Heute möchte Katerina nichts mehr mit Esoterik zu tun haben

Eine Wahrsagerin begegnet Jesus

Geschätzte Lesezeit: 3:30 Minuten

„Ich habe angefangen Karten zu legen, Menschen ihre Horoskope zu sagen und zu 99 Prozent lag ich damit richtig“, erinnert sich Katerina. Aufgewachsen in einer atheistischen ostdeutschen Familie, suchte sie nach der Wende in der Esoterik nach Lebenssinn. Es faszinierte sie, zu erleben, wie ihre Vorhersagen eintrafen. Immer mehr ließ sie sich in den Bann der dunklen Mächte ziehen. Positives Denken, Meditationen und Visualisierungen wurden Teil ihres Alltags. „Ich wurde sehr streng erzogen und hatte immer das Gefühl, nichts wert zu sein. Durch die Esoterik änderte sich das. Ich baute ein extremes Selbstbewusstsein auf.“ Das positive Denken löste in ihr das Gefühl aus, alles zu schaffen. Sie hatte eine eigene Firma, die Export/Import Geschäfte mit Russland machte. „Mein Motto war: ‚Denke wie ein Millionär, dann wirst du ein Millionär.‘“ So verdiente sie viel Geld.

Esoterik – ein Gräuel?

Doch Lebenssinn findet Katerina in der Esoterik nicht. „Ich hatte immer so eine gewisse Schwermut; war nie von Herzen glücklich. Ich merkte: Mir fehlt etwas, es erfüllt mich nicht.“ Eines Tages begleitete sie ihren Mann zu einem geschäftlichen Abendessen. Sie lernte den Geschäftspartner kennen und analysierte ihn nach seinem Sternzeichen – ungefragt. Die Reaktion des Mannes erstaunte sie. „Er sagte zu mir, dass wir uns mit solchen Sachen nicht beschäftigen sollen! Er schlug seine Bibel auf und las mir 5. Mose 18,10 vor: ‚Niemand aus eurem Volk darf seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen lassen, Wahrsagerei oder Zauberei treiben, Omen deuten, hexen, andere mit einem Bann belegen, als Medium auftreten oder Tote beschwören und befragen. Jeder, der so etwas tut, ist dem Herrn ein Gräuel.‘“ Katerina war von den Bibelworten getroffen. Als der Mann ihr die Bibel schenkte, nahm sie sie freudig an.

Ein übernatürliches Erlebnis

„Ich wollte mehr aus der Bibel wissen, ich habe die Worte aufgesogen wie ein Schwamm“, erzählt sie im Rückblick. Anderthalb Jahre liest sie in jeder freien Minute die Bibel. Je mehr sie liest, desto mehr merkt sie, dass ihr Leben Gottes Vorstellungen widerspricht. „Ich begann mich selbst zu kasteien, damit ich so werde, wie Gott mich haben will und damit ich mehr von ihm erkenne. Ich fastete und schaute nicht mehr fern, doch ich spürte, dass mir etwas fehlt.“ Katerina kommt an den Punkt, an dem sie vor Gott zusammenbricht und betet: „Gott, egal, was ich tue, ich schaffe es nicht. Zeige mir, wie ich dich erkennen kann.“ Danach geht sie erschöpft in die Küche, um den Abwasch zu erledigen und lässt ihren zwölf Monate alten Sohn mit dem Telefon im Wohnzimmer spielen. Wenig später hört sie plötzlich Stimmen aus dem Wohnzimmer. Verwirrt schaut sie nach ihrem Sohn. Er hatte beim Spielen eine Nummer angerufen: „Ich hörte noch das Ende von irgendeiner Telefonansage: ‚Matthäus 6,33: Trachte zuerst nach dem Reich Gottes‘. Ich dachte nur: Das gibt’s doch nicht!“ Es ist die Telefonandacht des Missionswerks Werner Heukelbach (Tel.: 0180/564 77 46). Katerina hört die 3-Minuten-Predigt an und drückt mehrmals auf Wahlwiederholung. Die Worte des Predigers treffen ihr Herz. Sie erkennt, dass Jesus am Kreuz alles getan hatte, was nötig war, damit sie zu Gott kommen kann. „Nach zwei Stunden bin ich auf die Knie und habe Gott alles bekannt, was mir einfiel. Danach habe ich einen Frieden und eine Freude empfunden, die ich nicht kannte“, erinnert sich Katerina.

Die Zukunft ist in Gottes Hand

Als sie am nächsten Morgen die Bibel aufschlägt, ist sie überzeugt, dass Gott dadurch zu ihr spricht. „Gott wies mich auf bestimmte Stellen hin“, erzählt sie. Sie merkt, dass alles Esoterische nicht zu einem Leben eines Christen passt. Doch es braucht Zeit. „Anfangs hatte ich Angst, wenn eine schwarze Katze von rechts kam. Doch ich erkannte, dass Jesus viel stärker ist als dieser Aberglaube“, sagt Katerina. Als sie Anschluss in einer christlichen Gemeinde findet, sind die Menschen dort ihr eine große Hilfe. Heute kann sie nur staunen, wie Gott ihr Leben verändert hat. „Wenn ich alte Fotoalben anschaue, sehe ich, wie ernst ich immer schaute. Heute ist das anders. Ich habe eine innere Leichtigkeit; eine ganz tiefe Grundfreude, dass Gott alles richtig macht. Er macht keine Fehler“, ist Katerina überzeugt. Sie kennt nun die Zukunft besser, als sie es je für möglich gehalten hat. „Ich weiß, dass ich eines Tages bei Gott in der Ewigkeit sein werde.“

4 Kommentare zu “Eine Wahrsagerin begegnet Jesus

  1. Bertram sagt:

    Wen Jesus Christus frei macht, der ist wirklich frei. Was gibt es wunderbares als wenn Menschen von der Finsternis zum Licht kommen und dann diese Menschen bezeugen, dass sie errettet sind und von neuem geboren. Wir müssen solche Geschwister in der Liebe Christi aufnehmen. So wie uns Christus angenommen hat, so dürfen wir auch sie annehmen.

    • Sia sagt:

      So ist es. Der Widersacher rennt hinterher. 2 Jahre hatte meine Freundin immense Anfechtungen.
      Auch in der Gemeinde im Gottesdienst. Er versucht immer wieder einem etwas zu bringen. Meine Freundin sagt, dass seitdem sie die Bibel kennt, alles besser ist. Der Herr passt auf. Aber, was Mal seins war!!! Möge Gott alle Menschen, die aus der Esoterik befreit worden sind segnen, beschützen und viel, die den Weg noch nicht gefunden haben, ihnen helfen, den Weg zu ihm zu finden. Amen.

  2. Sia sagt:

    Ich frage mich, wie solche Menschen hier in der Öffentlichkeit davon sprechen und wahr genommen werden. Ich finde die Geschichte dieser Dame sehr schön und es ist so toll, das sie den Weg zu Jesus gefunden hat. Ich habe eine Freundin, die Esoterikerin war. Sie bekehrte sich vor einigen Jahren. Sie wurde aber in den Gemeinden nicht herzlich aufgenommen. Bewertet wurde sie, böse Blicke, verurteilend. Hilfe??? Teufelsaustreibung wollte man an ihr handhaben. Oder höre auf davon zu reden. Sie sagte selbst. Wie kann jemand, der 40 Jahre darin war, so aufwuchs, auf einmal aufhören, davon zu reden. Auch wenn man wiedergeboren ist, haben die Leute, wenn sie Esoterik hören, Angst vor solchen Leuten. Man schaut lieber auf die Sünden anderer als auf die Eigenen.

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