Was wir von Kindern lernen können

Für Eltern ist Weihnachten der pure Stress. Haben wir genug Geschenke? Was wollen wir dieses Jahr essen? Wann besuchen wir welche Großeltern? Und wie bringen wir eigentlich unseren Kindern bei, dass es den Weihnachtsmann in Wirklichkeit gar nicht gibt? Können an Weihnachten auch Erwachsene von Kindern noch etwas lernen?
Kind Mädchen Lichter Weihnachten

Viele Eltern erzählen ihren Kindern in diesen Tagen vom Weihnachtsmann. Dabei sind sie in der Regel gleichzeitig der Überzeugung, es eigentlich besser zu wissen. Welcher Erwachsene glaubt schließlich noch an diesen bärtigen, alten Mann mit rotem Mantel und leichtem Übergewicht? Warum aber erzählen Eltern ihren Kindern dann von ihm? Das Deutsche Ärzteblatt kommt zu dem Schluss, dass Eltern dadurch in der Lage seien “in eine Zeit zurückzukehren, in der sie selbst glaubten, dass Magie tatsächlich möglich ist.” Mit anderen Worten: Sie wollen wieder glauben können, wie ein Kind. Haben Kinder also eine Art zu glauben, die vielen Erwachsenen abhandengekommen ist? Ist es vielleicht sogar möglich, von Kindern Glauben neu zu lernen?

In Markus 10:15 gibt uns Jesus genau diesen Rat: Wir sollen uns an den Kindern ein Beispiel nehmen:

„Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie ein Kind, wird nicht hineinkommen!” 

Was also kennzeichnet den Glauben von Kindern? Was machen Kinder anders als Erwachsene?

Kinder glauben, indem sie vertrauen

Kinder lieben es, sich offen und neugierig von Geschichten in ihren Bann ziehen zu lassen. Bis zum Alter von ungefähr vier Jahren halten Kinder dabei den Inhalt der Erzählung automatisch für wahr. Die Frage, ob etwas realistisch oder rational erklärbar ist, stellt sich für sie nicht. Sie brauchen keinen messbaren Beweis, um etwas glauben zu können. Stattdessen orientieren sie sich an ihren Bezugspersonen. Sie schenken ihnen ihr Vertrauen und glauben daher ihren Worten. Durch dieses Urvertrauen sind sie sozusagen in der Lage, sich Glauben schenken zu lassen.

Erwachsene hinterfragen kritisch

Für viele Erwachsene sieht die Sache meist anders aus: Das Urvertrauen von Kindern und der naive Glaube an das Übernatürliche mag ja schön und gut sein. Eines Tages wird aber auch jedes noch so gutgläubige Kind von der Realität eingeholt werden, so könnte man meinen. Mit „Realität“ ist dann meist all das gemeint, was sich mit dem Verstand erklären lässt. Beweise und Messbarkeit treten an die Stelle des Urvertrauens. Was sich diesen Maßstäben entzieht, existiert für viele nicht. Dieser Einschätzung fällt dann nicht nur der Weihnachtsmann zum Opfer. Dass Gottes Sohn Mensch wurde und in einem kleinen Stall zur Welt kam, ist für viele ebenfalls nur noch eine Mischung aus Tradition, Mythos und kindlicher Illusion. Aber liegt dieser Herangehensweise nicht genauso ein Irrtum zugrunde? Kann etwas nicht auch dann real sein, wenn es sich unserem menschlichen Verstand entzieht? Muss wirklich alles, was existiert, mess- und beweisbar sein? Ist es nicht sogar geradezu logisch, dass ein Gott, der größer und mächtiger ist als wir, dann auch nicht in unsere Denkmuster passt?

„Die Welt muss mehr sein als Messbares“

Zu diesem Schluss kommt der bekannte Wissenschaftler und TV-Moderator Professor Dr. Harald Lesch. Für den studierten Astrophysiker ist es kein Problem, die Gesetze der Natur verstehen zu wollen und gleichzeitig an Gott zu glauben. Es gebe viele Dinge, die völlig unmessbar seien und trotzdem da sind, betont er weiter. Dazu zählen Erfahrungen, Erlebnisse, Hoffnungen, Wünsche und der Glaube. Es geht also nicht darum, den Verstand völlig auszuschalten. Entscheidend ist die Offenheit, etwas auch und gerade dann für möglich zu halten, wenn es die eigene Vorstellungskraft übersteigt. Genau das können wir von den Kindern lernen.

Ein Versuch ist es wert

Wünschst du dir auch, wieder glauben zu können wie ein Kind? Dann probiere es aus! In unserem Shop kannst du dir ein kostenloses Exemplar des Lukas-Evangeliums bestellen. Nimm dir vor, mit kindlicher Neugier und Offenheit darin zu lesen. Stell dir vor, dass das, was dort steht, wahr wäre. Was würde das für dein Leben bedeuten?

Wenn du gerne mit uns darüber ins Gespräch kommen möchtest oder Fragen dazu hast, nimm gerne Kontakt zu uns auf.

 

 

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