Wie ist Gott?

Wie ist Gott? Seit es Menschen gibt, stellen sie sich diese Frage - mit ganz unterschiedlichen Antworten. Damit wir wissen, wie Gott ist, welche Eigenschaften er hat, muss er sich uns offenbaren. Sonst kommen wir nicht weiter. Genau das hat Gott getan: Durch die Bibel und in seinem Sohn Jesus Christus zeigt er uns, wie er ist.
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Wie ist Gott? In der Bibel stellt er sich uns vor

Geschätzte Lesezeit: 3:45 Minuten

Gott ist persönlich

Gott ist keine ,Sache‘, keine Kraft, keine Macht. Er ist auch nicht nur der ‚liebe Gott‘ oder einfach ‚ein Superheld‘. Alle seine Eigenschaften wie z.B. sein Denken, sein Fühlen, seine Wünsche und seine Taten zeigen, dass er ein lebendiges und persönliches Wesen ist: „Der Herr ist in Wahrheit Gott; er ist der lebendige Gott und ein ewiger König.“ (Jeremia 10,10)

Gott ist einer

Es gibt nur einen einzigen wahren Gott. Er sagt: „Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.“ (Jesaja 44,6) Dennoch hat Gott sich als eine ,Dreieinheit‘ in drei Personen geoffenbart – dem Vater, dem Sohn (Jesus Christus) und dem Heiligen Geist; jeder Einzelne ist wahrhaftig und vollkommen Gott.

Gott ist Geist

Er hat keine körperlichen Dimensionen (Johannes 4,24). Das heißt, dass Gott unsichtbar ist. „Niemand hat Gott je gesehen.“ (Johannes 1,18) Das aber bedeutet auch, dass Gott nicht an Raum und Zeit gebunden ist, sondern überall gleichzeitig sein kann. Es besagt aber auch, dass Gott sehr wohl weiß, was wann und wo geschieht. Er weiß nicht nur, was du tust und sagst, sondern auch alles, was du denkst.

Gott ist ewig

Gott hat keinen Anfang. Die Bibel drückt es so aus: „Von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du Gott.“ (Psalm 90,2) Niemals gab es eine Zeit, in der Gott nicht existierte; und niemals wird es eine Zeit geben, in der Gott nicht mehr sein wird. Er bleibt ewig derselbe.

Gott ist unabhängig

Jedes andere Geschöpf ist immerzu von jemandem oder etwas abhängig – eben auch von Gott. Aber Gott ist von seiner Schöpfung vollkommen unabhängig. Er kann ohne uns sein. „Er lässt sich nicht von Menschenhänden bedienen, als ob er etwas benötigen würde, da er doch selbst allen Leben und Odem und alles gibt.“ (Apostelgeschichte 17,25)

Gott ist heilig

„Er ist majestätisch und herrlich in Heiligkeit.“ (2. Mose 15,11) Nichts ist mit Gottes Herrlichkeit zu vergleichen. Er ist vollkommen schuld- und fehlerlos. Die Bibel sagt über ihn: „Deine Augen sind so rein, dass sie das Böse nicht ansehen können; du kannst dem Unheil nicht zuschauen.“ (Habakuk 1,13) Und dieser heilige Gott verlangt von jedem Einzelnen von uns Heiligkeit.

Gott ist gerecht

In der Bibel lesen wir, dass der Herr ein Gott des Rechts ist, und dass Gerechtigkeit und Recht die Grundfeste seines Thrones sind (Jesaja 30,18; Psalm 97,2). Gott ist nicht nur unser Schöpfer und Erhalter, er ist auch unser Richter, der mit vollkommener Gerechtigkeit belohnt und bestraft; jetzt hier und einmal in der Ewigkeit; sein Urteil ist vollkommen gerecht und bietet keinen Raum für irgendwelche Beschwerden oder Diskussionen.

Gott ist vollkommen

Gottes Erkenntnis ist vollkommen. „Kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern alles ist enthüllt und aufgedeckt vor den Augen dessen, dem wir Rechenschaft zu geben haben.“ (Hebräer 4,13) Gott weiß um alles in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft, einschließlich unserer Gedanken, Worte und Taten. Seine Weisheit ist vollkommen und übersteigt unser Verständnis.

Gott ist souverän

Er ist der höchste Herrscher der Welt, und rein gar nichts liegt außerhalb seiner Kontrolle. „Alles, was dem Herrn wohlgefällt, das tut er, im Himmel und auf Erden, in den Meeren und in allen Tiefen. (Psalm 135,6) Bei Gott gibt es keine Zufälle und Überraschungen. Er schreibt Weltgeschichte (Epheser 1,11). Gott braucht keinen Rat oder Zustimmung über das, was er tun will. Auch kann ihn niemand von seinem Vorhaben abhalten: „Es gibt niemand, der seiner Hand wehren oder zu ihm sagen dürfte: Was machst du? (Daniel 4,32)

Gott ist allmächtig

Gott hat unendliche Macht. Er sagt von sich: Sieh doch, ich bin Jahwe (der HERR), der Gott alles Lebendigen. Sollte mir irgendetwas unmöglich sein? (Jeremia 32,27) Das bedeutet nicht, dass Gott alles tun kann (er kann nicht lügen, sich ändern oder Fehler machen, sündigen oder sich selbst verleugnen), sondern er kann alles das tun, was mit seinem vollkommenen, heiligen Charakter übereinstimmt.

Gott ist Liebe

In 1. Johannes 4,16 steht: „Gott ist Liebe“. Das ist mehr als eine Eigenschaft. Es ist sein Wesen. Gott kann nicht anders, als Liebe sein. Liebe bestimmt sein ganzes Denken und Handeln – auch dir gegenüber. „Und Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben. Das ist das Fundament der Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat. (Die Bibel, 1.Johannes 4,9-10)

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Kommentare

4 Kommentare zu “Wie ist Gott?

  1. Hermann Löhnert sagt:

    Gott existiert, aber er ist nicht allmächtig (offener Theismus).
    Weshalb hat Gott nicht eingegriffen (Holocaust), als ein Teil seines Volkes auf grässliche Art hingerichtet wurde (2.Weltkrieg)?
    Ich muss deshalb mein Gottesbild revidieren und das ist eine Aufgabe, die mich noch lange Zeit kosten wird. Zu Jesus kann ich noch beten, nicht aber zu Gott, der mir unfassbar geworden ist.

    • Missionswerk Heukelbach sagt:

      Lieber Hermann, vielen Dank für deinen Kommentar und deine Gedanken. Die Frage nach dem Leid in dieser Welt wirft tatsächlich viele Fragezeichen auf. Oft verstehen wir, nicht warum bestimmte Dinge passieren, oder Gott diese zulässt. Dass Gott allmächtig ist, sehen wir allerdings nirgends so klar, wie in der Schöpfung. Gott sagte: „Es werde…“ und es so wurde es (1. Mose 1,3, 6, 9 usw.). Warum Gott Leid zu lässt, ist schwer zu verstehen. Alles Böse und Leid kam mit der Sünde in die Welt. Sünde ist der Ungehorsam und die Ignoranz gegenüber Gott. Deswegen gibt es bis heute so viel Leid. Natürlich könnte Gott den Finger auf die blutigen Stellen des Globus legen und die Verursacher von Kriegen einfach vernichten. Er tut es nicht; und das ist Ausdruck seiner Gnade und Geduld mit uns. Denn wäre dann nicht früher oder später jeder von uns dran? Schließlich fängt Krieg nicht auf dem Schlachtfeld an, sondern im Herzen. Hass, böse Gedanken oder Neid gegenüber anderen kennt jeder von uns aus eigener Erfahrung. Vieles, was wir als Leid in der Welt erleben, sind Dinge, die Menschen anderen Menschen zufügen. Wir werden schuldig aneinander.

      Was uns trösten darf ist, dass Gott das Schreien hört, mitleidet und sich der Menschen annimmt, die sich ihm anvertrauen. Zu dem Thema Leid können wir dir noch ein paar Blogbeiträge empfehlen: https://heukelbach.org/die-frage-nach-dem-leid-und-einem-liebenden-gott/b oder https://www.gotquestions.org/Deutsch/Gott-allmachtig.html. Gottes Segen beim Lesen 🙌

  2. Anne-Kathrin Pöschl sagt:

    Danke, Heiko Wahl für dieses wunderbare Zeugnis! Dieser Kommentar hat mich wirklich ergriffen und spornt mich an, mich mehr nach IHM auszustrecken und SEINE Gegenwart zu suchen.

  3. Heiko Wahl sagt:

    Als ein Kind des 20. Jahrhunderts glaubte ich ganz an Urknall und Evolution. Als Buchpreis wüschte ich mir das Buch von Steven Weinberg: Die ersten 3 Minuten, wo er das Weltall mit einem Urknall erklären wollte. Und ich fragte mich: Was war dann vor dem Urknall? Und ahnte: Ist das alles aus dem Übernatürlichen entstanden? Doch wie soll man sich das Übernatürliche vorstellen. Als ich 19 Jahre alt war, begegnete ich IHM, bekam ich meinen „brennenden Dornbusch“. Menschliche Worte können die Gottheit nicht beschreiben. Es war schlichtweg überirdisch. Ich hatte das Gefühl, zu vergehen. Unbeschreiblich die Herrlichkeit, gewaltig die Kraft, atemberaubend die Heiligkeit, wunderbar die Liebe. Was für eine Persönlichkeit, was für eine Autorität! Das helle Licht. Ich merkte sofort, dieses Wesen ist ewig, hat weder Anfang noch Ende. Und er sprach mit mir. Seine Worte waren wie Feuer und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt (Jeremia). Wenig noch, und ich wäre bewußtlos vom Stuhl gesackt. Nun wußte ich, wer das Universum geschaffen hat. Ich war IHM persönlich begegnet. Mein Weltbild von Urknall und Evolution brach zusammen wie ein Kartenhaus. Meine Augen gingen auf, und ich konnte sehen. Ich war Sein Kind geworden, gerettet. Als ein Sünder betrat ich an dem Abend die Kirche, als ein gerettetes Gotteskind auf dem Weg zum Himmel verließ ich sie. Ein neues Leben fing an.
    Es ist interessant und schön, um theologische Abhandlungen über die Eigenschaften Gottes zu lesen. Doch IHM zu begegnen, das ist noch ein ganz anderer Kaliber.
    Manche sagen, Gottes höchste Eigenschaft sei nicht Liebe, sondern Heiligkeit. Denn die Wesen um Seinen Thron rufen: Heilig, heilig, heilig (Jesaja und Offenbarung). Von meiner tiefen Begegnung mit IHM her bin ich geneigt, das zu bestätigen. Seine Liebe war wunderbar, Seine Heiligkeit buchstäblich atemberaubend.

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