dieser Wege geht er gerade jetzt. Indem du diese Worte liest, ergreift Gott die Initiative, dich zu erreichen” lassen mich in Widerstände gehen.
    Denn hier z.b. habe ich aktiv im.internet gesucht und die Initiative übernommen.
    Ergo, ich finde ihn derzeit leider nicht.

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Micha,
      danke für deinen Kommentar. Wie oder wo suchst du Gott?
      Wenn ich nach etwas ganz Bestimmtem suche und schon eine völlig feste Vorstellung davon habe, wie das was ich suche aussehen soll, nehme ich die anderen Dinge / Personen oft gar nicht wahr, weil ich nur das eine vor Augen habe.
      Gott finden wir dort am leichtesten, wo Er sich uns aufzeigt und finden lässt: in der Bibel. Und Gott sagt uns in der Bibel in Matthäus 7:7 zu “Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan. Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.”
      Eine Idee wäre auch, Christen zu fragen, damit sie mit dir zusammen in der Bibel lesen. Wenn du das möchtest, können wir dir hierbei gerne helfen und dich mit Christen in Kontakt bringen.
      Gottes Segen und liebe Grüße aus dem Missionswerk,
      Anni

  8. Sabine Naumann sagt:

    Ja ich bin in einer tiefen Krise und habe momentan den Glauben verloren, weil ich denke, dass Gott mir mein geliebtes Kätzchen genommen hat. Und darüber komme ich nicht hinweg.
    Ich möchte gerne beten aber ich kann nicht, weil meine Bitten und Gebete nicht erhört werden.

    • Georg Reicher sagt:

      Hallo !
      Es tut mir so leid was passiert ist..
      Deine Gebete werden Erhört!
      Jesus Christus liebt dich so sehr!
      So sehr das er für unsere Sünden gestorben ist!
      Wenn man wen vertrauen kann,Dann ist es unseren Retter,Jesus Christus!

    • Schwarz sagt:

      Ich wurde als evangelischer Christ mit meiner Frau, auch sie war Christin christlichen getraut. Meine Frau ließ sich von mir scheiden.
      Ich heiratete eine andere Frau. Auch sie war Christin, wie ich Christ war. Wir wurden durch einen anderen Pfarrer christlich getraut. Wir lebten in einer christlichen Gemeinde. Wir waren beide aktive Christenmenschen, unsere Kinder wurden getauft, konfirmiert. Nach knapp 25 Jahren gemeinsamen Lebens verließ meine Frau mich. Ich ließ mich nach ca. drei Jahren Trennung von meiner Frau scheiden.
      Ich lernte eine Frau kennen, lebe mit ihr bereits über zehn Jahre glücklich zusammen. Seit einigen Jahren ging mir zunehmend mein Glauben verloren, so wie sich mein Bewußtsein weiter entwickelte.
      Anfänglich “stolperte” ich über die Gewalt im Alten Testament, danach über gegenwärtige Gewaltexesse auch in anderen Religionen, wie bespielsweise in Afghanistan gegen Ungläubige, gegen Frauen, die nicht so wollen, wie sie sollen.
      Nun bin ich zur Erkenntnis gekommen, daß jegliche Relion den Menschen in den verschiedensten Relionen stets Opfer abverlangen, ihnen Pflichten auferlegen die sinnlos sind. –
      Ich lebe zunehmend freier, friedlicher, ruhiger, unbelastet, ohne jegliche Relionsausübung und fühle mich bei all dem unbelastet und schuldfrei wohl.
      Ich erkenne keinen Sinn darin, dem allmächtigen Gott zu gehorchen, den jede Religion für sich als einzig Richtigen reklamiert, der keine Macht hat und Krieg zuläßt, die Ukrainer leiden, sterben läßt und dem russisch-orthodoxen Patrichat gestattet, diesen ganzen Unfug der russischen Kriegsführung durch Putins Befehl auch noch als gut und richtig zu attestieren.
      Ich denke, der Spuck von Kirche, Glaube jeglicher Relion gehört ohne Gewalt abgeschafft, was ja nun durch zunehmende Erkenntnis auch in kleinen, stetigen Schrittwn von Statten geht.
      Mir tut es nicht weh, kein aktiver Christ mehr zu sein. Ich bin nicht aus der Kirche ausgetreten. Ich bin ‘nur’ eine kirchliche ‘Karteileiche’. Das stört keinen, so wie es keinen störte, dass ich zwei mal christlich getraut wurde.
      Auch gab es nie ein Aufbegehren, daß ich nicht mehr zum Gottesdienst komme. Es interessiert kein Gemeindemitglied, keinen Pfarrer/Pastorin. Mich interessiert übrigens auch nicht mehr, was aus meinem ‘Glaubenswohl’ wird, da dieses sich ganz einfach in Wohlgefallen aufgelöst hat – und siehe, es war gut so.
      Mit freundlichen österlichen Grüßen…

      • Missionswerk Heukelbach sagt:

        Lieber Herr Schwarz,

        vielen Dank, dass sie uns an ihrer Geschichte teilhaben ließen! Gleichzeitig ist es sehr schade zu hören, dass sie in all den Jahren, in denen sie sich aktiv an der evangelischen Kirche beteiligt haben, vermutlich nie die erfüllende Erfahrung einer echten Glaubensbeziehung gemacht zu haben, weder zu anderen Gläubigen noch zu Gott selbst.
        Denn genau das ist es, was aus den Glaube an Jesus Christus auszeichnet. Es ist der Grund dafür, warum er mehr ist, als eine Religion aus vielen. Lesen Sie dazu gerne auch unseren Blogartikel zum Thema “In welcher Kirche wohnt eigentlich Gott?“.

        Jesus bietet uns eine Beziehung an, durch die wir einerseits eine ewige Zukunft geschenkte bekommen. Diese beginnt schon jetzt und geht nach unserem Tod in einer neuen Welt, ohne Leid, weiter. Zu diesem Thema finden sie hier noch mehr Informationen. Anderseits aber dürfen wir ihm in dieser Beziehung unsere Fragen stellen – durchaus auch die kritischen. Gerne möchte ich sie ermutigen mit Jesus über ihre Gedanken zu sprechen z.B. darüber, wer für die Gewalt in der Welt verantwortlich ist und warum Gott das alles noch zulässt. Passend dazu lässt sich übrigens z.B. aus 2.Petrus 3, 9 ableiten, dass Gott dem Schrecken in dieser Welt noch kein Ende setzt, damit noch möglichst viele Menschen die Chance haben, zu ihm umzukehren.

        Herzliche Grüße und Segenswünsche aus dem Missionswerk von Steffi

        • Patricia sagt:

          Vor mehr als 30 jahren habe ich mein leben Jesus übergeben. Ich habe Gottes treue so oft erlebt. Und mein gebet ist dass ich nie meinen glauben verlieren soll. Ich will die ewigkeit bei meinem gott verbringen. Gestern hatte ich eine diskussion die mich traurig macht. Eine glaubenschwester behauptet dass ich meinen glauben verlieren könnte, dass einmal gerettet nicht immer gerettet ist.
          Ich habe offene frage, doch ist Jesus alles für mich..

          • Missionswerk Heukelbach sagt:

            Liebe Patricia,

            Ich kann verstehen, dass dich diese Frage beschäftigt.
            Wenn du gerne persönlich mit uns ins Gerspräch darüber kommen möchtest, kannst du dich gerne über unsere Kontaktseite bei uns melden.

            Herzliche Grüße aus dem Missionswerk von Steffi

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