Was hilft gegen die Angst?

Was hilft gegen Angst? Die Bibel gibt hilfreiche Tipps. Sie verschweigt nicht, dass Angst zum Leben gehört. Aber sie gibt Strategien zum Umgang damit.
Share on facebook
Share on telegram
Share on whatsapp
Share on twitter
Share on email
Wie umgehen mit Angst und Sorgen?

Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

„In der Welt habt ihr Angst …“ Kann man noch deutlicher das unterschwellige Gefühl beschreiben, das manchen von uns gerade beschleicht? Die Coronakrise verändert unser Leben und unsere Gesellschaft radikal. Veranstaltungen finden nicht mehr statt, Geschäfte und Schulen schließen, die sozialen Kontakte muss man auf ein Minimum beschränken. Stündlich berichten die Medien von den neuen, besorgniserregenden Neuigkeiten. Ja, man bekommt Angst. Wie wird die Zukunft aussehen?

„In der Welt habt ihr Angst …“

„In der Welt habt ihr Angst …“ Das sagte Jesus (Johannes 16,33). Er erwähnte es in der Runde seiner Freunde, kurz bevor er am Kreuz enden würde. Er erklärte ihnen: „Es wird eng für euch in dieser Welt … ihr werdet hart bedrängt werden.“ Und er sollte Recht behalten. Jakobus, einer unter ihnen, wurde einige Wochen später hingerichtet. Petrus, ein weiterer von ihnen, wurde ins Gefängnis geworfen. Die Anhänger von Jesus wurden verfolgt. Doch nicht nur das, Jesus sagte ihnen auch dieses für die Zukunft voraus: „Ihr werdet von Kriegen hören; ihr werdet hören, dass Kriegsgefahr droht. … Es muss so kommen … Die Menschen werden vergehen vor Angst und vor banger Erwartung dessen, was noch alles über die Erde kommen wird …“ (aus Matthäus 24).

„…aber ihr braucht euch nicht fürchten“

Wenn man diese Rede von Jesus liest, kann man Angst bekommen. Doch das möchte Jesus nicht. Er sagte auch:

„…ihr braucht euch nicht zu fürchten: Ich habe die Welt besiegt.“ (Johannes 16,33) „Lasst euch durch nichts in eurem Glauben erschüttern, und lasst euch nicht entmutigen“ (Johannes 14,27)!

Angst haben und doch Mut fassen, wie geht das? Nun, hier können wir von kleinen Kindern etwas Wichtiges lernen: Wenn ein Kind sich ängstigt, sucht es die Nähe der Mutter oder des Vaters. Das Kind sucht die Hand, die es festhält. Das Bein, an das es sich klammern kann. Die Arme, die es aufheben. Das Kind schaut weiter ängstlich um sich, aber das Herz beginnt, sich allmählich zu beruhigen. Das ist bei Gott nicht anders. Gott weiß genau, wie wir gestrickt sind und was wir brauchen. Er weiß auch, wovor wir Angst haben. Er sagt zu dir: „Komm in meine Arme. Komm mit deiner Angst, mit deinem Wunsch nach Nähe, mit deinen Verwundungen, mit deiner Schuld und was es auch sei. Komm in meine Arme. Du sollst wissen, ich hab dich lieb.“ Und wenn du kommst, dann ist es genau das Vertrauen, dann ist es der Glaube, den Gott sich wünscht.

Umgang mit Ängsten

Hat nun der, der glaubt, keine Angst mehr? Jein. Natürlich machen die Ängste und Sorgen vor Christen nicht halt. Aber Jesus-Nachfolger haben eine Strategie, wie sie mit ihrer Angst umgehen können, weil sie an den glauben, der den Sieg errungen hat:

„Jeder, der aus Gott geboren ist, siegt über die Welt. Diesen Sieg macht uns unser Glaube möglich: Er ist es, der über die Welt triumphiert hat.“ (1. Johannes 5,4)

Jesus hat die Welt besiegt. Wer an ihn glaubt, überwindet diese auch. Die Ängste und Sorgen bestimmen dann nicht das Denken, Fühlen und Handeln. Das Wissen „Gott hat alles unter Kontrolle“ beruhigt. Die Angst muss nicht der bestimmende Teil sein. Die Beziehung zu Gott ist viel wichtiger. Friedrich von Bodelschwingh hatte eine interessante Definition für das Beten. Er hat gesagt: „Beten heißt: sich aus der Angst der Welt aufmachen und zum Vater gehen.“ Das ist ein schönes Bild: Weg von der Angst, hin zum himmlischen Vater laufen. Dabei bestimmt unser Blick die Richtung, die wir einschlagen. Deshalb schau auf Gott, den Vater. Lauf zu ihm und vertraue ihm deine Sorgen und Ängste an – auch und gerade im Hinblick auf Corona.

„Wo die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz; Gottes vollkommene Liebe vertreibt jede Angst.“ (1.Johannes 4,18)

Kommentare

6 Kommentare zu “Was hilft gegen die Angst?

  1. Michael sagt:

    Mir war vor einer Woche auch noch unwohl was wohl kommen wird, aber richtig Angst hatte ich nicht. Denn was soll schon passieren?
    1) Ich werde nicht infiziert
    2) Ich werde infiziert aber wieder gesund
    3) Ich werde infiziert und sterbe und komme zu Jesus
    Wo ist die große Katastrophe?
    Lediglich um die Versorgung hier auf der Erde mache ich mir etwas Sorgen für die Zeit wo ich noch hier bin und die Krankheit noch nicht überwunden ist. Aber Gott wird schon für mich und die anderen Glaubensgeschwister sorgen. Hat er damals auch in der Wüste für die Israeliten, dann macht er das auch hier für uns.

  2. Ulrike Stollbrock-Löw sagt:

    Ja ich habe Angst , ich arbeite in einem Seniorenheim und wir sind nach außen abgeschottet um unsere Bewohner zu schützen. Und wenn es meine Zeit erlaubt versuche ich Mut zu machen und von der Bibel und und Jesus zu erzählen , die Dankbarkeit für ein wenig Zuwendung ist sehr schön, weil ja auch kein Gottesdienst stattfinden kann und die Kontakte nach aussen nicht da sind . Es ist für uns alle eine sehr schlimme Zeit .

    • Michael sagt:

      Mal ne Frage an Sie als Insiderin: Sind Sie so abgeschottet, dass Sie nicht nach Hause dürfen und im Seniorenheim wohnen müssen bis das vorbei ist? Oder dürfen Sie schon raus und es herrscht lediglich Besuchs- und Rausgehverbot?
      Danke für Ihren guten und unersetzlichen Dienst. (Der auch besser bezahlt werden sollte.) Mein Onkel ist seit ein paar Monaten im Heim weil es mit externer Pflege die ihn zu Hause besuchte nicht mehr ging.

  3. Silvia Flütsch sagt:

    Ja, wir Gläubigen brauchen uns wahrlich nicht zu fürchten. Wenn die Welt sich jetzt fürchtet, ist das ein gutes Zeichen dafür, dass noch Hoffnung vorhanden ist für die Welt, dass die Menschen Busse tun, sich bekehren damit ihre Sünden getilgt werden.
    Denn das ists, wozu Christus gelitten, gestorben und auferstanden ist! In dem Verkündigen des Wortes sollte Busse und Umkehr immer das Haupttema bleiben. Denn der Zorn Gottes wird alle treffen, die dem Wort nicht glauben. Beten wir, dass jetzt vielen Menschen bewusst wird, dass sie sterben müssen, früher oder später , und dass sie vorbereitet sind darauf, wo sie ihre Ewigkeit verbringen werden.

  4. Elisabeth Del Guercio - Schär sagt:

    Danke für diesen Beitrag, es ist sehr ermutigend. Hier in Italien ist die Situation sehr schlimm, aber unser Herr gibt mir immer wieder die nötige Kraft und erfüllt mich mit Seinem Frieden. Beten ist die einzige Waffe diese unsichtbaren Mächte zu bekämpfen. Danke für ihre Arbeit, der Herr segne und behüte euch alle vom Missionswerk💝

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Danke Elisabeth. Aus den Medien erfahren wir, wie verzweifelt die Lage in Italien ist. Wir wünschen Ihnen weiterhin den Frieden Gottes, von dem Sie schreiben. Jesus Christus ist bei Ihnen und lässt Sie nie allein. Im Gebet verbunden grüßen wir Sie herzlich 🙏💌

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.