WIE LIEST MAN EINE BIBEL?

Wie liest man eigentlich eine Bibel? Wo fängt man an? Wann hört man auf? Und: Wozu sollte man das Buch der Bücher überhaupt lesen? Eine etwas andere Lese-Anleitung.
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Wie liest man eigentlich eine Bibel?

Geschätzte Lesezeit: 2:50 Minuten

Dieser Satz aus einer Literatursendung geht mir irgendwie nicht mehr aus dem Kopf: „Ich möchte dieses Buch gern lesen wie eine Bibel.“ Immer wieder fällt er mir ein und verknüpft sich mit der Frage: Wie liest man denn bitteschön eine Bibel!?

JEDER LIEST ANDERS

Das ist bestimmt bei jedem anders. Da gibt es die ganz Krassen, die wirklich vorn mit 1. Mose anfangen und stoisch durch alles hindurchlesen, bis sie beim Buch der Offenbarung dann fertig sind.
Und dann gibt es bestimmt die Leute, denen einmal empfohlen wurde: „Fang mit dem Johannes-Evangelium an …“ Also gut, Johannes. Und dann?
Und es gibt bestimmt die totalen Passiv-Leser, denen es reicht, wenn eine Bibel im Regal steht.

WOZU LESEN?

Aber Lesen ist ja nicht nur ein Umblättern von Seiten. Lesen kann in Gefangenschaft führen – wenn Bücher nämlich fesselnd sind. Ich hab auch schon von Leuten gehört, die beim Lesen regelmäßig einschlafen. Also kann ein Buch die Schlaftablette ersetzen … Und „Lesen bildet“, hab ich auch schon mal gelesen. Naja, und dann gibt es noch den Zeitvertreib, die Unterhaltung, die Pflichtlektüre … und was mir einmal jemand über einen Roman schrieb: „Dieses Buch hat mich verändert“, also, eine Therapie, wie eine Kur oder ein einschneidendes (Lese-)Erlebnis.

DIE BIBEL: DER LITERARISCHE ALLESKÖNNER

Aber irgendwie, die Bibel scheint alles und nichts davon sein zu können. Irgendwie ein literarischer Alleskönner. Ich kenne zum Beispiel nicht so viele Bücher, die so oft zitiert werden wie die Bibel – oft ganz unbewusst. „Die andere Wange hinhalten“, „der barmherzige Samariter“, „der verlorene Sohn“, „vom Saulus zum Paulus werden“ – das sind häufig gewählte treffende Beschreibungen für ganz alltägliche Dinge. Wir haben sie nirgendwo anders her als aus der Bibel. Aber irgendwie ist mir noch nie jemand begegnet, der berichten konnte: „Ich konnte die Bibel einfach nicht mehr weglegen, ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.“ Also, besonders fesselnd scheint sie nicht zu sein – jedenfalls kein „Pageturner“, den man so schnell es geht verschlingt. Vielleicht wirken ihre Worte eher wie ein Anker – immerhin haben sie sich über Jahrhunderte in unserem Sprachgebrauch manifestiert. Sie haken sich fest und lassen einen Menschen nicht mehr so schnell los.

DAS BUCH VON EINEM FÜR ALLE

So etwas habe ich zumindest auch persönlich schon mal erlebt mit Worten aus der Bibel – öfter sogar. Und außerdem: Was sich so nachhaltig im Sprachschatz verfestigt, muss wirklich von Rang und Namen sein. So werden sonst nur Goethe- oder Shakespeare-Zitate gehandelt. Aber wer hat denn die Bibel geschrieben?

Naja, viele, hinter denen ein Einziger steht: „Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, damit der Mensch Gottes ganz zubereitet sei, zu jedem guten Werk völlig ausgerüstet“ (Die Bibel: 2. Timotheus 3,16–17).

Und gelesen werden soll sie von jedem Menschen. Denn was Gott zu sagen hat, möchte er jedem Menschen ins Herz schreiben. Langsam komme ich einer (vorläufigen) Antwort auf meine Frage „Wie liest man bitteschön eine Bibel!?“, näher: Man liest sie immer wieder, denn obwohl sie einen nicht unbedingt fesselt, lässt sie einen aber auch nicht mehr los. Wie würdest du (d)eine Bibel lesen?

 

Hast du noch nicht genug über die Bibel erfahren? Wir schenken dir gern das Neue Testament. Wenn es nicht nur im Regal stehen soll, bestell dir am besten gleich den Bibelkurs „Keiner ist vollkommen – nur er“ kostenfrei mit! Du schaust lieber Videos? Dann ist die Reihe „Bibellesen in Quarantäne“ was für dich. In 65 Folgen lernst du das Markus-Evangelium kennen.

 

Kommentare

3 Kommentare zu “WIE LIEST MAN EINE BIBEL?

    • Christian Caspari sagt:

      Hallo Sia.
      Suchst du Anleitung die Gemeinschaft mit Gott zu pflegen, oder eher etwas um die Bibel besser zu verstehen?
      Vielleicht sind dann die Emmauskurse etwas für die. Lies mal diesen Blog dazu.
      Viele Grüße Christian

  1. L wo Heinrch Sonnenschein sagt:

    Die Bibel war und ist für mich das schönste Buch.In der Jugend bin ich heraus gekommen.
    Da wurde ich von bösen Dingen überwältigt.Aber jetzt bin ich wieder drinn.Ich freue mich.

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